Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Sichere Netzknoten für das Internet der Dinge

07.03.2014

CeBIT 2014: „Trusted Core Network“schützt Industrie-Umgebungen und verhindert Ausbreitung von neuartigen Router-Viren

Fraunhofer SIT zeigt auf der CeBIT 2014 erstmals eine Lösung zur Schaffung vertrauenswürdiger IT-Netze, die auch Schutz vor den jüngst von britischen Forschern entwickelten Router-Viren bietet.

Das „Trusted Core Network“ (TCN) prüft den Zustand von Routern oder anderen Netzwerkkomponenten, erkennt Manipulationen und isoliert manipulierte Geräte so, dass diese keinen Schaden mehr anrichten können. Die Entwicklung des Fraunhofer SIT wurde für Industrie-Umgebungen entwickelt, kann aber generell auf Netzkomponenten eingesetzt werden.

Fraunhofer SIT zeigt das „Trusted Core Network“ in Hannover in Halle 9 am Stand E40. Weitere Informationen im Internet unter www.sit.fraunhofer.de/tcn

Das, die Einstellungen eines Routers manipulieren, eine eigene Firmware installieren und sich selbstständig verbreiten kann.

In aktuellen Netzen lässt sich ein Angriff von solchen WLAN-Viren nicht ohne weiteres feststellen und die Schadsoftware könnte sich über drahtlose Netze verbreiten. Im „Trusted Core Network“ können Netzknoten sich gegenseitig identifizieren und prüfen, ob Änderungen an Software und Einstellungen vorgenommen wurden. Dadurch lassen sich infizierte Netzknoten ausfindig machen und von der Kommunikation ausschließen.

Die von Fraunhofer SIT entwickelte Lösung verwendet das standardisierte Trusted Platform Modul TPM als Vertrauensanker, um Gerätezustand und -identität verlässlich prüfen zu können. Auf jedem Gerät befindet sich ein TPM, auf dem Informationen zur erlaubten Software und anderen relevanten Teilen der Konfiguration gespeichert sind.

Router können mit diesen Informationen alle Geräte in der Nachbarschaft prüfen. Weicht der Ist-Zustand vom Soll-Zustand ab, erkennt das System die Veränderung und schlägt Alarm. So lassen sich mögliche Angriffe schnell erkennen und besser abwehren. Werden vom Hersteller Referenzwerte für die Firmware zur Verfügung gestellt, können auch in offenen Netzen (zum Beispiel zwischen unterschiedlichen Wi-Fi-Netzen) Angriffe erkannt und die Verbreitung der Schadsoftware verhindert werden.

Die von Fraunhofer SIT entwickelten Prototypen verwenden diese Technologie für sichere mobile Ad-Hoc Netze und als „Trusted Core Network“ für Industrienetze. Über Protokolle, wie zum Beispiel das standardisierte Trusted Network Connect, können auch Smartphones und andere Geräte in das Sicherheitsmonitoring einbezogen werden. Das „Trusted Core Network“ wird auf der CeBIT 2014 als Teil eines Industrie 4.0-Demonstrators gezeigt.

Oliver Küch | Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT)
Weitere Informationen:
http://www.sit.fraunhofer.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie CeBIT 2014:

nachricht Nachhaltigkeit mit Fokus – LZH auf der Hannover Messe 2014
24.03.2014 | Laser Zentrum Hannover e.V.

nachricht Chancen der Telemedizin als Thema des IT-Planungsrates auf der CeBIT
13.03.2014 | Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE

Alle Nachrichten aus der Kategorie: CeBIT 2014 >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise