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Universität Leipzig mit zwei Exponaten auf CeBIT vertreten

02.03.2012
Die Universität Leipzig ist auf der diesjährigen Computermesse CeBIT vom 6. bis 10. März in Hannover mit zwei Exponaten vertreten. Besondere Aufmerksamkeit dürfte das "Neurohand-Projekt" der Informatiker Prof. Dr. Martin Bogdan und Marc Franke hervorrufen. Die Wissenschaftler haben eine Steuerung für künstliche Hände mit Nervensignalen entwickelt. Das zweite auf der CeBIT präsentierte Projekt der Universität Leipzig stammt von einem Team des Instituts für Wirtschaftsinformatik um Prof.
Dr. Bogdan Franczyk und befasst sich mit der Entwicklung intelligenter Systeme.

Die Wirtschaftsinformatiker der Universität Leipzig entwickeln seit Jahren gemeinsam mit Partnern aus Forschung und Entwicklung intelligente Systeme für die Wirtschaft, vor allem für logistische Anwendungen.

Ziel dieser Projekte ist stets, Lösungen zu entwickeln, die eine schnelle Umsetzung in marktreife Anwendungen ermöglichen. Im konkreten, auf der CeBIT vorgestellten, Fall haben die Wirtschaftsinformatiker universitätsintern mit dem Institut für Bewegungs- und Trainingswissenschaften und Sportarten II, Fachgebiet Wintersport, ein Programm zur Auswertung von Sensordaten von Biathleten entwickelt.

Mit Hilfe von Sensoren werden Trainings- und Leistungsanalysen zur Wettkampf-, Leistungs- und Trainingsstruktur im Biathlon durchgeführt. So registrieren Sensoren sämtliche Körperbewegungen und Kräfteauswirkungen kurz vor- und nach dem Schuss: Es wird bespielsweise die Druckverteilung auf den Füßen oder auch die Haltung der Waffe des Sportlers analysiert . Die Daten werden danach vom Trainer und Sportler ausgewertet und dienen dazu, den Bewegungsablaufzu verbessern und dadurch ein besseres Wettkampfergebnis zu erzielen.

Das Neurohand-Projekt, mit dem sich die Alma mater auf der weltgrößten Computermesse präsentiert, soll die derzeit noch stark begrenzten Funktionen einer künstlichen Hand erweitern und dem Anwender final eine voll sensorische und motorische Funktion ermöglichen. "Die filigrane künstliche Hand entspricht der Anatomie der menschlichen Hand und ermöglicht ein weitestgehend natürliches Bewegungsspektrum", sagt Prof. Bogdan. Periphere Nervensignale werden ihm zufolge mit speziellen Mikroelektroden abgeleitet.

Ein selbstorganisierendes, künstliches neuronales Netz verarbeitet diese Signale und setzt sie in Steuersignale für eine biologisch inspirierte, künstliche Hand um. Der Vorteil besteht nach Angaben des Experten darin, dass das System durch die neuronalen Impulse die in den Nervensignalen kodierte beabsichtigte Aktion erkennt und dabei individuell auf den Anwender angepasst wird. Derzeit werde eine Studie vorbereitet, um die bisherigen erfolgreichen Ansätze aus Tierexperimenten für die Anwendung beim Menschen zu validieren.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Martin Bogdan
Telefon: +49 341 97-32208
E-Mail: bogdan@informatik.uni-leipzig.de

Prof. Dr. Ing. Bogdan Franczyk
Telefon: +49 341 97-33720
E-Mail: franczyk@wifa.uni-leipzig.de

Katrin Henneberg | Universität Leipzig
Weitere Informationen:
http://www.uni-leipzig.de
http://www.informatik.uni-leipzig.de/ti/
http://www.uni-leipzig.de/wifa/iwi

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