Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Computer schlägt in Sekundenschnelle das perfekte Make-up vor

25.02.2011
Viele Frauen sind auf der Suche nach dem perfekten Make-up für ihren Gesichtstyp. Dabei kann ihnen jetzt der Computer weiter helfen.

Forscher des Max-Planck-Instituts für Informatik in Saarbrücken haben ein Programm entwickelt, das für ein Frauengesicht das passende Make-up auswählt und direkt am Bildschirm anzeigt. Es nutzt dafür eine Datenbank mit geschminkten Gesichtern und überträgt besonders vorteilhafte Schmink-Varianten auf Augen, Lippen und Teint.

Das virtuelle Make-up kann dann auch unter verschiedenen Lichtverhältnissen bewertet werden. Die Wissenschaftler werden das Programm vom 1. bis 5. März auf der Cebit in Hannover am saarländischen Forschungsstand (Halle 9, B 43) vorstellen.

Für das Make-up-Programm haben die Forscher am Max-Planck-Institut zunächst rund 60 Frauengesichter im ungeschminkten und geschminkten Zustand unter verschiedenen Lichtverhältnissen fotografiert. Danach wurden aus diesen Aufnahmen im Computer dreidimensionale Modelle der Gesichter erstellt. „In diesen räumlichen Modellen können wir die Farbe der Haut, Augen und Haare sowie die Gesichtsform genau analysieren und bewerten.

Diese Merkmale haben wir in eine Datenbank aufgenommen, mit der die neuen Gesichter dann abgeglichen werden“, erklärt Kristina Scherbaum, die als Forscherin am Max-Planck-Institut für Informatik das Programm entwickelt hat. Mit ihren Rechenverfahren findet der Computer automatisch heraus, welches Make-up die Gesichtszüge einer Frau besonders schön untermalt.

„Wir berücksichtigen dabei auch persönliche Merkmale wie etwa Sommersprossen oder Muttermale. Außerdem können wir bewerten, ob ein schon vorhandenes Make-up dem jeweiligen Gesichtstyp entspricht“, erläutert Kristina Scherbaum. Ein besonders schönes Make-up kann mit Hilfe der Software auch von einem Foto auf ein anderes Porträt übertragen werden. „Dies könnten zum Beispiel Visagisten in der Ausbildung nutzen. Sie hätten auch die Möglichkeit, aus dem Datenbestand ein Idealgesicht für ein schon erprobtes Make-up zu erstellen“, sagt die Informatikerin. Auf der Computermesse Cebit werden die Forscher des Saarbrücker Max-Planck-Instituts an verschiedenen Beispielen zeigen, wie man das Foto einer ungeschminkten Person mit einem typgerechten Make-up versehen kann.

Das Schmink-Programm ist ein Ergebnis der Grundlagenforschung am Max-Planck-Institut für Informatik in Saarbrücken. Mit den gleichen Rechenmodellen, die für die Make-up-Software verwendet werden, lässt sich auch die Alterung von Gesichtern vorhersagen. Kristina Scherbaum konnte damit außerdem zeigen, welche Gesichtszüge bei einer Computerfigur eher männlich oder eher weiblich wirken. „Ein Ziel unserer Forschungen ist es, noch realistischere Charaktere für Computeranimationen und Videos zu entwickeln. Denn auch virtuelle Figuren sollten altern können oder auf natürliche Weise Gefühlsregungen zeigen“, erläutert Scherbaum. Dafür könnten die dreidimensionalen Modelle von Gesichtern auf vielfältige Weise genutzt werden.

Fragen beantworten:

Kristina Scherbaum
Tel. 0681 / 302-70151
Tel. 0511 / 89 49 70 22 (Cebit-Messestand)
scherbaum@mmci.uni-saarland.de
Friederike Meyer zu Tittingdorf
Universität des Saarlandes
Pressesprecherin
Tel. 0681 / 302-3610
Mobil 0151 / 11 37 16 32
Samir Hammann
Max-Planck-Institut Informatik
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
s.hammann@mpi-inf.mpg.de
Tel. 0681 / 9325-454
Hinweis für Hörfunk-Journalisten: Sie können Telefoninterviews in Studioqualität mit Wissenschaftlern und Studenten der Universität des Saarlandes führen, über Rundfunk-ISDN-Codec. Interviewwünsche bitte an die Pressestelle (0681/302-3610) richten.

Samir Hammann | Max-Planck-Institut
Weitere Informationen:
http://www.mpi-inf.mpg.de/~scherbaum/
http://www.uni-saarland.de/pressefotos/
http://www.youtube.com/watch?v=-RpKTn6PaEE

Weitere Nachrichten aus der Kategorie CeBIT 2011:

nachricht GUS Group im CeBIT-Aufschwung
11.03.2011 | GUS Deutschland GmbH

nachricht Die Top-Trends der CeBIT 2011 für Unternehmen und Consumer
07.03.2011 | Deutsche Messe AG Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: CeBIT 2011 >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Wie der Nordatlantik zum Wärmepirat wurde

23.01.2017 | Geowissenschaften

Immunabwehr ohne Kollateralschaden

23.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

23.01.2017 | Physik Astronomie