Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

3D-Food Printing an der Hochschule Rhein-Waal

29.09.2016

Wir bringen Lebensmittel in Form... und machen regionale Lebensmittel druckbar

Die Zukunftstechnologie des dreidimensionalen Druckens ist besonders wichtig für die regionale Innovationsfähigkeit. Ein Trend in der additiven Fertigung ist der 3D-Druck mit Lebensmitteln, das sogenannte „3D-Food Printing“.


Eine Vielzahl von verschiedenen Formen aus Lebensmitteln können mit den 3D-Druckern der Hochschule Rhein-Waal erstellt werden.

Foto: Hochschule Rhein-Waal


Der Wissenschaftliche Mitarbeiter Daniele Ingrassia aus dem FabLab der Hochschule Rhein-Waal beobachtet den 3D-Druck von Schachfiguren.

Foto: Hochschule Rhein-Waal

Eine Ergänzung in der technisch hochwertigen Ausstattung der Hochschule Rhein-Waal hat jetzt die „Stiftung Standort- und Zukunftssicherung Kreis Wesel“ ermöglicht. Sie unterstützt das zdi-Zentrum (Zukunft durch Innovation) Kamp-Lintfort der Hochschule Rhein-Waal durch die Anschaffung von 3D-Druckern für Keramik und Schokolade durch eine Projektförderung von 24.000 Euro, die jetzt offiziell übergeben wurden.

3D-Druck fasziniert. Die Idee einer neuen digitalen Revolution, Daten in etwas „Reales“ gebrauchsfertig umzuwandeln, macht neugierig. Manches hört sich an wie Science Fiction und doch ist vieles schon Wirklichkeit oder nahe daran. Ärzte erforschen etwa, menschliche Haut mit dem 3D-Drucker herzustellen. Das erste Auto aus dem 3D-Drucker dagegen fährt schon.

3D-Drucker wurden bereits in den 80er Jahren entwickelt und immer weiter ausgearbeitet. Für einen Druck wird digital ein Modell erstellt - zum Beispiel von Tassen oder auch von Zahnimplantaten. Der Drucker setzt das Modell dann in Kunststoff, Keramik oder Metall um. Erwartet werden in den nächsten Jahren eine Fülle neuer Anwendungen, Prozesse und Materialien sowie eine beschleunigte Verbreitung der Technologie.

Deshalb ist die Zukunftstechnologie „3D-Druck“ auch besonders wichtig für die regionale Innovationsfähigkeit. „Mit Schlüsselkompetenzen in der 3D-Technologie können Schülerinnen und Schüler, Studierende und Fachkräfte Veränderungen im Berufsleben innovativ, fach- und gesellschaftsgerecht begegnen“, betont Landrat Dr. Ansgar Müller, Vorsitzender des Stiftungsrates der Stiftung Standort- und Zukunftssicherung Kreis Wesel. „Die Hochschule Rhein-Waal hat hier durch die Einrichtung eines FabLabs am Standort Kamp-Lintfort eine Vorreiterposition in der Region. Wir wollen die Entwicklung durch die Anschaffung von Geräten und gemeinsame Informationsveranstaltungen nachhaltig unterstützen.“

Das „FabLab“ ist ein Konzept des Massachusetts Institute of Technology (MIT), das weltweit vernetzt ist. Der Begriff bezeichnet eine offene High-Tech-Werkstatt, in der mit computergesteuerten Maschinen verschiedenste Produkte selbst hergestellt werden können.

Unter anderem führt das zdi-Zentrum Kamp-Lintfort der Hochschule Rhein-Waal Workshops mit Schulen durch, in denen die Schülerinnen und Schüler selbständig einen 3D-Drucker bauen und zum weiteren Einsatz kostenlos an ihre Schulen mitnehmen. „Schokolade oder auch Keramik zu drucken, ist ein einfacher Weg, um die relativ neue Technologie massentauglich zu machen“, sagt der zdi-Koordinator der Hochschule Rhein-Waal Dr. Martin Kreymann.

„Wir wollen mit unserer Initiative einen Beitrag zum Ausbau des Fachkräftepotenzials leisten. Mit der Stiftung hat das zdi-Zentrum der Hochschule Rhein-Waal einen Partner, der uns von Anfang an finanziell unterstützt hat und immer wieder den Austausch mit der regionalen Wirtschaft und Politik befördert. Das ist sehr wichtig für uns.“

Genau das sei der Grundgedanke der „Stiftung Standort- und Zukunftssicherung“, sagt Michael Düchting, Geschäftsführer der Stiftung und Leiter der EntwicklungsAgentur Wirtschaft Kreis Wesel: „Es existieren zahlreiche Zukunftsideen, die den Kreis Wesel als Standort sichern und weiter positionieren. Diese Ideen will der Kreis Wesel - in Kooperation mit der heimischen Wirtschaft - ausdrücklich unterstützen. Im Sinne einer öffentlich-privaten Zusammenarbeit wird so stifterisches Engagement am Standort gebündelt.“ Bereits von 2010 bis 2013 hat die Stiftung deshalb das zdi-Zentrum im Kamp-Lintfort mit 30.500 Euro unterstützt und damit auch die Zusammenarbeit zwischen der Hochschule Rhein-Waal und den Schulen im Kreis Wesel.

Weitere Informationen:

http://www.hochschule-rhein-waal.de

Christin Hasken | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Geräteschutzschalter erfüllt NEC Class 2
19.05.2017 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

nachricht Elektronikgehäuse für Anzeigeeinheiten
19.05.2017 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften