Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Aachen wird Modellregion für die Energiewirtschaft der Zukunft

20.03.2008
Mehr Wettbewerb und niedrigere Preise auf dem Strommarkt - das ist das erklärte Ziel von Bundesregierung und EU-Kommission.

Mit dem Modellprojekt "Smart Watts" könnte ein Beitrag geleistet werden, diesem Vorhaben ein großes Stück näher zu kommen. Unter der Führung der Trianel European Energy Trading GmbH hat sich ein Konsortium von zehn Partnern - zum größten Teil aus Aachen - gebildet, das ein Steuerungsmodell für die Stromversorgung der Zukunft entwickeln wird.

Bundeswirtschaftsminister Michael Glos erteilte dem Zusammenschluss anlässlich der vor wenigen Tagen zu Ende gegangenen Technologiemesse Cebit eine Förderzusage in Höhe von insgesamt 10 Millionen Euro im Rahmen des Leuchtturmprojektes "E-Energy".

"Mit 'Smart Watts' wollen wir mit unseren Partnern ein 'Internet der Energie' realisieren", erklärte Professor Dr.-Ing. Günther Schuh, Direktor des Forschungsinstituts für Rationalisierung an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (RWTH) heute Nachmittag auf einer Pressekonferenz im Aachener Rathaus.

... mehr zu:
»Energiewirtschaft »RWTH

Durch den konsequenten Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnologien werden Lösungen umgesetzt, die zur Steigerung der Effizienz und Optimierung der Verbrauchssteuerung in der Energiewirtschaft beitragen werden. Beispielsweise könnte durch intelligente Stromzähler oder Haushaltsgeräte der Verbrauch von Energie auf Zeiten verlagert werden, in denen sie zu günstigen Konditionen zur Verfügung steht. Die entsprechenden Informationen über Preis, Herkunft und Qualität werden dem Strom künftig mit auf den Weg gegeben. Damit lassen sich auch Ineffizienzen bei der Produktion und der Verteilung von Strom vermeiden. "Bisher sind auf Grund der unzureichenden Vernetzung der Akteure viele Kostensenkungspotenziale, die die Liberalisierung an sich ermöglicht, noch ungenutzt geblieben", sagte Reinhard Goethe, Geschäftsführer der Trianel European Energy Trading GmbH.

"Die Region Aachen", so erklärte Aachens Oberbürgermeister Dr. Jürgen Linden, "ist Schritt für Schritt zu einer Energieregion geworden." Ein Beispiel dafür sei das neue E.ON Energy Research Center an der RWTH Aachen, dessen erster Spatenstich in 14 Tagen erwartet wird. "Außerdem sind im Forschungsnetzwerk Energy Hills die wichtigsten Unternehmen und Organisationen zusammen gefasst. Die Energiewirtschaft ist die Schlüsseltechnologie der Zukunft. Energiepolitisch befinden wir uns in einem Umbruch", erklärte Linden, Forschung und Entwicklung sei in diesem Bereich daher besonders wichtig.

Das Projekt "Smart Watts" hat ein Gesamtvolumen in Höhe von 21,45 Millionen Euro und eine Laufzeit von vier Jahren. Es wird durch ein Konsortium realisiert, zu dem neben der Trianel - einem Zusammenschluss von unabhängigen Stadtwerken aus Deutschland, Österreich und der Schweiz mit Sitz in Aachen - auch das Forschungsinstitut für Rationalisierung (FIR) an der RWTH Aachen gehört, darüber hinaus die Stadtwerke Aachen AG (STAWAG), RegioIT, SOPTIM AG, PSI Büsing und Buchwald GmbH, ProCom GmbH und verschiedene Hersteller von Haushaltsgeräten.

Stadt Aachen
Presse- und Informationsbüro
Hans Poth
Markt 39
52058 Aachen
fon: 0241/432-1309
fax: 0241/28-121
mail: presse@mail.aachen.de

Thomas von Salzen | idw
Weitere Informationen:
http://www.rwth-aachen.de

Weitere Berichte zu: Energiewirtschaft RWTH

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Leuchtende Nanoarchitekturen aus Galliumarsenid
22.02.2018 | Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie GmbH

nachricht Neuer Sensor zur Messung der Luftströmung in Kühllagern von Obst und Gemüse
22.02.2018 | Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie e.V. (ATB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Im Focus: Developing reliable quantum computers

International research team makes important step on the path to solving certification problems

Quantum computers may one day solve algorithmic problems which even the biggest supercomputers today can’t manage. But how do you test a quantum computer to...

Im Focus: Innovation im Leichtbaubereich: Belastbares Sandwich aus Aramid und Carbon

Die Entwicklung von Leichtbaustrukturen ist eines der zentralen Zukunftsthemen unserer Gesellschaft. Besonders in der Luftfahrtindustrie und in anderen Transportbereichen sind Leichtbaustrukturen gefragt. Sie ermöglichen Energieeinsparungen und reduzieren den Ressourcenverbrauch bei Treibstoffen und Material. Zum Einsatz kommen dabei Verbundmaterialien in der so genannten Sandwich-Bauweise. Diese bestehen aus zwei dünnen, steifen und hochfesten Deckschichten mit einer dazwischen liegenden dicken, vergleichsweise leichten und weichen Mittelschicht, dem Sandwich-Kern.

Aramidpapier ist ein etabliertes Material für solche Sandwichkerne. Sein mechanisches Strukturversagen ist jedoch noch unzureichend erforscht: Bislang fehlten...

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

Tag der Seltenen Erkrankungen – Deutsche Leberstiftung informiert über seltene Lebererkrankungen

21.02.2018 | Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Von Hefe für Demenzerkrankungen lernen

22.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Sektorenkopplung: Die Energiesysteme wachsen zusammen

22.02.2018 | Seminare Workshops

Die Entschlüsselung der Struktur des Huntingtin Proteins

22.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics