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Höhere Produktivität durch Multi-Monitor-Arbeitsplatz - Exponat auf der CeBIT

18.02.2009
Im Rahmen des Verbundforschungsprojekts OFFICE 21® hat das Fraunhofer IAO einen High-End-Arbeitsplatz mit drei Bildschirmen gestaltet: den Information Worker's Workplace (IWWP).

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Wissensarbeiter sind damit über ein Drittel produktiver als in einem herkömmlichen Ein-Monitor-Szenario, so das Ergebnis einer Laborstudie des Instituts. Hierzu wird ein Exponat vom 3. bis 8. März 2009 auf der CeBIT zu sehen sein.


Um seine Tätigkeit effizient und effektiv ausüben zu können, ist ein Wissensarbeiter heute auf zwei wesentliche Faktoren angewiesen: seine Kollegen und eine gute Arbeitsinfrastruktur. Der Information Worker's Workplace (IWWP) verbindet diese beiden Anforderungen. Der IWWP zeichnet sich als besonders flexible, leistungsstarke Arbeitsinfrastruktur aus, da er technologische, organisatorische und ergonomische Aspekte der Wissensarbeit besonders berücksichtigt. Das optisch auffallendste Merkmal des IWWP sind die drei großen auflösungsstarken Bildschirme, die sowohl in Einzelarbeit als durchgehender Desktop als auch in einer Kollaborationssituation als parallele Visualisierung genutzt werden können.

Wie effektiv der Multi-Monitor-Arbeitsplatz in Zahlen ausgedrückt ist, hat das Fraunhofer IAO in einer Labor-Studie mit 67 Versuchsteilnehmern ermittelt. Die Probanden mussten zunächst alle die gleiche Aufgabe an einem herkömmlichen Arbeitsplatz mit einem 19-Zoll-Monitor lösen. Im Anschluss teilten die Fraunhofer-Wissenschaftler die Teilnehmer in drei Gruppen ein: Gruppe 1 löste auch die nächste Aufgabe am 19-Zoll-Bildschirm, Gruppe 2 durfte sich an einen 22-Zoll-Widescreen-Monitor setzen. Gruppe 3 schließlich wurde ein Drei-Bildschirm-Arbeitsplatz zur Verfügung gestellt, der drei 19-Zoll-Bildschirme umfasste, die zu einem Arbeitsplatz zusammengeschaltet wurden.

Die Ergebnisse des Experiments waren verblüffend: Während bei Gruppe 1 lediglich eine Produktivitätssteigerung von 1,9 Prozent gegenüber der Referenzaufgabe gemessen wurde - die dem Lerneffekt zuzuschreiben ist - lag das Produktivitätsplus bei Gruppe 2 immerhin schon bei 8,4 Prozent. Als äußerst produktiv erwies sich Gruppe 3: Die Probanden zeigten bei der Lösung ihrer Aufgabe im Schnitt eine um 35,5 Prozent bessere Leistung. Dieses Ergebnis ist statisch hochsignifikant.

"Unsere Labor-Studie belegt deutlich, dass gerade im Rahmen von Wissensarbeit eine größere Bildschirmfläche zu einem enormen Produktivitätszuwachs führen kann", sagt Udo-Ernst Haner, Leiter Competence Team "Information Work Innovation" beim Fraunhofer IAO. "Bemerkenswert ist auch, dass dieser Effekt unmittelbar bei der Erstnutzung aufgetreten ist. Über entsprechende Schulungen und eine optimale Informationsanordnung am Bildschirm sind weitere Optimierungspotenziale denkbar."

Relevant sind diese Erkenntnisse insbesondere für Berufsbilder, in denen immer häufiger digital vorliegende Informationen verarbeitet werden müssen, wie dies etwa bei Wissenschaftlern, Redakteuren, Ingenieuren oder Versicherungsmitarbeitern der Fall ist.

Eine gute Gelegenheit, mehr über den IWWP und die Multi-Monitor-Studie zu erfahren, bietet die CeBIT vom 3. bis 8. März 2009 in Hannover. Ein entsprechendes Exponat wird am Stand von Intel - Partner im Verbundforschungsprojekt OFFICE 21® - im Pavillon 33 zu sehen sein. Mehr Informationen und Bildmaterial zu dem mit dem "Innovationspreis Technologiemanagement" ausgezeichneten IWWP sind über unten angegebenen Kontakt oder über den untenstehenden Link erhältlich.

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:
Fraunhofer IAO
Udo-Ernst Haner
Leiter Competence Team "Information Work Innovation"
Telefon +49 711 970-5470, Fax +49 711 970-5461
udo-ernst.haner@iao.fraunhofer.de

Juliane Segedi | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.office21.de
www.izs.fraunhofer.de/iao.html

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