Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Strom- und Gasverbrauch auf einen Blick

02.04.2008
Wer Energie sparen will, sollte seinen Verbrauch stets im Blick haben. Die EWE-Box bietet Kunden eine clevere Lösung: Mit ihr können Privathaushalte ihren Strom- und Gasverbrauch jederzeit kontrollieren – und dank neuer Tarifmodelle auch Kosten sparen.

Der Strom- oder Heizungsableser kommt einmal im Jahr. Kurze Zeit später erhält der Kunde eine Abrechnung, die den Verbrauch des gesamten Jahres auflistet. Wann genau und wodurch der Kunde wie viel Energie verbraucht hat, steht dort nicht. So war es bisher. In Zukunft können Privathaushalte ihren Energieverbrauch jedoch immer kontrollieren – zu jeder Tages- und Nachtzeit.

Wissenschaftler am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE haben mit dem Oldenburger Energieversorger EWE eine neue Lösung entwickelt, unterstützt durch das Fraunhofer Anwendungszentrum Systemtechnik AST: Die Technik erlaubt dem Kunden, den aktuellen Strom- und Gasverbrauch ständig zu überwachen. »Die Zeiten der ‚dummen’ Zähler sind vorbei«, sagt Dr. Harald Schäffler, Projektleiter am ISE, und erklärt die neuen intelligenten Messtechnologien:

»Die EWE-Box ist ein innovatives Kommunikations-Gateway, das die Mess-daten von Strom- und Gaszählern erfasst, speichert und über DSL an eine Zentrale übermittelt.« Ein besonderer Vorteil dieser Mess- und Anzeigemethode – Experten sprechen von ‘Smart Metering’: »Der Energieversorger kann dem Kunden individuelle Tarifmodelle anbieten, zum Beispiel lastabhängige, tageszeitabhängige oder jahreszeitliche Tarife«, erklärt Schäffler. So könnte für den Verbraucher etwa im heizungsärmeren Sommer ein anderer Tarif gelten als im Winter.

... mehr zu:
»EWE-Box »Gasverbrauch

Damit der Nutzer den Energieverbrauch auch selbst immer im Blick hat und von den Tarifmodellen profitieren kann, haben die Forscher ein spezielles LCD-Display entwickelt. Per Funk überträgt die EWE-Box ständig die gemessenen Werte an das Display. Das zeigt in Echtzeit die aktuell verbrauchte Stromleistung an. Schaltet er ein »energiefressendes« Gerät an, macht sich das auf der Anzeige sofort bemerkbar. Daneben werden auch Stunden- und Tagessummen für den Strom- und Gasverbrauch, die Kosten und die CO2-Emissionen angezeigt.

Die Kunden können außerdem die gespeicherten Verbrauchsdaten über einen persönlichen Internetzugang jederzeit abrufen und erhalten monatlich eine Verbrauchs- und Kostenanalyse sowie eine Trendprognose für ihre Jahresenergiekosten. So hat der Nutzer das Energie-management selbst in der Hand – Sparen wird zum Kinderspiel. Im Mai wird das System von EWE in einem Feldversuch mit 400 Privathaushalten im Raum Oldenburg getestet. Das ISE begleitet zusammen mit dem AST den Versuch und wertet die Ergebnisse aus.

Dr.-Ing. Christof Wittwer | Fraunhofer Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.ise.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: EWE-Box Gasverbrauch

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht „BioFlexRobot“: Weiche Gelenke machen Roboter sicherer
29.05.2017 | Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

nachricht Geräteschutzschalter erfüllt NEC Class 2
19.05.2017 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Methode zur Charakterisierung von Graphen

Wissenschaftler haben eine neue Methode entwickelt, um die Eigenschaften von Graphen ohne das Anlegen störender elektrischer Kontakte zu charakterisieren. Damit lassen sich gleichzeitig der Widerstand und die Quantenkapazität von Graphen sowie von anderen zweidimensionalen Materialien untersuchen. Dies berichten Forscher vom Swiss Nanoscience Institute und Departement Physik der Universität Basel im Wissenschaftsjournal «Physical Review Applied».

Graphen besteht aus einer einzigen Lage von Kohlenstoffatomen. Es ist transparent, härter als Diamant, stärker als Stahl, dabei aber flexibel und ein deutlich...

Im Focus: New Method of Characterizing Graphene

Scientists have developed a new method of characterizing graphene’s properties without applying disruptive electrical contacts, allowing them to investigate both the resistance and quantum capacitance of graphene and other two-dimensional materials. Researchers from the Swiss Nanoscience Institute and the University of Basel’s Department of Physics reported their findings in the journal Physical Review Applied.

Graphene consists of a single layer of carbon atoms. It is transparent, harder than diamond and stronger than steel, yet flexible, and a significantly better...

Im Focus: Detaillierter Blick auf molekularen Gifttransporter

Transportproteine in unseren Körperzellen schützen uns vor gewissen Vergiftungen. Forschende der ETH Zürich und der Universität Basel haben nun die hochaufgelöste dreidimensionale Struktur eines bedeutenden menschlichen Transportproteins aufgeklärt. Langfristig könnte dies helfen, neue Medikamente zu entwickeln.

Fast alle Lebewesen haben im Lauf der Evolution Mechanismen entwickelt, um Giftstoffe, die ins Innere ihrer Zellen gelangt sind, wieder loszuwerden: In der...

Im Focus: Neue Methode für die Datenübertragung mit Licht

Der steigende Bedarf an schneller, leistungsfähiger Datenübertragung erfordert die Entwicklung neuer Verfahren zur verlustarmen und störungsfreien Übermittlung von optischen Informationssignalen. Wissenschaftler der Universität Johannesburg, des Instituts für Angewandte Optik der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) präsentieren im Fachblatt „Journal of Optics“ eine neue Möglichkeit, glasfaserbasierte und kabellose optische Datenübertragung effizient miteinander zu verbinden.

Dank des Internets können wir in Sekundenbruchteilen mit Menschen rund um den Globus in Kontakt treten. Damit die Kommunikation reibungslos funktioniert,...

Im Focus: Strathclyde-led research develops world's highest gain high-power laser amplifier

The world's highest gain high power laser amplifier - by many orders of magnitude - has been developed in research led at the University of Strathclyde.

The researchers demonstrated the feasibility of using plasma to amplify short laser pulses of picojoule-level energy up to 100 millijoules, which is a 'gain'...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wissenschaftsforum Chemie 2017

30.05.2017 | Veranstaltungen

Erfolgsfaktor Digitalisierung

30.05.2017 | Veranstaltungen

Lebensdauer alternder Brücken - prüfen und vorausschauen

29.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Neue Methode zur Charakterisierung von Graphen

30.05.2017 | Physik Astronomie

Riesenfresszellen steuern die Entwicklung von Nerven und Blutgefäßen im Gehirn

30.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Nano-U-Boot mit Selbstzerstörungs-Mechanismus

30.05.2017 | Biowissenschaften Chemie