Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kommunale Versorgungsunternehmen errichten in der Nordsee den Offshore-Windpark "Borkum West II"

22.01.2008
Michael Müller: Unsere Energie- und Klimapolitik greift

Die Windenergie wird auf lange Sicht eine zentrale Rolle beim Ausbau der erneuerbaren Energien spielen. Das betonte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Michael Müller, bei der Präsentation des ersten großen gewerblichen Nordsee-Windparkprojekts. "Der Bau dieses Offshore-Windparks trägt nicht nur zum Schutz unseres Klimas bei, sondern gibt auch der Wirtschaft innovative Impulse. Zudem machen wir uns damit ein Stück unabhängiger von Energieimporten aus politisch instabilen Regionen."

Rund 45 Kilometer nördlich der Insel Borkum soll der Windpark "Borkum West II" errichtet werden, bestehend aus 80 Anlagen der 5-Megawatt-Klasse des Herstellers Multibrid. Der Standort des Windparks liegt in einem vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie festgelegten Eignungsgebiet für die Errichtung solcher Anlagen. Die Umsetzung des Projektes erfolgt unter der Leitung der Firmengruppe Prokon Nord sowie der Trianel-Gruppe, unter deren Federführung sich rund 40 Stadtwerke am Bau dieses Windparks beteiligen. Das Investitionsvolumen liegt bei ca. 1 Mrd. Euro. Die Windenergieanlagen werden ab 2010 in Betrieb gehen und ca. 1,2 Mrd. Kilowattstunden Strom pro Jahr liefern. Damit kann der jährliche Strombedarf von mehr als 300.000 Haushalten gedeckt werden. Per Unterseekabel soll der produzierte Strom über die Insel Norderney in das Hochspannungsnetz der E.ON Netz GmbH eingespeist werden.

Müller: "Mit diesem Projekt wird eindrucksvoll die Behauptung widerlegt, dass Offshore-Windenergieparks in Deutschland nur von den großen Energieversorgern gebaut werden könnten. Wir bekommen mit der Trianel-Gruppe einen von kommunalen Versorgungsunternehmen gebildeten konzernunabhängigen Stromproduzenten in der Nordsee. Ich erwarte, dass neben den großen Energiekonzernen weitere unabhängige Investoren auf die Offshore-Windenergie in Deutschland setzen werden. Das führt zu mehr Wettbewerb im deutschen Strommarkt, der sich für die Verbraucherinnen und Verbraucher auszahlt."

Die Entscheidung für den Bau dieses Nordsee-Windparks wertete Müller auch als ein Beleg dafür, dass die Bundesregierung mit der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) die geeigneten Rahmenbedingungen geschaffen hat: "Unsere Energie- und Klimapolitik, wie wir sie im Meseberg-Paket beschlossen haben, greift."

Um die klimapolitischen Ziele der Bundesregierung zu erreichen, ist neben der Steigerung der Energieeffizienz und der Energieeinsparung auch der verstärkte Ausbau der erneuerbaren Energien notwendig. Hierbei wird die Windenergie auf lange Sicht eine zentrale Rolle spielen. Windenergieanlagen an Land und auf See sollen allein bis zum Jahr 2030 ca. 25 % des gesamten Stromverbrauchs in Deutschland decken. Michael Müller: "Von den Investitionen in einer Größenordnung von mehr als 50 Mrd. Euro an Land und auf See profitieren insbesondere die strukturschwachen Küstenräume, in denen sich neue Unternehmen ansiedeln und Arbeitsplätze schaffen."

Michael Schroeren | BMU-Pressereferat
Weitere Informationen:
http://www.bmu.de/erneuerbare-energien
http://www.bmu.de/presse

Weitere Berichte zu: Offshore-Windpark Windenergie Windenergieanlage Windpark

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Neue Sensortechnik für E-Auto-Batterien
08.12.2016 | Ruhr-Universität Bochum

nachricht Siliziumsolarzelle des ISFH erzielt 25% Wirkungsgrad mit passivierenden POLO Kontakten
08.12.2016 | Institut für Solarenergieforschung GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie