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Leibniz Universität auf der CeBIT 2014: L3S und Technische Informationsbibliothek stellen innovative Projekte vor

28.02.2014

Wie lässt sich das Umweltbewusstsein durch soziale Informationstechnologien verbessern? Wie kann einem Thema über soziale Netzwerke zu mehr Relevanz verholfen werden? Und wie können mehrere Autoren in kürzester Zeit ein wissenschaftliches Buch schreiben? Antworten auf diese Fragen präsentieren das Forschungszentrum L3S und die Technische Informationsbibliothek (TIB) der Leibniz Universität Hannover auf der CeBIT 2014. Vom 10. bis 14. März stellen sie gemeinsam mit anderen niedersächsischen Hochschulen ihre Projekte in Halle 9, Stand C 28, vor.

Das Projekt EveryAware (Enhance Environmental Awareness through Social Information Technologies) des Forschungszentrums L3S untersucht, inwieweit sich soziale Informationstechnologien einsetzen lassen, um das Umweltbewusstsein zu verbessern.

Umweltfreundlichkeit ist ein wichtiges Thema. Mittlerweile ist klar, dass unsere Lebensweise der Umwelt schwer schadet. Um Langzeitfolgen besser abschätzen zu können, werden aktuelle Umweltdaten benötigt. Umweltsensoren sind mittlerweile in guter Qualität für wenig Geld zu haben. Damit können Bürger zum Beispiel Lärmbelästigung oder Luftverschmutzung erfassen. Über soziale Netzwerke können Daten und Erfahrungen ausgetauscht werden.

Das Projekt EveryAware vereinigt alle wichtigen Phasen: Monitoring der Umwelt, Bewusstseinsschärfung und Verhaltenswandel. In Feldstudien werden Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Sensoren ausgestattet. Objektive Sensordaten mit subjektiven Erfahrungsberichten zu kombinieren ist neuartig. Die gewonnene Transparenz erlaubt es, die öffentliche und institutionelle Kommunikation über Umweltstrategien zu verbessern.

Das zweite Thema, das die Leibniz Universität auf der CeBIT vorstellt, befasst sich mit dem kollaborativen digitalen Arbeiten. Das Open Science Lab der Technischen Informationsbibliothek (TIB) entwickelt und erprobt zusammen mit Scientific Communities Methoden und Werkzeuge dafür. Ein Beispiel für solche Werkzeuge sind Plattformen, auf denen wissenschaftliche Projekte (Texte, Software, Daten) ähnlich wie Open-Source-Software „leben“.

Alle Interessierten können diese dort lesen, analysieren, für wissenschaftliche Zwecke verwenden und weiterentwickeln. Beiträge Einzelner werden dabei sichtbar und zitierbar. Um diese innovativen Methoden der Wissensproduktion zu demonstrieren, werden 20 Wissenschaftler auf der CeBIT in einem „Book Print“ auf einer kollaborativen Plattform in wenigen Tagen ein Handbuch erstellen. Dieses wird als Print- und Online-Ausgabe erscheinen sowie ständig erweitert und aktualisiert werden. 

Am Nachbarstand C 40 läuft bereits zum 16. Mal die internationale Kooperationsbörse Future Match. Sie bietet Teilnehmerinnen und Teilnehmern (nur nach vorheriger Anmeldung; Frist ist bereits abgelaufen) die Möglichkeit, potenzielle Partner für Forschungsprojekte, Technologietransfer und kommerzielle Zusammenarbeit persönlich zu treffen. Die Kooperationsbörse wird von uni transfer, der Technologietransferstelle der Leibniz Universität, im Rahmen des Enterprise Europe Network organisiert.

Hinweis an die Redaktion:
Für weitere Informationen steht Ihnen Dr. Martina Venschott, Leiterin uni transfer, unter Telefon +49 511 762 5727 oder per E-Mail unter martina.venschott@zuv.uni-hannover.de gern zur Verfügung.

Mechtild Freiin v. Münchhausen | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.uni-hannover.de

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