Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Winziger Chip sorgt für intelligente Vernetzung

12.02.2008
"SerCHo" verbindet Heimnetzwerke über "digitalSTROM" und spart so Geld, Strom und Kabel

Ein winziger Chip soll in Zukunft dafür sorgen, dass sich unsere elektrischen Geräte - egal ob im Büro oder zu Hause - intelligent vernetzen, Informationen austauschen und untereinander abstimmen. Die Basis für diesen weiteren Baustein zum vernetzten Haus der Zukunft liefert "digitalSTROM" - ein neues Verfahren zur Übertragung von digitalen Informationen über existierende Stromleitungen. Integriert wird es in das Forschungsprojekt "SerCHo", dessen wissenschaftliche Leitung in den Händen von Prof. Dr.-Ing. Sahin Albayrak von der TU Berlin liegt.

Ziel der neuen Zusammenarbeit ist die Integration der "digitalSTROM"-Technologie in das intelligent vernetzte Haus der Zukunft. So soll es möglich sein, die von "SerCHo" entwickelten Dienste ohne den Aufbau eines zusätzlichen Netzes jedem Gerät über die Stromleitung zur Verfügung zu stellen.

Im Rahmen von "SerCHo" wird mit Hilfe von softwarebasierten "persönlichen Assistenten" ein neuartiger Ansatz zur Heimvernetzung entwickelt. Diese Assistenten, wie beispielsweise der Energiespar-, Kommunikations- oder auch Kochassistent, unterstützen den Bewohner je nach Präferenz in allen Wohnbereichen. Darüber hinaus sorgen sie für die individuelle Verknüpfung bislang isolierter Geräte aus den Bereichen Informationstechnik, Telekommunikation, Unterhaltungselektronik sowie Haus- und Hausgerätetechnik. Gefördert wird das Projekt innerhalb des "next generation media"-Programms des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie.

... mehr zu:
»DAI-Labor »Stromleitung

"digitalSTROM" bietet die Basis dafür, dass sich die "SerCHo"-Services ohne neue Verkabelung im gesamten Haus kostengünstig integrieren lassen. Dabei handelt es sich um einen intelligenten elektrischen Standard, der von einer Non-Profit-Organisation entwickelt wurde und seinen Ausgangspunkt an der ETH Zürich hat. Künftig soll in jedes elektrische Gerät ein integrierter Hochvoltchip von der Größe 6 x 4 mm eingebaut werden. Geräte mit dem winzigen dSID-Chip können dann über den Stromkreislauf miteinander kommunizieren und per plug&play mit den anderen elektrischen Geräten in einem System kooperieren. Durch die Nutzung der "SerCHo"-Services über "digitalSTROM" wird vor allem die bisherige Kommunikationslücke zwischen Geräten der Unterhaltungselektronik und Telekommunikation einerseits und Haus- und Hausgerätetechnik anderseits auf einfachste und preiswerte Weise geschlossen. Weitere Vorteile des dSID-Chips sind der geringe Stromverbrauch im Standby-Modus (0,3 Watt - ein Zehntel dessen, was der Adapter eines Mobiltelefons benötigt), die Messung des Stromverbrauchs und eine Vielzahl integrierter Komfortfunktionen, wie die individuelle Ansteuerung und Dimmung von Lampen.

Gemeinsam wollen das DAI-Labor von TU-Professor Sahin Albayrak und die Beteiligten von "digitalSTROM" in diesem Jahr die Grundlagen für eine neue Generation von Assistenzdiensten im intelligenten Haus der Zukunft schaffen. Ab 2009 sollen die ersten Geräte mit "digitalSTROM" ausgerüstet und verfügbar sein. Schon jetzt wird das Zusammenspiel im "SerCHo"-Showroom der TU Berlin am Ernst-Reuter-Platz in Berlin-Charlottenburg getestet. Dazu wurde in einem ersten Schritt der im SerCHo-Projekt entwickelte Smart Home Energy Assistant (SHEA) digitalSTROM-fähig: Der Assistent zeigt auf, wie der hausinterne Energieverbrauch gesenkt werden kann. Zu jedem Gerät protokolliert er die Verbrauchsdaten und überwacht automatisch den Energieverbrauch, in dem er die Bewohner bei der Steuerung der Geräte unterstützt und so unnötige Standby-Betriebe vermeidet. Auf Wunsch werden die Verbrauchsdaten als Grafik über beliebig skalierbare Zeitintervalle dargestellt. In übersichtlicher Form können so Lastverläufe nachvollzogen und analysiert werden. Der Energieverbrauch wird in Abhängigkeit des Stromtarifs auch direkt in Euro und Cent umgerechnet, um künftige Energiekosten abschätzen zu können.

Über "digitalSTROM":
digitalSTROM® ist der neue Standard für elektrische Intelligenz, bei dem Strom und Information über die existierende Stromleitung geleitet werden. digitalSTROM.org ist eine Non-Profit-Organisation, die im Juli 2007 an der ETH Zürich gegründet wurde, um digitalSTROM® zu einem weltweiten Standard zu entwickeln. Eine Allianz von Firmen, Organisationen und Forschungseinrichtungen arbeitet zusammen, um elektrische Geräte im Sinne von Energieeffizienz, Nutzerkomfort und Sicherheit über die vorhandenen Stromleitungen zu vernetzen. www.digitalstrom.org
Über "SerCHo":
"SerCHo" (Service Centric Home) verfolgt das Ziel, eine übergreifende Entwicklungs- und Anwendungsumgebung zu realisieren, mit der auf einfache Weise verschiedene netzbasierte Dienste in einem Heimnetzwerk integriert werden können. "SerCHo" ist Teil des Forschungsprogramms "next generation media" des Bundeswirtschaftsministeriums. Mit Blick auf das Internet der Dinge, das im Rahmen des IT-Gipfels zum Leuchtturmvorhaben erklärt wurde, werden hier in elf Projekten zukunftsweisende Perspektiven der internet-basierten Vernetzung unserer Lebens- und Arbeitswelt aufgezeigt. Die wissenschaftliche Leitung liegt bei TU-Prof. Dr.-Ing. Sahin Albayrak.

www.sercho.de, www.nextgenerationmedia.de

Für weitere Informationen stehen Ihnen zur Verfügung: Prof. Dr.-Ing. ha-bil. Sahin Albayrak, TU Berlin / DAI-Labor, E-Mail: sahin.albayrak@dai-labor.de, Tel.: 030/314-74001, und Sebastian Feuerstack, TU Berlin / DAI-Labor, E-Mail: Sebastian.Feuerstack@dai-abor.de, Tel.: 030/314-74060.

Weiterführende Links zum Thema:

Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderte Pro-jekt "SerCHo" (Service Centric Home):www.sercho.de

Das DAI-Labor entwickelt an der TU Berlin Technologien für eine neue Generation von elektronischen Diensten und verteilten Systemen.

www.dai-labor.de

Die digitalSTROM.org ist eine Non-Profit-Organisation, die 2007 an der ETH Zürich gegründet wurde, um digitalSTROM® zu einem weltweiten Standard zu entwickeln.

www.digitalstrom.org

Das Bundeswirtschaftsministerium hat das Programm "next generation media" ins Leben gerufen, um vernetzte Arbeits- und Lebenswelten und das intelligente Zusammenspiel von Mensch und Technik zu erforschen.

www.nextgenerationmedia.de

Weitere Informationen:
http://www.pressestelle.tu-berlin.de/medieninformationen
http://130.149.154.94/index.php?id=71
http://www.nextgenerationmedia.de
http://www.sercho.de
http://www.dai-labor.de

Dr. Kristina R. Zerges | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-berlin.de/

Weitere Berichte zu: DAI-Labor Stromleitung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Hochauflösende IR Kamera mit Mikroskopoptik
23.10.2017 | Optris GmbH

nachricht »ILIGHTS«-Studie gestartet: Licht soll Wohlbefinden von Schichtarbeitern verbessern
18.10.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Salmonellen als Medikament gegen Tumore

HZI-Forscher entwickeln Bakterienstamm, der in der Krebstherapie eingesetzt werden kann

Salmonellen sind gefährliche Krankheitserreger, die über verdorbene Lebensmittel in den Körper gelangen und schwere Infektionen verursachen können. Jedoch ist...

Im Focus: Salmonella as a tumour medication

HZI researchers developed a bacterial strain that can be used in cancer therapy

Salmonellae are dangerous pathogens that enter the body via contaminated food and can cause severe infections. But these bacteria are also known to target...

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Konferenz IT-Security Community Xchange (IT-SECX) am 10. November 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Luftfracht

23.10.2017 | Veranstaltungen

Ehrung des Autors Herbert W. Franke mit dem Kurd-Laßwitz-Sonderpreis 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Magma sucht sich nach Flankenkollaps neue Wege

23.10.2017 | Geowissenschaften

Neues Sensorsystem sorgt für sichere Ernte

23.10.2017 | Informationstechnologie

Salmonellen als Medikament gegen Tumore

23.10.2017 | Biowissenschaften Chemie