Anzeige
Konsumenten und Produzenten von Video- und Audiomaterial werden immer anspruchsvoller. Klassisches Fernsehen tritt mehr und mehr gegenüber interaktiven Angeboten zurück. Um den Nutzern speziell auf ihre Interessen zugeschnittenes Material anbieten zu können, sind Empfehlungssysteme nötig, wie man sie bereits im Web beim Online-Shopping kennt.
Medieninformatiker der Technischen Universität Chemnitz entwickeln für den Multimedia-Bereich seit mehreren Jahren innovative und praxistaugliche Techniken und Methoden. Basis dafür sind möglichst genaue Metadaten. Diese textlichen Beschreibungen der Video- und Audiodaten reichen von allgemeinen Farbwerten bis hin zu semantisch reichhaltigen Beschreibungen, die durch die Erkennung unter anderem von Personen, Objekten, Szenen, Schriften und Sprache generiert werden.
Das von den Medieninformatikern konzipiertes Framework AMOPA (Automated Moving Picture Annotator) ist in der Lage, aus beliebigen audiovisuellen Medien - also Video mit und ohne Tonspur, Audio oder Standbild - Metadaten zu extrahieren. "In den Videobildern werden Objekte und Personen identifiziert sowie Texte erkannt. Und aus den Tonspuren werden sowohl Sprache als auch Informationen zum Sprecher extrahiert", sagt Prof. Dr. Maximilian Eibl, Inhaber der Professur Medieninformatik.
"Dabei können verschiedene digitale und analoge Kassettentypen eingelesen und in die jeweils benötigten Ausgabeformate transcodiert werden. Eine spätere Suche in mit Metadaten beschriebenen audiovisuellen Medienarchiven – egal ob im TV-Studio oder im privaten Bereich - ist somit leicht möglich", ergänzt Katharina Einert, Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Professur. Zudem entwickelten die Forscher eine Lösung, welche die typischen Schritte einer Live-Produktion, z.B. bei der Übertragung von Veranstaltungen, unterstützt und sich für multiple Ausgabekanäle - also Web, Mobile Video oder Fernsehen – eignet.
Ihre neuesten Forschungsergebnisse stellen die Medieninformatiker der TU Chemnitz vom 6. bis 10. März 2012 auf der CeBIT (Halle 9, Gemeinschaftstand "Forschung für die Zukunft", Stand A10) vor.
Zugleich wollen sie in Hannover mit Partnern für ihr aktuelles, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes Projekt ValidAX (www.validax.de), wo praktikable Lösungen rund um das interaktive Fernsehen gesucht werden, ins Gespräch kommen. "Uns geht es darum, unterschiedliche Einsatzszenarien wie Medienarchivierung, Media Asset Management und Interactive Rich Media zu untersuchen, welche die aktuellen Trends der Medienbranche berücksichtigen. Ziel ist die Entwicklung von Verfahren für den praktischen Einsatz in existierenden Workflows der Mediendienstleister", sagt Eibl.
Weitere Informationen erteilt Katharina Einert,
Telefon 0371 531-38222,
E-Mail katharina.einert@informatik.tu-chemnitz.de
Mario Steinebach | Quelle: Technische Universität Chemnitz
Weitere Informationen: www.tu-chemnitz.de
Weitere Berichte zu: Beschreibungen > Maßschneiderei > Metadaten > Tonspur > Video > Videoarchive
Rittal und Siemens stellen integrierte Energieverteilungslösung vor
20.03.2012 | Rittal GmbH & Co. KG
CeBIT - Die wichtigsten Trends
12.03.2012 | Deutsche Messe AG Hannover
Licht lässt die Partikel in der Atmosphäre wachsen. In einem Experiment hat ein internationales Forscherteam erstmals einen neuen Mechanismus nachweisen können, bei dem Partikel durch Licht größer werden und der damit Einfluss auf die Wolkenbildung und das Klima hat.
Photokatalytische Reaktionen können zu einer schnellen Bindung von nicht kondensierenden flüchtigen organischen Kohlenwasserstoffen (VOCs) auf der Oberfläche der Partikel führen. Unter solchen Bedingungen nehme die Größe und Masse der Partikel schnell zu, schreiben die Wissenschaftler im renommierten Fachblatt PNAS.
Die Ergebnisse des Laborexperimentes könnten Effekte erklären, die bisher schon bei Feldkampagnen ...
Ähnlich wie blutsaugende Insekten prüfen Pflanzenschädlinge ihren Wirt auf Abwehrsignale, bevor sie anfangen zu fressen
Pflanzen bilden wenige Minuten nach Angriff eines Fraßfeindes Jasmonsäure, ein Hormon, das die Verteidigung gegen Insekten in Gange setzt mit der Folge, dass giftige Stoffe wie Nikotin oder Verdauungshemmer in den Blättern akkumulieren.
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie, Jena, haben jetzt herausgefunden, dass Zwergzikaden die Verteidigungsbereitschaft von Tabakpflanzen aufspüren können. ...
Wissenschaftlern vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Bonn ist es erstmals gelungen, den Transport eines wichtigen Informationsträgers in biologischen Zellen praktisch unmodifiziert in Echtzeit zu filmen.
Die Studie zeigt, wie die so genannte Boten-RNA die Zellkernhülle überwindet und vom Zellkern in das Zytoplasma gelangt. Diese Arbeit ist nun in dem renommierten Journal „Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA“ (PNAS) publiziert.
Der Bauplan aller Lebewesen ist in ihrem Erbgut gespeichert. Dieses lagert bei höheren ...
Ein neuer Sonderforschungsbereich (SFB) an der Philipps-Universität geht der einzigartigen Fähigkeit von Mikroorganismen auf den Grund, sich ständig an veränderte Umweltbedingungen anzupassen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert den SFB 987 mit dem Titel "Mikrobielle Diversität in der umweltabhängigen Signalantwort" in den kommenden vier Jahren mit voraussichtlich mehr als sieben Millionen Euro.
„Die erfolgreiche Beantragung des neuen Sonderforschungsbereichs belegt einmal mehr die exzellenten wissenschaftlichen Leistungen im Bereich der Mikrobiologie am Standort Marburg“, erklärt Professor Dr. Frank Bremmer, der Marburger Uni-Vizepräsident für Forschung. „Die Einrichtung des SFB wird Marburgs Stellung als zentraler Ort der mikrobiologischen Forschung festigen und deren internationale Sichtbarkeit weiter erhöhen.“ ...
Erosion in tropischen Küstenregionen führt zum schnellen Tod der Korallen
Die Farbigkeit, Vielfalt und Exotik der tropischen Korallenriffe fasziniert viele Menschen weltweit. Und doch sind es die Folgen unserer Zivilisation, die dieses fragile Ökosystem bedrohen durch Klimaerwärmung, Sauerstoffmangel und Ozeanversauerung. Fortschreitende Industrialisierung, Waldrodungen und intensive Landwirtschaft in küstennahen Gebieten führen zu Erosion und verändern die Lebensbedingungen im Meer dramatisch.
Jetzt ...
Anzeige
Anzeige

23.05.2012 | Energie und Elektrotechnik
Nano-Müll lässt sich nicht verbrennen
23.05.2012 | Ökologie Umwelt- Naturschutz
Nea Kameni volcano movement captured by Envisat
23.05.2012 | Geowissenschaften
Jeder Mensch ist anders - Nutzen der individualisierten Medizin
23.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten
14th Leibniz Conference of advanced science „Sensorsysteme 2012“
23.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Exklusive Kontakte beim Investforum
23.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten