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Downloaden oder Waschen - Stromverbrauch ist gleich

07.03.2008
Der Berliner Experte für klimafreundliche Informationstechnik, Siegfried Behrendt, spricht heute auf der Computermesse CeBIT in Hannover. Er hat mit dem Bundesumweltministerium und dem Umweltbundesamt eine neue Broschüre erarbeitet.
Am Berliner IZT - Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung wurde der Stromverbrauch im Intenet anhand des Berliner Tagesspiegels berechnet.

Auf Einladung des Branchenverbands BITKOM referieren am 7. März in Halle 8 Siegfried Behrendt (IZT - Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung, Berlin) und Dr. Ines Oehme (Umweltbundesamt, Dessau) gemeinsam auf der CeBIT. Ihr Thema lautet: "Green IT - Trends und Herausforderungen für Unternehmen und Umweltpolitik".

Beispiel Downloads
Siegfried Berendt illustriert die Energieintensität des Internets an folgendem Beispiel: "Wenn ich eine komplette Ausgabe des Tagesspiegels als sogenanntes 'E-Paper' downloade, verbraucht dies genauso viel Strom wie ein kompletter Waschgang einer Waschmaschine. Das haben wir am IZT berechnet."
Beispiel Rechenzentren
Behrendt, Experte für Nachhaltiges Wirtschaften am IZT - Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung, hält die Infrastruktur des Internets und des Handynetzes, die Rechenzentren und Mobilfunkstationen, für "aus ökologischer Sicht wenig effizient". Hier sei ein Bündel verschiedener Maßnahmen nötig. Allein durch eine intelligente Abwärmenutzung in den vollklimatisierten Rechenzentren könnte bereits die Energieeffizienz verdoppelt werden. Behrendt: "Betreiber von Rechenzentren müssen sich aus Gründen des Klimaschutzes von dieser Form der Energieverschwendung verabschieden."
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Notwendig sei auch der Einsatz energieeffizienter Server und Prozessoren sowie das Umsteigen auf Ökostrom. Siegfried Behrendt weiter: "Bei den Hauptstomverbrauchern, den Rechenzentren, ist bis 2010 alles möglich. Wenn sich in den Rechenzentren nichts ändert, wird der Stromverbrauch erneut um 50 Prozent steigen. Wenn aber in den Rechenzentren echte Anstrengungen unternommen werden, wäre ein Rückgang des Stromverbrauchs durch die Internetnutzung um die Hälfte möglich."

Beispiel Spam:
Behrendt hat noch einen ganz anderen Stromfresser im Internet ausgemacht, "den Datenmüll". Behrendt: "Die intelligente Reduktion des Spams könnte ebenfalls den Stromverbrauch des Netzes enorm senken."
Neue Broschüre
Bundesumweltministerium, Umweltbundesamt und IZT - Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung haben gemeinsam eine neue Broschüre zur klimafreundlichen Informationswirtschaft erarbeitet. Diese Broschüre trät den Titel: "Klimaschutz und Ressourceneffizienz - Herausforderungen und Marktchancen für die Informationswirtschaft und Telekommunikation." Sie steht in Kürze auf der Homepage des Umweltbundesamtes zum Download bereit - unter:

http://www.umweltbundesamt.de/produkte/index.htm

Weitere Informationen:
http://www.ict-sustainable.info, Studien zur nachhaltigen Informations- und Kommunikationstechnik
http://www.izt.de/izt-im-ueberblick/presse/veranstaltungen-vortraege/article/69/67/, Weitere Informationen zur CeBIT-Veranstaltung

http://www.izt.de, Homepage des Forschungsinstituts IZT - Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung

Barbara Debus | idw
Weitere Informationen:
http://www.izt.de/

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