Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Exponat des ZAE Bayern - auf dem Gemeinschaftsstand von Bayern Innovativ (ENKON 2002)

21.05.2002


Prognostizierter Strombedarf (in MW) sowie kostenoptimierte Aufteilung in Eigenerzeugung und Fremdbezug über einen Zeitraum von 3 Tagen = 72 Stunden


Kurzbeschreibung des Institutes:


Das Bayerische Zentrum für Angewandte Energieforschung e.V. (ZAE Bayern) ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein, der 1991 mit Sitz in Würzburg gegründet wurde. Der Verein trägt ein Forschungsinstitut mit derzeit ca. 140 Mitarbeitern in vier Abteilungen:
  • Wärmedämmung und Wärmetransport in Würzburg,
  • Thermosensorik und Photovoltaik in Erlangen,
  • Energieumwandlung und -speicherung in Garching, sowie
  • alls in Garching.



Das ZAE Bayern widmet sich der angewandten Forschung in den Bereichen rationelle Energienutzung, regenerative Energiequellen und Entwicklung energiesparender Techniken. Die enge Zusammenarbeit mit den Universitäten in Würzburg, München und Erlangen garantiert eine zügige Umsetzung der Grundlagenforschung in die angewandte Energietechnik und ermöglicht dem wissenschaftlichen Nachwuchs eine praxisnahe Ausbildung. Für die Industriepartner stellt das ZAE Bayern Know-how und Forschungsleistung zur Verfügung, um innovative, wirtschaftliche und ökologisch sinnvolle Techniken und Produkte zu entwickeln. Das ZAE Bayern hatte 2001 einen Haushalt von ca. 8 Mio. Euro. Darin enthalten sind 1,53 Mio. Euro Grundförderung durch das Bayerische Wirtschaftsministerium.



Exponat:

Am ZAE Bayern wurde ein Energiemanagementsystem (EMS) entwickelt, mit dessen Hilfe online der Betrieb dezentraler Eigenerzeugungsanlagen sowie der Fremdbezug zur Versorgung mit Strom, Wärme und Klimakälte optimiert werden kann. Aus den Optimierungsrechnungen (s. Abbildung) wird ausgegeben, welcher Energiebedarf stündlich in den kommenden Tagen zu erwarten ist (Energiebedarfsprognose) und wie dieser Bedarf am kostengünstigsten abgedeckt werden kann. Dabei wird eine Aufteilung zwischen Fremdbezug und Eigenerzeugung sowie die Fahrweise der verschiedenen Eigenerzeugungsanlagen empfohlen. Dieses System wurde im Auftrag der Flughafen München GmbH erstellt und ist dort seit etwa 2 Jahren erfolgreich in Betrieb. Über eine einfach zu bedienende und flexible Benutzeroberfläche kann das System für beliebige andere Energiesysteme frei konfiguriert werden.

Bei jeder Optimierungsrechnung werden alle Parameter und Kopplungsbedingungen aller relevanten Energieerzeugungsanlagen und Bezugsverträge berücksichtigt. Hierzu gehören z.B. installierte BHKW-Module, Heizkessel, Kompressions- und Absorptionskälteanlagen und Heißwasserspeicher sowie die Lieferverträge für Strom, Fernwärme und Gas mit den entsprechenden Bestimmungen der Steuergesetzgebung. Die Optimierung beinhaltet auch die Berücksichtigung beliebiger Vorlauftemperaturregelungen im Kalt- und Heißwassernetz sowie den Betrieb von Teilnetzen mit gesondert festgelegten Netzparametern. Für sämtliche Parameter können zeitliche Variationen eingegeben werden.

Ausgehend von Lastprognosen werden Optimierungsrechnungen für unterschiedliche zeitliche Planungshorizonte durchgeführt. Die Ergebnisse der Langfristoptimierung für das gesamte Betriebsjahr gehen als Vorgaben in die kurzfristige Optimierung und den Vorschlag für die optimale momentane Fahrweise ein.

Das Energiemanagementsystem beinhaltet eine graphische Oberfläche zur Definition und Darstellung der Konfiguration des gesamten Versorgungssystems. Dies erlaubt eine einfache Erstellung bzw. Modifikation des Systems, beispielsweise im Rahmen einer Ausbauplanung, durch Einfügen beliebiger Komponenten bzw. Änderung der Verschaltung. Weiterhin können beliebige Regelungen (wie z.B. Außentemperatur geführte Vorlauftemperaturen) ins System integriert werden.

Marcus Weth | idw
Weitere Informationen:
http://www.zae-bayern.de/zentral/deutsch/news/d_events.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Wärme in Strom: Thermoelektrische Generatoren aus Nanoschichten
16.03.2017 | Universität Duisburg-Essen

nachricht Flüssiger Treibstoff für künftige Computer
15.03.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise