Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erfolg schon vor CeBIT-Auftritt: blitzbox beschleunigt Dokumentensuche

24.02.2012
Dateiname entfallen und auch kein Stichwort griffbereit?

Dann wird die Dokumentensuche im Rechner erfahrungsgemäß schwierig oder zumindest zeitraubend. Abhilfe verspricht womöglich bald die Suchlösung „blitzbox“ der Ulmer derivo GmbH, einer Ausgründung der Universität Ulm. Entwickelt haben das Suchprogramm ehemalige Wissenschaftler des Instituts für Künstliche Intelligenz.

Bei der internationalen Computermesse CeBIT in Hannover (6. Bis 10. März) wollen sie ihre vor allem Zeit sparende Suchlösung erstmals öffentlich vorstellen. Sie basiert auf so genannten Semantischen Technologien, die bei der Suche auch Bedeutungszusammenhänge einbeziehen.

„Jedes Dokument hat seine Geschichte“, sagt Dr. Thorsten Liebig, wie sein Kollege Olaf Noppens einer der Gründer des Informatik-Unternehmens, das vom Land Baden-Württemberg im Rahmen des Programms „Junge Innovatoren“ noch bis Mitte 2013 gefördert wird. „Und diese Geschichte nutzen wir für die Dokumentensuche, weil Geschichten viel besser in Erinnerung bleiben.“

Deutlich besser jedenfalls als unter abstrakten Bezeichnungen gespeicherte Dateinamen oder Verzeichnisse. Für die Suche mit „blitzbox“ dagegen bieten sich Liebig zufolge ganz natürliche Fragestellungen an: „Wo habe ich das Dokument bearbeitet oder präsentiert?“ etwa. Oder: „Was habe ich mit dem Dokument gemacht oder von wem habe ich in diesem Zusammenhang E-Mails erhalten?“

Das eine oder andere Element der Geschichte als Stichwort eingegeben reiche, versprechen die Ulmer Wissenschaftler. „Unsere Suchlösung erkennt die Geschichte von Dokumenten oder E-Mail-Anhängen automatisch und führt über eine einfache Benutzerschnittstelle zu einem neuen, effektiven Sucherlebnis.“ Verbunden damit sei neben einer enormen Zeitersparnis auch eine hohe Trefferqualität. „Schließlich verbringen Computernutzer etwa 40 Prozent ihrer Zeit mit der Organisation und Suche nach Dokumenten“, so Thorsten Liebig.

Wie er sieht denn auch Olaf Noppens für „blitzbox“ einen Riesenmarkt, vom Freiberufler über den Mittelstand bis zu Großunternehmen: „Potenzielle Kunden sind im Grunde alle geschäftlichen und privaten Rechnernutzer, die regelmäßig Präsentationen, Texte, Tabellen, Bilder und vieles andere mehr erstellen, bearbeiten und per E-Mail austauschen.“ Und dies über alle Branchengrenzen hinweg sowie nicht zuletzt Cloud-fähig.

Allerdings: „Ein gewisser Entwicklungsaufwand ist noch erforderlich“, erklärt Dr. Liebig,. Vor allem, weil das Programm von Anfang an für die gesamt Bandbreite möglicher Anwender angeboten werden soll. Ein Ziel des CeBIT-Auftritts sei deshalb auch die Suche nach Kapitalgebern für die Weiterentwicklung. Dass sich die Ulmer Wissenschaftler in Hannover präsentieren können, resultiert aus einem respektablen Erfolg beim internationalen Mobility-Wettbewerb CODE_n der GFT Technologies AG. Mehr als 400 Jungunternehmen aus 42 Ländern hatten sich hier mit ihrer Geschäftsidee beworben, 50 davon dürfen sich in der speziell gestalteten Halle 16 dem Fachpublikum vorstellen, unter ihnen auch derivo mit ihrer „blitzbox“. Eine mit renommierten Experten besetzte Jury wird vor Ort die „Top 10“ auswählen, aus diesem Kreis dann den Gewinner des mit 25 000 Euro dotierten CODE_n Award.

Weitere Informationen: Dr. Thorsten Liebig, Tel. 0731/50-24207 oder http://www.blitz-box.com

Willi Baur | idw
Weitere Informationen:
http://www.blitz-box.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie CeBIT 2012:

nachricht Praktisches Handgerät zum Lesen und Beschreiben von Hochfrequenz-RFID-Datenträgern
24.07.2012 | Contrinex GmbH

nachricht Rittal und Siemens stellen integrierte Energieverteilungslösung vor
20.03.2012 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: CeBIT 2012 >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einzelne Proteine bei der Arbeit beobachten

08.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Intelligente Filter für innovative Leichtbaukonstruktionen

08.12.2016 | Messenachrichten

Seminar: Ströme und Spannungen bedarfsgerecht schalten!

08.12.2016 | Seminare Workshops