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„ANALOG 2011“ präsentierte aktuelle Forschungsergebnisse zu eingebetteten Sensorsystemen

22.11.2011
Eingebettete Sensorsysteme sind inzwischen überall vorhanden, sei es zur Strukturüberwachung in Bauwerken oder Anlagen, zur Fahrerassistenz in Fahrzeugen, zur Energieeinsparung in Haushaltsgeräten oder zur Kontexterfassung in mobilen Assistenten.

Um dabei Kosten, Energieverbrauch und Baugröße zu reduzieren, geht der Trend bei eingebetteten Sensorsystemen hin zu immer höherer Integrationsdichte. Messwertaufnehmer, Signalkonditionierung, Analog-Digitalumsetzung, komplexe digitale Signalanalyse und -verarbeitung sowie Kommunikationsanbindung werden als SIP oder SOC ausgeführt.

Aktuelles Beispiel dafür sind die Kompassmodule in Smartphones, wo mehrdimensionale Magnetfeldsensoren, Beschleunigungssensoren und komplexe Signalverarbeitung als kleinste, kostengünstige Module aufgebaut werden. Ein weiterer aktueller Trend bei eingebetteten Sensorsystemen ist der Übergang von Open Loop-Systemen zu komplexen Regelsystemen.

Die Herausforderungen an die Entwicklungsmethoden und -werkzeuge in Bezug auf Systemkomplexität, Sicherheit und Zuverlässigkeit, Interoperabilität und Leistungsverbrauch waren Themen auf der 12. ANALOG 2011 vom 7. bis 9. November 2011 im Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS in Erlangen.

Mehr als 120 Teilnehmer hatten sich registriert. Die Tagungsleitung hatten Josef Sauerer und Johann Hauer vom Fraunhofer IIS und Prof. Dr. Robert Weigel und Dr. Thomas Ußmüller vom Lehrstuhl für Technische Elektronik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

Ein Highlight der Tagung war die von Prof. Dr. Doris Schmitt-Landsiedel, Technische Universität München, moderierte Podiumsdiskussion zum Thema „Nanoelektronik als künftige Schlüsseltechnologie für Deutschland“. Die fundierte und lebhafte Diskussion führten Prof. Dr. Lothar Frey, Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelemente IISB, Erlangen, Prof. Dr. Heinz Gerhäuser, Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS, Erlangen, Prof. Dr. Josef Hausner, Intel Mobile Communications, München, und Prof. Dr. Bernd Tillack, IHP, Frankfurt/Oder. Einhellig betonten die Podiumsteilnehmer, dass die Nanoelektronik die Basis sei für aktuelle und zukünftige Produkte in allen Bereichen, in denen die deutsche und europäische Wirtschaft ihre Stärken hat.

Der Best Paper Award ging an den Gemeinschaftsbeitrag der Fachhochschule München und der Universität Erlangen-Nürnberg an Sebastian Zeller, Christian Münker und Robert Weigel für die Arbeit »Ein zeitkontinuierlicher Sigma-Delta-Wandler neunter Ordnung mit neuartigen kreuzgekoppelten Resonatoren«.

Auf einer Fachausstellung während der ANALOG präsentierten sich Firmen und Organisationen, dabei waren regionale Netzwerke wie Medical Valley EMN, ESI-Interdisziplinäres Zentrum für eingebettete Systeme und der Energiecampus Nürnberg.

Im Rahmen des Get Together stellten sich das Fraunhofer IIS und die Mikroelektronik der Universität Erlangen-Nürnberg vor. Im Fraunhofer IIS besichtigten die Teilnehmer das digitale Kino und Labors wie das Opto- und das MST-Lab. Sie zeigten sich überrascht und beeindruckt von der Vielseitigkeit der Forschungsgebiete.

Zum Tagungsdinner trafen sich die Teilnehmer im Festsaal des Verkehrsmuseums Nürnberg. Dem vorausgegangen war eine Führung durch das Museum.

Im Rahmen der Tagung wurden insgesamt 26 Vorträge und drei Tutorials gehalten sowie elf Poster und fünf Designer Sheets präsentiert. Das vollständige Programm findet sich unter www.analog11.de.

Die Analog ist eine jährlich stattfindende Fachtagung über die Entwicklung von Analogschaltungen mit CAE-Methoden. Sie wird von der VDE/VDI-Gesellschaft Mikroelektronik, Mikrosystem- und Feinwerktechnik (VDE|GMM) und der Informationstechnischen Gesellschaft im VDE (VDE|ITG) gemeinsam veranstaltet.

Melanie Mora | VDE
Weitere Informationen:
http://www.vde.com/

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