Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Unbemannte Flugobjekte: UDE auf der CeBIT

28.02.2012
UDE: Projekt der Networked Embedded Systems Bald unbemannte Flieger am Start

Flugzeuge ohne Besatzung landen lassen, riesige Nationalparks genau beobachten und schützen – das Projekt PLANET des Ingenieurwissenschaftlers Prof. Dr. Pedro José Marrón von der Universität Duisburg-Essen (UDE) macht es möglich. Vom 6. bis zum 10. März stellt er es auf der CeBIT in Hannover vor.

„Die Ursprungsidee zu PLANET ist mir bei der Arbeit an anderen EU-Projekten gekommen“, überlegt sein Gründer und Koordinator Marrón. Besonderes Interesse habe er am Einsatz groß angelegter realer Systeme gehabt, die sich aus mehreren unterschiedlichen Objekten zusammensetzen.

Dazu gehören beispielsweise Sensoren, Aktuatoren oder Fahrzeuge. Das
Besondere: Diese Gegenstände werden über festgelegte Punkte miteinander verbunden, können so miteinander kommunizieren und eigenständig ein gemeinsames Ziel erreichen. Dass sich dieser Netzwerk-Gedanke auch auf Flugplätze oder Naturschutzgebiete anwenden lässt, sei erst später dazugekommen.

Beim PLANET-Projekt - Abkürzung für PLAtform for the Deployment and Operation of Heterogenous NETworked Cooperating Objects - , an dem die UDE-Forscher derzeit arbeiten, handelt es sich genauer gesagt um den andalusischen Nationalpark Coto de Doñana und den Flughafen ATLAS, auf dem die spanische Regierung unbemannte Flugzeuge testen lässt.

Entwickelt wird ein Portal, über das mobile kooperierende Objekte vernetzt werden und so optimal zum Einsatz kommen. Außer Luftfahrzeugen gehören dazu unter anderem führerlose Fahrgeräte zu Lande oder drahtlose Sensoren.

Gibt es im betrachteten Gebiet beispielsweise technische Probleme oder Verschmutzungen der Umwelt, registriert das mindestens eine der Systemkomponenten. Prof. Marrón: „Definitiv neu an unserer Entwicklung ist, wie wir bereits vorhandene Methoden kombinieren und wie wir verschiedene Geräte in einem so großen Rahmen miteinander interagieren lassen.“

Beim Flughafen-Szenario kommt es ihm besonders auf mehr „Sicherheit und Schutz“ an. Menschlicher Irrtum müsse minimiert werden: „Kleine Fehler passieren öfter, als wir denken, und sie könnten eventuell sehr teuer werden.“ Deshalb sollen Prozesse möglichst vollautomatisiert werden.

Getestet wird unter anderem, inwieweit sich Maschinen ohne Piloten selbst koordinieren und unfallfrei landen können, wenn der Tower einmal ausfällt. Das wäre dann ein Zeichen ihrer künstlichen Intelligenz.

Nach zwei Jahren wissenschaftlicher Arbeit im Nationalpark zusammen mit zwölf Partnern aus fünf weiteren Ländern zeigt sich der Informatiker sehr zufrieden: „Wir haben das Gesamtsystem spezifiziert, einleitende Experimente durchgeführt und verfügen über Algorithmen für eine automatisierte Datensammlung und solche, um das Netzwerk an die örtlichen Besonderheiten anzupassen.“

Prof. Marrón ist überzeugt, dass die Netzwerk-Idee auch anderswo erfolgreich ist: „Das funktioniert überall, wo Geräte miteinander verbunden sind, Informationen austauschen und kooperieren. Nationalpark und Flughafen sind nur zwei sehr sichtbare Beispiele für unsere Technologie.“ Gefördert wird das auf vier Jahre angelegte Projekt von der Europäischen Kommission.

PLANET auf der CeBIT: Halle 26, Standnr. D34, Stand „Innovationsland NRW“

Weitere Informationen: www.planet-ict.eu Prof. Dr. Pedro José Marrón, Tel. 0203/379-1803, pjmarron@uni-due.de

Redaktion: Alexandra Nießen, Tel. 0203/379-2461

Beate H. Kostka M.A.
Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in der Stabsstelle des Rektorats Universität Duisburg-Essen "Offen im Denken"
Tel: 0203 / 379-2430
mob: 0172 / 2365-379
Fax: 0203 / 379-2428
beate.kostka@uni-due.de

Beate H. Kostka | Universität Duisburg-Essen
Weitere Informationen:
http://www.uni-due.de/
http://www.planet-ict.eu

Weitere Nachrichten aus der Kategorie CeBIT 2012:

nachricht Praktisches Handgerät zum Lesen und Beschreiben von Hochfrequenz-RFID-Datenträgern
24.07.2012 | Contrinex GmbH

nachricht Rittal und Siemens stellen integrierte Energieverteilungslösung vor
20.03.2012 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: CeBIT 2012 >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Im Focus: Der Klang des Ozeans

Umfassende Langzeitstudie zur Geräuschkulisse im Südpolarmeer veröffentlicht

Fast drei Jahre lang haben AWI-Wissenschaftler mit Unterwasser-Mikrofonen in das Südpolarmeer hineingehorcht und einen „Chor“ aus Walen und Robben vernommen....

Im Focus: Wie man eine 80t schwere Betonschale aufbläst

An der TU Wien wurde eine Alternative zu teuren und aufwendigen Schalungen für Kuppelbauten entwickelt, die nun in einem Testbauwerk für die ÖBB-Infrastruktur umgesetzt wird.

Die Schalung für Kuppelbauten aus Beton ist normalerweise aufwändig und teuer. Eine mögliche kostengünstige und ressourcenschonende Alternative bietet die an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

Leipziger Biogas-Fachgespräch lädt zum "Branchengespräch Biogas2020+" nach Nossen

11.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weltweit erste Solarstraße in Frankreich eingeweiht

16.01.2017 | Energie und Elektrotechnik

Proteinforschung: Der Computer als Mikroskop

16.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Vermeintlich junger Stern entpuppt sich als galaktischer Greis

16.01.2017 | Physik Astronomie