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GoalRef Torlinientechnologie im Finale

05.03.2012
Das International Football Association Board (IFAB) hat am Samstag, den 3. März 2012 seine Entscheidung zum Thema Torlinientechnologie bekannt gegeben.
Zwei Systeme werden in die engere Auswahl gezogen und sind für die nächste Testphase zugelassen. Einer der beiden Finalteilnehmer ist das GoalRef-System des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen IIS. Die Erlanger Forscher schicken eine funkbasierte Lösung ins Rennen, die die Torentscheidung sofort an den Schiedsrichter meldet.

Acht Torlinientechnologiesysteme wurden im November und Dezember letzten Jahres im Auftrag des IFAB getestet. Die Bewertungskriterien erstellte die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (EMPA). Auf der Basis dieses Kriterienkatalogs konnten sich zwei Systeme für die nächste Testphase qualifizieren, darunter das System GoalRef des Fraunhofer IIS.

Das GoalRef-System erzeugt schwach magnetische Felder um das Tor und funktioniert vergleichsweise wie eine »Funk-Lichtschranke«. Sobald der Ball die Torlinie überquert, wird dies durch kleinste Veränderung des magnetischen Feldes detektiert. Die Information »Tor« wird über verschlüsselte Funksignale in Echtzeit an die Schiedsrichter übermittelt und auf ihren Uhren angezeigt. Die in einen Ball des dänischen Herstellers Select integrierte Elektronik ist sehr klein und kompakt.

Die Fraunhofer IIS Technologie GoalRef wurde zusammen mit dem gleichnamigen dänischen Unternehmen entwickelt. Ziel ist es, die Entwicklung in Zusammenarbeit mit einem kommerziellen Vermarktungspartner für die Sportwelt verfügbar zu machen. »Produkte, die auf der GoalRef-Technologie basieren, haben immenses Potential. Sie können im Fußball oder anderen Profiballsportarten sowie jeweils auch im Amateurbereich eingesetzt werden« erläutert Projektleiter Ingmar Bretz.

Darüber hinaus bietet das Fraunhofer IIS eine weitere Technologien zur Trainingsassistenz und Spielanalyse an. Das RedFIR®-System lokalisiert die Bewegungen von Spielern und Ball in Echtzeit und kann Trainings- und Spielergebnisse sofort in 3D visualisieren. Sie dienen als Grundlage für Besprechungen direkt am Spielfeldrand. Die so gewonnenen Informationen eignen sich auch für die Medien-Live-Berichterstattung.

Das FitnessSHIRT, eine weitere Komponente für optimales Training, rundet das Sporttechnologie-Portfolio des Fraunhofer IIS ab. Einfach und komfortabel für den Spieler lassen sich Herzfrequenz und Atmung überwachen. Die Kombination der Informationen aus dem RedFIR®-System und den Vitalparametern des FitnessSHIRTs schaffen beste Trainingsbedingungen.

Über alle Systeme können sich die Besucher der CeBIT vom 6. Bis 10. März 2012 in Halle 26 Stand E08 der Fraunhofer-Gesellschaft informieren.
Weiterführende Links:
http://de.fifa.com/aboutfifa/organisation/ifab/media/news/newsid=1593369/index.html
http://de.fifa.com/aboutfifa/organisation/ifab/news/newsid=1593560/index.html
http://www.fifa.com/aboutfifa/organisation/ifab/media/news/newsid=1593294/index.html

http://www.fifa.com/aboutfifa/organisation/ifab/news/newsid=1593474/index.html

René Dünkler | Fraunhofer-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.fifa.com
http://www.fraunhofer.de/de/presse/presseinformationen/2012/maerz/GoalRef-Torlinientechnologie-im-Finale.html

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