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Forscher entwickeln mobiles Analyselabor für Essen

11.01.2008
Gerät gibt Benutzer Informationen zu Inhaltsstoffen und Verfallsprodukten

Techniker aus den Entwicklungslabors des Elektronikherstellers Philips arbeiten an einem günstigen und mobilen Analysegerät für Nahrungsmittel. Die Forscher haben dazu einen Chip entwickelt, der im Prinzip ein gesamtes Labor in sich vereint, berichtet der NewScientist. Das System, dessen Kernstück die Lab-on-a-Chip-Technologie ist, hat das Unternehmen zum Patent angemeldet. Geht es nach den Forschern, so soll es künftig mit dem entwickelten Analysegerät möglich sein, die in einem Restaurant bestellte Speisen vor Ort zu untersuchen. Ebenso können Inhaltsstoffe von Getränken bestimmt werden.

Derzeit seien diese Analysegeräte ein Privileg großer Hersteller, da deren Anschaffungskosten bei einigen hunderttausend Dollar liegen, heißt es in dem Patentantrag. Philips sei jedoch auf einem vielversprechenden Weg, die benötigten Komponenten zu verkleinern und zu einem günstigen Preis herzustellen. Die Geräte sollen vor allem bei kleineren Nahrungsmittelherstellern, aber auch von Endkonsumenten benutzt werden, denen derzeit zur Kontrolle der Qualität lediglich die Sicht- und Geruchsprüfung zur Verfügung steht.

Die am weitesten verbreitete Analysemethode bei Nahrungsmitteln ist die Spektroskopie. Dabei wird das zu untersuchende Objekt mit Licht bestrahlt. Anschließend werden die reflektierten Wellenlängen gemessen und mit Werten aus einer Datenbank verglichen. Diese Methode ist allerdings äußerst kostenaufwendig, da vor allem die dafür benötigte optische Hardware teuer ist. Die Philips-Techniker konnten die Komponenten nun soweit miniaturisieren, dass sie in einem einzelnen Chip untergebracht werden können.

Das Analysegerät soll dem Benutzer unter anderem Informationen zu Salz-, Fett- und Wassergehalt sowie zu weiteren Inhaltsstoffen liefern. Zweitens soll das Gerät helfen, Verfallsprodukte in Nahrungsmittel und Verunreinigungen aufzuspüren. Zur Analyse setzen die Forscher sowohl quantitative, chemische Tests als auch eine Wellenlängenanalyse über optische Signale ein.

Andreas List | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.philips.de

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