Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

CeBIT 2011: Biometrie für Unternehmen - Datenschutz ist der kritische Punkt

08.02.2011
In einigen Unternehmen sind biometrische Systeme bereits für die Zugangskontrolle oder Zeiterfassung im Einsatz. In Zukunft ist hier ein Wachstum zu erwarten. Was bei der Nutzung berücksichtigt werden sollte, erklärt Fraunhofer-Biometrie-Experte Alexander Nouak.

Biometrische Systeme erkennen Personen anhand von eindeutigen Körpermerkmalen und kommen als Berechtigungsnachweis zum Einsatz. Mit dem Einsatz von Fingerabdruck, Irisscan oder Gesichtserkennung ist das Vergessen von Passwörtern oder das Verlegen von Schlüsseln kein Problem mehr. Der Komfortgewinn ist das große Argument aller Biometriehersteller.

"Der kritische Punkt ist jedoch der Datenschutz", erklärt Alexander Nouak, Abteilungsleiter "Identifikation und Biometrie" am Fraunhofer IGD, der weltweit führenden Forschungseinrichtung für angewandtes Visual Computing. "Bei einem Einsatz in Unternehmen muss dieser für die Belegschaft gleich doppelt berücksichtigt werden."

Nach Nouak gilt es zu verhindern, dass die vom System gespeicherten biometrischen Daten zweckfremd verwendet werden und dass die Privatsphäre des Beschäftigten durch die Systeme verletzt wird. Eine Verletzung der Privatsphäre kann vorliegen, wenn das System dem Arbeitgeber ermöglicht, ein genaues Bewegungs- und Verhaltensprofil seiner Angestellten zu erstellen. Etwa: Wann hat Mayer seinen PC entsperrt? Oder: Ist Müller in der Cafeteria? "Es gibt bereits Hersteller, die hierzu Sicherheitsbeschränkungen eingebaut haben", sagt Nouak. "So kann das Ereignislogbuch eines Zugangskontrollsystems nur dann eingesehen werden, wenn es vorher von einem Mitglied des Betriebsrats per Passwort genehmigt wurde."

Das Problem der tatsächlichen Datensicherheit, also die Gefahr, dass mein Fingerabdruck geklaut wird, ist damit jedoch noch nicht gelöst. Nach Ansicht des Fraunhofer-Forschers schützt man biometrische Daten am besten, indem man sie erst gar nicht speichert.

Die Forscher des Fraunhofer IGD haben hierzu ein System entwickelt, das ohne gespeicherte Biometrie auskommt (Vgl.

http://www.presseportal.de/go2/Fraunhofer_IGD_Biometrie ) und das sie auf der CeBIT in Hannover in Halle 9 Stand B36 präsentieren werden.

Konrad Baier | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.igd.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: Biometrie Datenschutz Fingerabdruck IGD Privatsphäre

Weitere Nachrichten aus der Kategorie CeBIT 2011:

nachricht GUS Group im CeBIT-Aufschwung
11.03.2011 | GUS Deutschland GmbH

nachricht Die Top-Trends der CeBIT 2011 für Unternehmen und Consumer
07.03.2011 | Deutsche Messe AG Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: CeBIT 2011 >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Im Focus: Breakthrough with a chain of gold atoms

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

Im Focus: Hoch wirksamer Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Im Focus: Sensoren mit Adlerblick

Stuttgarter Forscher stellen extrem leistungsfähiges Linsensystem her

Adleraugen sind extrem scharf und sehen sowohl nach vorne, als auch zur Seite gut – Eigenschaften, die man auch beim autonomen Fahren gerne hätte. Physiker der...

Im Focus: Weltweit genaueste und stabilste transportable optische Uhr

Optische Strontiumuhr der PTB in einem PKW-Anhänger – für geodätische Untersuchungen, weltweite Uhrenvergleiche und schließlich auch eine neue SI-Sekunde

Optische Uhren sind noch genauer als die Cäsium-Atomuhren, die gegenwärtig die Zeit „machen“. Außerdem benötigen sie nur ein Hundertstel der Messdauer, um eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

ANIM in Wien mit 1.330 Teilnehmern gestartet

17.02.2017 | Veranstaltungen

Ökologischer Landbau: Experten diskutieren Beitrag zum Grundwasserschutz

17.02.2017 | Veranstaltungen

Von DigiCash bis Bitcoin

16.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Stammzellen verlassen Blutgefäße in strömungsarmen Zonen des Knochenmarks

17.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

LODENFREY setzt auf das Workforce Mangement von GFOS

17.02.2017 | Unternehmensmeldung

50 Jahre JULABO : Erfahrung – Können & Weiterentwicklung!

17.02.2017 | Unternehmensmeldung