Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Cebit 2016: Start-up der Saar-Uni zeigt neuartige Visualisierungsplattform für Online-Medien

22.02.2016

Nicht nur Privatpersonen, sondern auch viele Mitarbeiter in Unternehmen kommunizieren heute gleichzeitig über die sozialen Medien wie Facebook, Twitter und Youtube. Das durch den Saarbrücker IT-Inkubator geförderte Start-up „Uvibo“ schafft mit seiner Visualisierungsplattform eine wichtige Voraussetzung dafür. Durch die neu entwickelte Software werden alle Beiträge automatisch nach ihrer Relevanz für den Nutzer bewertet und kontinuierlich so angeordnet, dass man sofort einen Überblick erhält und die wichtigsten Beiträge erkennt. Ihren Prototypen und ihr Geschäftsmodell für Unternehmen präsentieren die Gründer vom 14. bis 18. März auf der Computermesse Cebit in Hannover (Halle 6, Stand D 28).

„Wir erhalten immer mehr Informationen und haben immer weniger Zeit, diese zu durchdringen“, erklärt Philipp Adamidis, Student der Betriebswirtschaftslehre an der Universität des Saarlandes. Zusammen mit Jevgenij Sadovskij, einem erfahrenen Software-Entwickler, will er dies für Online-Medien ändern.


Mit Uvibo lassen sich digitale Informationen aller Art dynamisch und übersichtlich darstellen.

Uvibo

Sie arbeiten an einer Visualisierungsplattform, die Facebook-Beiträge, Twitter-Tweets und Nachrichtenmeldungen geschickt auf dem Bildschirm des jeweiligen Endgerätes darstellt. Sie bewertet neue Beiträge zum Beispiel danach, wie häufig sie von anderen geteilt wurden oder ob sie thematisch für den Nutzer interessant sind und platziert sie entsprechend.

Ihr aktueller Prototyp demonstriert dies anhand von Twitter, der Online-Plattform für Kurznachrichten, die Anwender dort im Sekundentakt veröffentlichen, bewerten und weiterleiten. Die von den Studenten entwickelte Anordnung auf dem Monitorbildschirm gleicht der von Zetteln auf einer Pinnwand. Jedoch sind die Rechtecke, die jeweils Text und Bild umrahmen, unterschiedlich groß.

Das größte ist in der linken, oberen Bildschirmecke platziert. Im Moment ist es die Meldung eines Finanznachrichtendienstes, der einer neuen Comicverfilmung Rekord-Einspielergebnisse voraussagt. „Es wird gerade von unserem Board als die wichtigste Meldung angesehen, da Anwender auf Twitter sie am häufigsten angeklickt und am häufigsten weitergeleitet haben“ erklärt Adamidis.

„Je mehr Personen dies tun, desto schneller wandert der jeweilige Inhalt von rechts unten nach links oben und gewinnt dabei an Größe.“ Entsprechend wird der unwichtigste Beitrag als kleinstes Rechteck in der rechten, unteren Bildschirmecke dargestellt. „Auf diese Weise kann man das Board offenlassen und zuschauen. Man erhält die neuen Informationen, ohne die Maus bewegen oder die Seite neu laden zu müssen“, erklärt Adamidis.

Der einzelne Anwender kann die Inhalte auch selber positionieren. Dies wollen die beiden Gründer in spe dann mit Rechenverfahren aus dem Maschinellen Lernen auswerten. Auf diese Weise erhalten sie nicht nur ein genaueres Trend-Barometer, sondern können auch für den jeweiligen Anwender sicherstellen, dass dieser nur die Inhalte bekommt, die ihn tatsächlich interessieren.

Des Weiteren denken Adamidis und sein Team über optimierte Werbung nach. „Stellen Sie sich vor, ein Info-Element wächst sehr schnell. Dann könnte ein Werbe-Element in dessen Nähe rücken, um den eigenen Inhalt besser zu bewerben. Versehen mit einem kleinen Hinweis, würde dies die organische Struktur nicht stören“, so Adamidis.

Ihre Software haben die beiden Gründer auf die Abkürzung „Uvibo“ getauft. Sie steht für „Universal Visualization Board“. Adamidis erklärt: „Universal deswegen, weil unser Board überall einsetzbar ist. Es ist egal, ob es in die Website einer Nachrichtenseite eingebunden ist oder auf einem Bildschirm läuft, der im Wartesaal hängt oder auf einer Gewerbemesse steht.“

Kommenden Juni wollen sie eine Firma gründen, um ihre Visualisierungsplattform zu vermarkten. Der auf dem Campus ansässige IT Inkubator unterstützt sie daher schon seit August des vergangenen Jahres. Erste Gespräche mit einem namhaften internationalen Verlag haben die beiden Gründer in spe bereits geführt, Kontakte zu einem großen deutschen Verlag bestehen auch bereits.

Hintergrund: Der IT-Inkubator an der Universität des Saarlandes

Durch den IT Inkubator sollen für Wirtschaft und Industrie interessante Forschungsergebnisse aus den weltweit renommierten Informatik-Instituten auf dem Campus der Universität des Saarlandes und der Max-Planck-Gesellschaft soweit weiterentwickelt werden, dass daraus Unternehmen in der Region und Produkte oder Lizenzen für diese neuartigen Technologien entstehen.

