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Drahtlose Datenübertragung aus dem Notarztwagen ins Krankenhaus, digitale Visite ohne viel Bürokratie und IT-gestütztes Management der ambulanten Versorgung im Anschluss an den Klinikaufenthalt: Krankenversorgung im 21. Jahrhundert ist auch eine Frage der digitalen Kommunikation. Bei der in die CeBIT integrierten TeleHealth 2009 finden Besucher modernste IT-Lösungen zum Anfassen aus dem gesamten Spektrum der medizinischen Versorgung.
Die dritte Auflage der Kongressmesse TeleHealth steht unter dem Motto 'Mensch - IT - Gesundheit' und präsentiert sich in diesem Jahr erstmals mit einer Ausstellung über die vollen sechs Veranstaltungstage der CeBIT (3. bis 8. März 2009). Ergänzt wird die Ausstellung durch den Fachkongress für IT im Gesundheitswesen am 5. und 6. März 2009. Thema von Messe wie Kongress ist die medizinische Versorgung in Zeiten der Webciety.
Notfalldaten ohne Zeitverzug
Wie das ganz konkret aussehen kann, zeigt beispielsweise das Unternehmen Fujitsu-Siemens, das seinen neuen Tablet PC Esprimo MA vorstellt, der nach der CeBIT 2009 in Serienproduktion gehen soll. Die robuste und mit den wichtigsten mobilen Kommunikationsstandards ausgerüstete Rechenmaschine für den medizinischen Alltag hilft dem Notarzt bei der Dokumentation im Rettungswagen. Auch Klinikärzte können sie auf Station einsetzen, um während der Visite Anordnungen einzugeben oder Laborwerte abzurufen. Im Rettungswagen lassen sich mit dem Esprimo MA Elektrokardiogramme oder andere für die Weiterbetreuung relevante Daten mobil in die Rettungsleitstelle oder direkt in die Klinik funken. Kommt der Patient dort an, ist bereits alles optimal vorbereitet.
Bei Entlassung alles unter IT-Kontrolle
Auch bei der Entlassung aus dem Krankenhaus können IT-Lösungen wertvolle Hilfestellung liefern. Das Unternehmen InterComponentWare beispielsweise präsentiert auf der TeleHealth 2009 seinen Entlassmanager eDischarge. Vor der Entlassung legt der Klinikarzt bei dieser Lösung für die Patienten die internetbasierte Gesundheitsakte LifeSensor an. Je nach Erkrankung erhält der Patient außerdem Messgeräte mit nach Hause, die wichtige Vitaldaten drahtlos an die Gesundheitsakte übermitteln. So haben sowohl die Klinikärzte als auch die nachbetreuenden Ärzte alle wichtigen Informationen über den Gesundheitszustand des frisch entlassenen Patienten zur Verfügung.
'Integrierte' Versorgungsszenarien wie diese können auch in anderen Situationen von Vorteil sein, etwa in der Prävention von Diabetes oder Herz-Kreislauferkrankungen. Siemens IT Solutions and Services stellt beispielsweise gemeinsam mit dem Bundesverband augenärztlicher Diagnostikcenter (BADC) eine telemedizinische Plattform vor, bei der die durch ein Augenscreening ermittelten Daten an die beteiligten Ärzte übermittelt und außerdem auch von den Kostenträgern ausgewertet werden können. Solche Daten aus einem Augenscreening erlauben unter anderem eine Früherkennung von Diabetes oder auch Bluthochdruck. Ebenfalls von Siemens ist der Arzneimittelsicherheitsgurt, der dem Apotheker hilft, Überblick über die Medikation eines Patienten zu behalten und so mögliche Arzneimittelrisiken effektiver zu erkennen.
Telemonitoring optimiert Dauerbetreuung von chronisch Kranken
Viele Patienten brauchen nicht nur während der Entlassungsphase eine intensive Betreuung. Als chronisch kranke Patienten sollten Diabetiker, herzkranke Menschen oder auch Patienten mit chronischen Lungenerkrankungen am besten kontinuierlich überwacht werden, um Klinikeinweisungen oder Komplikationen zu verhindern, die nebenbei auch zu erheblichen Kosten für das Gesundheitswesen führen. Zahlreiche Anbieter von Telemonitoring-Lösungen haben sich auf diesen Bereich spezialisiert - und Telemonitoring ist entsprechend auch eines der ganz großen Themen der TeleHealth 2009.
Das Unternehmen Vitaphone beispielsweise ist auf der TeleHealth mit seiner Lösung CorBene vertreten, die eine flächendeckende Betreuung von Patienten mit Herzinsuffizienz ermöglicht. Die Patienten übermitteln regelmäßig Vitaldaten wie etwa das Körpergewicht. Abgesehen von dem zuständigen Arzt ist in die Betreuung der Patienten auch noch ein rund um die Uhr medizinisch besetztes Callcenter involviert, das dem Patienten zusätzliche Sicherheit gibt, wenn der Arzt gerade einmal nicht verfügbar ist.
Auf die telemedizinische Blutdrucküberwachung konzentriert sich das Unternehmen IEM. Auf der TeleHealth zu sehen sind beispielsweise die Blutdruckuhr Klock und das mobile Langzeitblutdruckmessgerät Mobil-O-Graph. Durch solche Überwachungsgeräte kann die Blutdruckeinstellung deutlich verbessert werden. So sind Studiendaten zufolge bei telemedizinischer Unterstützung nach drei Monaten 90 Prozent der Patienten gut eingestellt. Ohne Telemedizin sind es nur 35 Prozent.
Das Fraunhofer Institut für Photonische Mikrosysteme (IPMS) aus Dresden arbeitet daran, die Möglichkeiten des Telemonitorings noch zu erweitern. Als Messeneuheit wird hier die Lösung SysVital vorgestellt, die bei Patienten mit koronarer Herzerkrankung zum Einsatz kommt. Das Besondere: Neben einer EKG-Überwachung hat das System auch einen Bewegungssensor integriert. Der ermöglicht eine noch genauere Überwachung, weil zusätzlich zum EKG auch Informationen über das Aktivitätsniveau des Patienten übertragen werden können.
Gesundheitsparcours FutureCare zeigt das große Ganze
Das Besondere auf der TeleHealth 2009 ist, dass nicht nur Einzellösungen gezeigt werden. In Halle 9 ermöglicht der Gesundheitsparcours FutureCare sechs Tage lang einen Blick auf das große Ganze. FutureCare ist ein Gemeinschaftsprojekt des BITKOM und der Deutschen Messe unter Beteiligung von 15 Unternehmen, darunter IT- und Mobilfunkspezialisten wie Intel, T-Systems und Vodafone. An Stationen wie 'Prävention', 'Arztpraxis', 'Apotheke', 'Rettungswagen' oder 'Krankenhaus' wird so der Nutzen von Health-IT-Lösungen für die Besucher anschaulich verdeutlicht.
Weitere Informationen zur internationalen Kongressmesse TeleHealth finden Sie im Internet unter www.telehealth.de.
Quelle: Deutsche Messe AG
Weitere Informationen: www.cebit.de/presse_archiv_d?pm=cb09-150-d&code=3yn9r3mds
www.telehealth.de.
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