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Beleuchtung: LED-Lampe setzt auf Flüssigkühlung

16.07.2009
360-Grad-Ausleuchtung verspricht attraktive Anwendungen

Der LED-Beleuchtungshersteller Eternaleds hat mit der HydraLux-4 die laut Hersteller erste birnenförmige LED-Lampe mit Flüssigkühlung vorgestellt. Sie ist mit einer öligen Flüssigkeit gefüllt, um Wärme abzuführen, und kommt ohne Ventilatoren oder Kühlkörper aus.

"Das ist die erste LED-Birne, die Licht wirklich im 360-Grad-Winkel abstrahlt", sagt Eternaleds-Gründer Jeff Chan. Dadurch sollen auf klassische Glühbirnen ausgelegte elegante Beleuchtungslösungen auch wirklich voll zur Geltung kommen.

"Das ist ein interessanter Ansatz für dieses Retrofit-Segment", meint Andreas Groh, Mitarbeiter im Fachgebiet Lichttechnik an der TU Darmstadt, im Gespräch mit pressetext. Langfristig sieht er Flüssigkühlung aber eher bei industriellen LED-Beleuchtungslösungen als relevant an.

Bei den meisten kugelförmigen LED-Lampen könne Licht aufgrund von Kühlsystemen mit Ventilatoren oder Kühlkörpern nur über eine Hälfte abgegeben werden, so Chan. Dadurch können sie Eternaleds zufolge dem Look von High-End-Beleuchtungseinbauten, die für klassische Glühlampen gedacht sind, ebenso wenig gerecht werden wie Energiesparlampen.

Genau dafür soll die HydraLux-4 Abhilfe schaffen und setzt dazu auf Kühlung durch eine Flüssigkeitsfüllung. Dabei handelt es sich um eine Substanz, die dem Hersteller zufolge eine ähnliche Zusammensetzung hat wie Babyöl und somit ungefährlich sei. Die LED-Birne versprich mit vier Watt Leistungsaufnahme eine Beleuchtung wie eine 25-Watt-Glühlampe, bei einer Lebensdauer von 35.000 Stunden. Obwohl der Eternaleds-Ansatz praktikabel aussieht, sieht Groh darin kein langfristiges Phänomen.

"Solche Retrofits werden wohl nur fünf bis zehn Jahre auf dem Markt sein", meint der Wissenschaftler. Dann würden High-End-Beleuchtungslösungen im Privatbereich wohl schon auf LED-Lichtquellen ausgelegt sein. Da eine Flüssigkühlung eher aufwendig sei, dürften dabei die Anforderungen von Lampen mit klassischen Kühlkörpern berücksichtig werden.

Langfristig relevant werde Flüssigkühlung bei LED-Beleuchtung vor allem im industriellen Bereich sein, in Anwendungen, "wo extrem große Wärmemengen von einer kleinen Fläche abgeführt werden müssen", so Groh. In diesem Bereich seien komplette Wasserkühlkreisläufe, ähnlich jenen, die in manchen modernen Hochleistungscomputersystemen zum Einsatz kommen, zielführend. "Solche Lösungen werden bereits industriell eingesetzt", sagt der Wissenschaftler. Es handle sich dabei bislang stets um anwendungsspezifische Spezialanfertigungen.

Thomas Pichler | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.eternaleds.com
http://www.lichttechnik.tu-darmstadt.de

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