Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bakterien bei Laune halten: RUB-Thermodynamiker weihen Biogaslabor ein

15.10.2008
Messdaten für die Anlagenoptimierung

Viel Gas bei wenig Nährstoffzufuhr und dabei einen möglichst hohen Methangehalt sollen Biogasanlagen produzieren. Um sie zu optimieren, nutzen Ingenieure Modelle auf der Basis von experimentellen Daten.

Diese können sie in der RUB demnächst selber gewinnen: Ein neues Biogaslabor, das mehrere verschieden große Anlagen enthält, wird am Lehrstuhl Thermodynamik feierlich eingeweiht am Montag, 20. Oktober, 10 Uhr in der Versuchshalle IBN 0204/Tor 8. Zu Gast ist unter anderen der Staatssekretär im NRW-Innovationsministerium (MIWFT) Michael Stückradt.

Die Medien sind zur Einweihung und Besichtigung herzlich eingeladen.

28 Anlagen im zweigeschossigen Container

Lange standen Biogasanlagen nur auf Bauernhöfen, wo Gülle "zweitverwertet" wurde. Inzwischen werden sie auch für die Industrie interessant, und es kommt darauf an, sie möglichst effizient zu gestalten. Umgesetzt werden von Bakterien zum Beispiel Gülle, aber auch Maissilage oder andere nachwachsende Rohstoffe. Bei der Optimierung sollen Simulationsmodelle helfen, um langwierige und aufwändige Versuche zu vermeiden. Die Modelle allerdings basieren auf Messdaten, und diese sind noch lückenhaft. Verlässliche Daten und die Probe aufs Exempel - ob sich Ergebnisse in großen Anlagen mit Experimenten in kleinen decken - verspricht das neue Biogaslabor. In einem zweigeschossigen Laborcontainer stehen den Forschern eine 400-Liter-, drei 20-Liter- und 24 0,5-Liter-Anlagen zur Verfügung.

Nützlich für Viele

Das neue Biogaslabor soll Beiträge zu Forschungsprojekten liefern, an denen verschiedene Lehrstühle der Ruhr-Universität, große Unternehmen der Energiebranche, mittelständische Unternehmen und ein Fraunhofer-Institut beteiligt sind. Aufgebaut wurde das Labor mit Mitteln der Initiative "Kompetenzzentrum Thermodynamik der Gase", die von der E.ON Ruhrgas und dem Land NRW finanziert wird.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Roland Span, Lehrstuhl für Thermodynamik der Ruhr-Universität Bochum, Tel.: 0234/32-23033, Fax: 0234/32-14163, E-Mail: Roland.Span@thermo.rub.de

Dr. Josef König | idw
Weitere Informationen:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/

Weitere Berichte zu: Anlagenoptimierung Bakterien Biogasanlage Biogaslabor Gülle Thermodynamik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht E-Mobilität: Neues Hybridspeicherkonzept soll Reichweite und Leistung erhöhen
12.12.2017 | Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES

nachricht Meilenstein in der Kreissägetechnologie
11.12.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Materialinnovationen 2018 – Werkstoff- und Materialforschungskonferenz des BMBF

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rest-Spannung trotz Megabeben

13.12.2017 | Geowissenschaften

Computermodell weist den Weg zu effektiven Kombinationstherapien bei Darmkrebs

13.12.2017 | Medizin Gesundheit

Winzige Weltenbummler: In Arktis und Antarktis leben die gleichen Bakterien

13.12.2017 | Geowissenschaften