Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Auftakt des Flottenversuchs im Projekt Schnellladung von Elektro-Fahrzeugen

03.05.2013
Alle Vorkehrungen sind getroffen, nun können die Flottenversuche mit drei E-Wolf-Elektrofahrzeugen (umgebaute Fiat Panda) und fünf Elektrorollern auf dem Goslarer „EnergieCampus“ der TU Clausthal beginnen. Bei diesem Projekt, das im Januar 2012 startete, handelt es sich um einen Vorläufer zum Schaufenster Elektromobilität.

Zu einem ersten „Roll out“ der Elektro-Fahrzeuge im Projekt Schnellladung von Elektro-Fahrzeugen trafen sich am 2. Mai Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft auf dem Goslarer „EnergieCampus“ der TU Clausthal. In diesem Verbundprojekt kooperiert das Energie-Forschungszentrum Niedersachsen (EFZN) mit der Außenstelle des Fraunhofer Heinrich-Hertz-Instituts (HHI) in Goslar.

Weitere Projektpartner sind die Power Innovation Stromversorgungstechnik GmbH in Achim, die e-Wolf GmbH in Frechen, die Wolfsburg AG, Jochen Schreiber, der Eigentümer der beteiligten Aral-Tankstelle in Schöppenstedt und die WVI Prof. Dr. Wermuth Verkehrsforschung und Infrastrukturplanung GmbH in Braunschweig.

Das Projekt umfasst ein Gesamtvolumen von etwa 1,2 Millionen Euro. Das Land setzt dafür EU-Fördergelder (EFRE) in Höhe von 511.000 Euro ein. Öffentliche und private Kooperationspartner beteiligen sich mit rund 380.000 Euro. Den Restbetrag in Höhe von rund 300.000 Euro steuert die TU Clausthal bei.
In den kommenden Monaten fahren Wissenschaftler des EFZN und des HHI die Fahrzeuge in einem Areal mit vier E-Ladesäulen – aufgestellt jeweils in Goslar, Clausthal-Zellerfeld, Wolfsburg und Schöppenstedt –, um entsprechende Schnellladeverfahren zu testen und Forschungsdaten zum Batterieverhalten zu sammeln. Ziel des Projektes ist, die Schnellladung der Fahrzeugbatterie in weniger als 30 Minuten zu realisieren, um E-Fahrzeuge durch einen zügigen Tankvorgang alltagstauglicher zu machen und die Akzeptanz zu erhöhen.

„Bisher könnten die Batterien von Elektrofahrzeugen der starken Beanspruchung bei gängigen Schnellladeverfahren noch nicht standhalten“, erläutert Diplomphysiker Raoul Heyne, einer der vier wissenschaftlichen Betreuer des Projekts. Deshalb werden an den Elektrofahrzeugen auch unterschiedliche Schnellladeverfahren getestet. „Mithilfe der faseroptischen Sensortechnik wird das Temperaturfeld der Batterie während der Versuche gemessen und die Ladeleistung so eingestellt, dass keine schädlichen Temperaturen auftreten, die die Lebensdauer der Batterie überproportional verkürzen“, ergänzt Professor Wolfgang Schade. Der Leiter der Fraunhofer Abteilung auf dem „EnergieCampus“ übernimmt gemeinsam mit EFZN-Chef Professor Hans-Peter Beck die Leitung des Projekts.

„Ich bin überzeugt davon, dass wir mit diesem neuen Ansatz die Akzeptanz der E-Fahrzeuge erhöhen und die bisher emissionsfreie Ladung mit Ökostrom an einer ,Tankstellenbatterie‘ ermöglichen“, so Professor Beck. Alle Ergebnisse werden veröffentlicht und können unter anderem im Schaufenster Elektromobilität genutzt werden.

Christian Ernst | idw
Weitere Informationen:
http://www.efzn.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik
17.02.2018 | Max-Planck-Institut für Polymerforschung

nachricht Verborgene Talente: Mit Bleistift und Papier Wärme in Strom umwandeln
16.02.2018 | Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Im Focus: In best circles: First integrated circuit from self-assembled polymer

For the first time, a team of researchers at the Max-Planck Institute (MPI) for Polymer Research in Mainz, Germany, has succeeded in making an integrated circuit (IC) from just a monolayer of a semiconducting polymer via a bottom-up, self-assembly approach.

In the self-assembly process, the semiconducting polymer arranges itself into an ordered monolayer in a transistor. The transistors are binary switches used...

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Im Focus: Quantenbits per Licht übertragen

Physiker aus Princeton, Konstanz und Maryland koppeln Quantenbits und Licht

Der Quantencomputer rückt näher: Neue Forschungsergebnisse zeigen das Potenzial von Licht als Medium, um Informationen zwischen sogenannten Quantenbits...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

Aachener Optiktage: Expertenwissen in zwei Konferenzen für die Glas- und Kunststoffoptikfertigung

19.02.2018 | Veranstaltungen

Konferenz "Die Mobilität von morgen gestalten"

19.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Highlight der Halbleiter-Forschung

20.02.2018 | Physik Astronomie

Wie verbessert man die Nahtqualität lasergeschweißter Textilien?

20.02.2018 | Materialwissenschaften

Der Bluthochdruckschalter in der Nebenniere

20.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics