Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

50 Millionen für Erforschung von Windkraftanlagen auf hoher See

09.05.2008
Start der Forschung im Offshore-Testfeld

Michael Müller, Parlamentarischer Staatsekretär im Bundesumweltministerium, hat heute in Berlin den Startschuss für die Forschungsinitiative RAVE (Research at alpha ventus) gegeben. Im Offshore-Testfeld Alpha Ventus in der Nordsee soll die Technologie für den Ausbau der Windenergie auf hoher See weiterentwickelt werden. Dafür stellt das Bundesumweltministerium 50 Millionen Euro zur Verfügung.

„Diese Forschungsinitiative des Bundesumweltministeriums unterstreicht die Bedeutung des Pionierprojekts Alpha Ventus für die deutsche Offshore-Nutzung der Windenergie. Hier werden die Grundlagen für die Weiterentwicklung der Windenergienutzung auf See gelegt“, sagte Michael Müller.

Das Testfeld Alpha Ventus wird der erste Offshore-Windpark in deutschen Gewässern sein. Noch in diesem Jahr beginnt 45 km nördlich der Nordseeinsel Borkum die Errichtung von insgesamt zwölf Windenergieanlagen der Fünf-Megawattklasse in einer Wassertiefe von 30 Metern. Das Bundesumweltministerium stellt für begleitende Forschung im Testfeld rund 50 Millionen Euro über einen Zeitraum von fünf Jahren bereit. 2007 wurden bereits 14 Projekte mit einem Gesamtfördervolumen von mehr als 16 Millionen Euro bewilligt.

Ziel des Offshore-Testfeldes ist es, die Offshore-Tauglichkeit der 5 MW-Anlagen nachzuweisen und die Anlagen weiterzuentwickeln. Das umfassende, begleitende Forschungs- und Entwicklungsprogramm im Offshore-Testfeld geht aber darüber hinaus. Außerdem spielen weitergehende Untersuchungen z. B. zur Logistik oder Netzanbindung, und ökologische Aspekte eine Rolle. „Die beginnende Entwicklung der Windenergienutzung auf See führt mit Unterstützung des Bundesumweltministeriums gleichzeitig zum Ausbau des Forschungspotenzials in Deutschland.“

Da an der Forschung im Testfeld viele Akteure beteiligt sind, stellt die Koordinierung zwischen den verschiedenen Beteiligten (Windparkbetreiber, Windanlagenhersteller, Forschungseinrichtungen) eine besondere Herausforderung dar. Auf der Auftaktveranstaltung in Berlin konnte ein breiter Überblick über die erfolgreiche Zusammenarbeit und die laufenden Vorhaben gegeben werden. Weitere Informationen zur Initiative im Internet unter www.rave-offshore.de .

Seit 2001 hat das Bundesumweltministerium die Windenergieforschung mit mehr als 72 Millionen Euro unterstützt. Im letzten Jahr wurden allein im Bereich Windenergie neue Projekte mit einem Fördervolumen von mehr 34 Millionen Euro bewilligt.

Michael Schroeren | BMU-Pressereferat
Weitere Informationen:
http://www.rave-offshore.de
http://www.bmu.de/presse

Weitere Berichte zu: Offshore-Testfeld Windenergie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Elektromobilität: Forschungen des Fraunhofer LBF ebnen den Weg in die Alltagstauglichkeit
27.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF

nachricht Wärme in Strom: Thermoelektrische Generatoren aus Nanoschichten
16.03.2017 | Universität Duisburg-Essen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

Zweites Symposium 4SMARTS zeigt Potenziale aktiver, intelligenter und adaptiver Systeme

27.03.2017 | Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fließender Übergang zwischen Design und Simulation

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Industrial Data Space macht neue Geschäftsmodelle möglich

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Neue Sicherheitstechnik ermöglicht Teamarbeit

27.03.2017 | HANNOVER MESSE