Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Abberior Instruments lizenziert STED-Technologie der nächsten Generation

01.07.2016

Protected STED-Technologie bringt Mikroskopie lebender Zellen voran

Die STED-Mikroskopie ist eine mit dem Nobelpreis ausgezeichnete Technologie, mit der sich hoch aufgelöste Fluoreszenzbilder weit unterhalb der Beugungsgrenze erzeugen lassen. Forscher des Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie in Göttingen haben Anfang des Jahres ihr innovatives „Protected STED“-Konzept vorgestellt, das nicht nur den Bildkontrast verbessert, sondern auch das Ausbleichen der Bilder in der STED-Mikroskopie um bis zu einer Größenordnung reduziert.


Protected STED-Technologie (rechts) verringert das Ausbleichen von Farbstoffen im Vergleich zu herkömmlicher Fluoreszenzmikroskopie (links).

© Nat. Photon., 2016


Protected STED-Mikroskopie ermöglicht Bilder mit bisher unerreichtem Kontrast.

© MPI f. biophysikalische Chemie

Diese Erfindung, so die Erwartungen, wird insbesondere Anwendungen im Life Cell Imaging und in der Medizintechnik Auftrieb verleihen. Max-Planck-Innovation und Abberior Instruments haben ihre Verhandlungen über eine Exklusivlizenz für die gewerblichen Schutzrechte an der Protected STED-Technologie erfolgreich abgeschlossen.

„Abberior Instruments freut sich darüber, die Protected STED-Technologie in ihre STED-Mikroskope der nächsten Generation integrieren zu können”, sagte Gerald Donnert, Geschäftsführer von Abberior Instruments. „Das passt hervorragend zu unserer Strategie, unseren Kunden die fortschrittlichsten STED-Mikroskope für Life Cell Imaging anzubieten.” Protected STED ist eine in der STED-Mikroskopie unlängst eingeführte Innovation, die sich photoaktivierbare Fluoreszenzmarker zunutze macht.

Während der Bilderfassung werden die zunächst nichtfluoreszenten Marker in jeder Scan-Position photoaktiviert und dann mit STED abgebildet. Da die Markierungen außerhalb des aktuellen Scan-Punktes nichtfluoreszent bleiben und deshalb nicht zum Fluoreszenzuntergrund beitragen können, verbessert sich der Bildkontrast enorm. Darüber hinaus unterliegen die Marker keiner Photobleichung, da sie im nichtfluoreszenten Zustand weder Erregung noch STED-Licht absorbieren.

Die Photobleichung konnte nachweislich um bis zu einer Größenordnung verringert werden, während sich der Bildkontrast gleichzeitig drastisch verbessert.

„Diese Innovation hebt die Qualität der STED-Mikroskopie auf eine neue Stufe. Die verbesserten Werte in den Bereichen Auflösung und Bildkontrast verbessern die Forschungsmöglichkeiten der Wissenschaftler und tragen zu neuen Entwicklungen in der medizinischen Forschung bei.

Mit Abberior Instruments haben wir einen erfahrenen Partner in der Industrie gefunden, um dieser Innovation zum Erfolg im Markt zu verhelfen”, erläutert Bernd Ctortecka, Patent- und Lizenzmanager bei Max-Planck-Innovation.

Kontakt

Dr. Bernd Ctortecka

Patent- und Lizenzmanager

http://www.max-planck-innovation.de/de/

Telefon: +49 89 290919-0

E-Mail: ctortecka@max-planck-innovation.de

Dr. Gerald Donnert

Abberior Instruments GmbH

Originalveröffentlichung

J. G. Danzl, S. C. Sidenstein, C. Gregor, N. T. Urban, P. Ilgen, S. Jakobs, S. W. Hell Coordinate-targeted fluorescence nanoscopy with multiple off states. Nat. Photon. 10, 122 (2016)

Dr. Bernd Ctortecka | Max-Planck-Gesellschaft
Weitere Informationen:
https://www.mpg.de/10628274/protected-sted-abberior

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Wärme in Strom: Thermoelektrische Generatoren aus Nanoschichten
16.03.2017 | Universität Duisburg-Essen

nachricht Flüssiger Treibstoff für künftige Computer
15.03.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Besser lernen dank Zink?

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen

23.03.2017 | Architektur Bauwesen