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Dortmunder Forscher gewinnen bundesweite E-Energy-Ausschreibung

05.03.2008
Für ihre Forschung zur Steuerung und Optimierung der dezentralen Energienetze der Zukunft hat die ef.Ruhr GmbH eines von sechs Projekten der E-Energy Ausschreibung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie gewonnen.

Wissenschaftlich betreut wird das Projekt von den Dortmunder Professoren Christian Rehtanz, Christian Wietfeld, Rüdiger Kays, Stefan Kulig von der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik neben jeweils zwei weiteren Kollegen aus Bochum und Duisburg-Essen.

Die ef.Ruhr GmbH arbeitet im Konsortium zusammen mit der RWE Energy AG als Konsortialführer, der Siemens AG, der Miele & Cie. KG, der Stadtwerke Krefeld ENERGIE GmbH und der ProSyst Software GmbH.

Das Projekt trägt den Titel "E-DeMa - Entwicklung und Demonstration dezentral vernetzter Energiesysteme hin zum E-Energy Marktplatz der Zukunft". Das Projektvolumen beträgt rund 20 Millionen Euro für das Konsortium. Das Ziel des Projektes ist es, den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) zur Steuerung und Optimierung der dezentralen Energienetze der Zukunft zu erforschen. Das Projekt dokumentiert in eindrücklicher Weise die Zusammenarbeit zwischen Informations- und Kommunikationstechnik und der Energietechnik.

... mehr zu:
»IKT »RWE »TMR

Darüber hinaus wird die gelebte Zusammenarbeit innerhalb der ef.Ruhr dokumentiert. Die ef.Ruhr GmbH ist der deutschlandweit größte Zusammenschluss energietechnisch forschender Lehrstühle und Institute. Die Gesellschafter sind die drei Universitäten TU Dortmund, Ruhr Uni Bochum und die Univ. Duisburg Essen. Das beigefügte Bild zeigt Herrn Rehtanz (3. v.l.) und Herrn Wietfeld (ganz links) zusammen mit dem Vertreter des Bundeswirtschaftsministeriums und Vertretern der Projektpartner von RWE und Siemens bei der heutigen Preisverleihung auf der CeBIT.

Zum Projekt: Ziel des Projektes ist die Schaffung des E-Energy Marktplatzes 2020. Stromkunden (Privat u. Gewerbekunden) werden an einen offenen elektronischen Marktplatz mittels IKT Gateways mit Energiehändlern, Verteilnetzbetreibern u. weiteren Akteuren innerhalb einer Modellregion im Rhein-Ruhr Gebiet, die sich aus drei Teilmodellregionen (TMR) in zwei verschiedenen Verteilnetzen (Verteilnetz RWE Rhein-Ruhr mit der TMR 1: RWE Energy AG und der TMR 2: RWE Rhein-Ruhr AG; Verteilnetz Kommunaler Versorger mit der TMR 3: Stadtwerke Krefeld) zusammensetzt, verbunden, wodurch sich neue Geschäftsmodelle für eine aktivere Marktteilnahme der Akteure ergeben.

Dabei werden im Kern Aspekte der Netzbetriebsführung, Inhouse-Anwendungen, zeitnahe Verbrauchsdatenerfassung und -bereitstellung berücksichtigt. Hierzu gilt es, Energie und IKT zu Eenergy zu verknüpfen. Technische Herausforderungen sind insbesondere die Bereiche Smart Grid, IKT Gateway (inkl. Smart Metering) sowie die Schaffung einer IKT Infrastruktur. Im Anschluss werden diese Komponenten informations- und kommunikationstechnologisch unter besonderer Beachtung von Netzaspekten zu einem Marktplatz zusammengeführt.

Jener wird in einer Modellregion im Rhein-Ruhr Gebiet demonstriert und evaluiert. Daneben entsteht ein Modell des Marktplatzes, welches validiert und parametriert wird. Alleinstellungsmerkmal des Projektes ist die Schaffung eines schnittstellenkonvergenten und damit auch auf die anderen Modellregionen übertragbaren bzw. koppelbaren Marktplatzes unter besonderer Beachtung von Netzaspekten und PuG. Die gegebenenfalls im Projekt geschaffenen Standards sollen nach Projektende offengelegt werden. Die geschaffene IKT Infrastruktur wird für Dritte nutzbar sein; proprietäre Lösungen werden vermieden.

Kontakt:
Prof. Dr. Christian Rehtanz, Ruf: (0151) 12 60 91 84

Ole Lünnemann | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-dortmund.de/

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