Dazu wurde der IT-Inkubator im November 2013 als öffentliche Forschungseinrichtung in der Unternehmensform einer GmbH gegründet. Der IT-Inkubator wird durch Mittel der saarländischen Landesregierung, der Universität des Saarlandes und der Max-Planck-Innovation GmbH finanziert. Die Gesellschafter des IT Inkubators sind die Technologietransferorganisationen Max-Planck-Innovation GmbH und die Wissens- und Technologietransfer GmbH (WuT) als Vertreterin der Universität des Saarlandes.

Fragen beantwortet:
Philipp Adamidis
Uvibo
Telefon: +49 173 8540899
E-Mail: philipp.adamidis@itinkubator.de

Redaktion:

Gordon Bolduan
Kompetenzzentrum Informatik Saarland
Telefon: +49 681 302-70741
E-Mail: bolduan@mmci.uni-saarland.de

Weitere Informationen:

http://tweaky.io/start - Uvibo-Website
http://itinkubator.de - IT-Inkubator

Friederike Meyer zu Tittingdorf | Universität des Saarlandes

Weitere Nachrichten aus der Kategorie CeBIT 2016:

nachricht Sicherheit für die vernetzte Industrie
15.03.2016 | Fraunhofer-Gesellschaft

nachricht Trügerische Sicherheit – Stellar Datenrettung auf der CeBIT im Business Security Forum
14.03.2016 | Stellar Datenrettung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: CeBIT 2016 >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit Hilfe molekularer Schalter lassen sich künftig neuartige Bauelemente entwickeln

Einem Forscherteam unter Führung von Physikern der Technischen Universität München (TUM) ist es gelungen, spezielle Moleküle mit einer angelegten Spannung zwischen zwei strukturell unterschiedlichen Zuständen hin und her zu schalten. Derartige Nano-Schalter könnten Basis für neuartige Bauelemente sein, die auf Silizium basierende Komponenten durch organische Moleküle ersetzen.

Die Entwicklung neuer elektronischer Technologien fordert eine ständige Verkleinerung funktioneller Komponenten. Physikern der TU München ist es im Rahmen...

Im Focus: Molecular switch will facilitate the development of pioneering electro-optical devices

A research team led by physicists at the Technical University of Munich (TUM) has developed molecular nanoswitches that can be toggled between two structurally different states using an applied voltage. They can serve as the basis for a pioneering class of devices that could replace silicon-based components with organic molecules.

The development of new electronic technologies drives the incessant reduction of functional component sizes. In the context of an international collaborative...

Im Focus: GRACE Follow-On erfolgreich gestartet: Das Satelliten-Tandem dokumentiert den globalen Wandel

Die Satellitenmission GRACE-FO ist gestartet. Am 22. Mai um 21.47 Uhr (MESZ) hoben die beiden Satelliten des GFZ und der NASA an Bord einer Falcon-9-Rakete von der Vandenberg Air Force Base (Kalifornien) ab und wurden in eine polare Umlaufbahn gebracht. Dort nehmen sie in den kommenden Monaten ihre endgültige Position ein. Die NASA meldete 30 Minuten später, dass der Kontakt zu den Satelliten in ihrem Zielorbit erfolgreich hergestellt wurde. GRACE Follow-On wird das Erdschwerefeld und dessen räumliche und zeitliche Variationen sehr genau vermessen. Sie ermöglicht damit präzise Aussagen zum globalen Wandel, insbesondere zu Änderungen im Wasserhaushalt, etwa dem Verlust von Eismassen.

Potsdam, 22. Mai 2018: Die deutsch-amerikanische Satellitenmission GRACE-FO (Gravity Recovery And Climate Experiment Follow On) ist erfolgreich gestartet. Am...

Im Focus: Faserlaser mit einstellbarer Wellenlänge

Faserlaser sind ein effizientes und robustes Werkzeug zum Schweißen und Schneiden von Metallen beispielsweise in der Automobilindustrie. Systeme bei denen die Wellenlänge des Laserlichts flexibel einstellbar ist, sind für spektroskopische Anwendungen und die Medizintechnik interessant. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT) haben, im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts „FlexTune“, ein neues Abstimmkonzept realisiert, das erstmals verschiedene Emissionswellenlängen voneinander unabhängig und zeitlich synchron erzeugt.

Faserlaser bieten im Vergleich zu herkömmlichen Lasern eine höhere Strahlqualität und Energieeffizienz. Integriert in einen vollständig faserbasierten...

Im Focus: LZH zeigt Lasermaterialbearbeitung von morgen auf der LASYS 2018

Auf der LASYS 2018 zeigt das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) vom 5. bis zum 7. Juni Prozesse für die Lasermaterialbearbeitung von morgen in Halle 4 an Stand 4E75. Mit gesprengten Bombenhüllen präsentiert das LZH in Stuttgart zudem erste Ergebnisse aus einem Forschungsprojekt zur zivilen Sicherheit.

Auf der diesjährigen LASYS stellt das LZH lichtbasierte Prozesse wie Schneiden, Schweißen, Abtragen und Strukturieren sowie die additive Fertigung für Metalle,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Größter Astronomie-Kongress kommt nach Wien

24.05.2018 | Veranstaltungen

22. Business Forum Qualität: Vom Smart Device bis zum Digital Twin

22.05.2018 | Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Was einen guten Katalysator ausmacht

24.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Superkondensatoren aus Holzbestandteilen

24.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Neue Schaltschrank-Plattform für die Energiewelt

24.05.2018 | Messenachrichten

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics