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CeBIT 2011: Notfallerkennung im Eigenheim

03.02.2011
Für viele Senioren bedeutet Lebensqualität ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden. Dies ist oft nur möglich, wenn man sich im Ernstfall auf schnelle Hilfe verlassen kann.

Auf der CeBIT 2011 stellt das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering (IESE) aus Kaiserslautern ein System vor, das Notlagen erkennt und im Bedarfsfall einen Notruf auslöst.

Wissenschaftler des Fraunhofer IESE entwickeln dieses System gemeinsam mit dem Westpfalz Klinikum sowie den Firmen CIBEK technolgy + trading und Binder Elektronik im Rahmen des Forschungsprojekts „ProAssist4Life“ (Proaktive Assistenz für kritische Lebenslagen). Auf dem Fraunhofer Gemeinschaftsstand (Halle 9, Stand B36) der diesjährigen CeBIT in Hannover zeigt ein Prototyp, wie die Notfallerkennung funktioniert.

Als Kulisse dient eine Küche, in der sich ein Student ein Frühstück zubereitet. Mithilfe unauffälliger Sensoren erlernt das System fortwährend das gewohnte Verhalten des Bewohners. Sobald das System ungewöhnliches Verhalten registriert, zum Beispiel regungsloses Verweilen auf einem Stuhl oder dem Fußboden, wird der Bewohner zunächst angesprochen. Dies kann telefonisch oder per Touch-Bildschirm mit integriertem Lautsprecher passieren und soll einen möglichen Fehlalarm vermeiden. Ist die Situation unkritisch, gibt der Betroffene Entwarnung durch Berührung des Bildschirms. Reagiert die Person nicht, schließt die Software auf eine Notlage und kontaktiert eine Vertrauensperson oder die Rettungsleitstelle.

Dazu sind weder Kameras noch Mikrofone nötig. Ebenso wenig müssen die Senioren Messgeräte am Körper tragen. Die Sensoren sind nahezu unsichtbar in die Wohnumgebung integriert. Die Installation ist dank der verwendeten Funktechnologie besonders einfach. Lästiges Kabellegen entfällt. „Unsere Sensoren sind kein Ersatz für Hausnotrufsysteme“ betont Holger Storf, Wissenschaftler am IESE. „Vielmehr verstehen wir sie als eine Art Airbag“. Bisher gibt es kein vergleichbares System am Markt.

Ansprechpartnerin:
Yvonne Ortiz Guadalupe
Telefon +49 (631) 6800 1002
yvonne.ortiz@iese.fraunhofer.de
Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE
Fraunhofer-Platz 1
67663 Kaiserslautern
Das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE
Das Fraunhofer IESE in Kaiserslautern gehört zu den weltweit führenden Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet der Software- und Systementwicklung. Die Produkte unserer Kooperationspartner werden wesentlich durch Software bestimmt. Die Spanne reicht von Automobil- und Transportsystemen über Automatisierung und Anlagenbau, Informationssysteme, Gesundheitswesen und Medizintechnik bis hin zu Softwaresystemen für den öffentlichen Sektor.

Unsere Lösungen sind flexibel skalierbar. Damit sind wir der kompetente Technologiepartner für Firmen jeder Größe – vom Kleinunternehmen bis zum Großkonzern. Unter der Leitung von Prof. Dieter Rombach und Prof. Peter Liggesmeyer tragen wir seit über einem Jahrzehnt maßgeblich zur Stärkung des aufstrebenden IT-Standorts Kaiserslautern bei. Im Fraunhofer-Verbund für Informations- und Kommunikationstechnik engagieren wir uns gemeinsam mit weiteren Fraunhofer-Instituten für richtungsweisende Schlüsseltechnologien von morgen. Das Fraunhofer IESE ist eines von 60 Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft. Zusammen gestalten wir die angewandte Forschung in Europa wesentlich mit und tragen zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands bei.

Martin Koch | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.iese.fraunhofer.de

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