Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fahrzeuge schnell und unkompliziert anmelden

26.02.2010
Fraunhofer FOKUS stellt Technologie für elektronische Kfz-Zulassung vor

Kaufen, Zulassen, Losfahren. Fraunhofer FOKUS, das Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme, wird auf der CeBIT 2010 erstmals die elektronische Kfz-Zulassung vorstellen. Basierend auf den Funktionen des neuen Personalausweises soll die eGovernment-Lösung künftig eine schnelle und unkomplizierte Fahrzeugzulassung ermöglichen - ohne Behördengang und ohne Wartezeiten.

Mit der elektronischen Kfz-Zulassung, die Fraunhofer FOKUS gemeinsam mit Zulassungsstellen und -dienstleistern sowie einem Autohaus entwickelt hat, wird eine prozessorientierte, effiziente und kostengünstige Bearbeitung realisiert. Und der Bedarf dafür ist hoch: rund 3,09 Millionen Pkw wurde im Jahr 2008 in Deutschland neu zugelassen und 6,96 Millionen Kraftfahrzeuge wechselten den Halter, so die Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes.

Kernstück des Services ist eine interoperable Lösung. Sie verknüpft die IT-Systeme der Zulassungsdienstleister, der Zulassungsstellen des Autohauses sowie der Kennzeichenpräger. Zudem wurden der Bürger Client und die elektronische Identitäts-Funktion (eID) integriert, die beiden für die Zulassung relevanten Komponenten des neuen Personalausweises. Künftig können so alle Beteiligten kooperativ und transparent zusammenarbeiten. "Derzeit setzen die Akteure noch autarke, also eigenständige Systeme ein", erklärt Dr. Michael Tschichholz vom Fraunhofer FOKUS. "Die von uns vorgestellte eGovernment-Lösung verbindet diese heterogenen Systeme und passt den Kfz-Zulassungsprozess an die technologischen Anforderungen des neuen Personalausweises an."

Ab dem 1. November 2010 in Berlin im Einsatz
In Berlin wurden alle technischen Voraussetzungen für die elektronische Kfz-Zulassung bereits geschaffen. Ab dem 1. November 2010 können alle Bürger der Bundeshauptstadt, die einen neuen Personalausweis besitzen, die Dienstleistung zunächst in den Autohäusern der Mercedes-Benz Niederlassung Berlin nutzen. Mit Hilfe der eID-Funktion des neuen Personalausweises kann der Kunde die Zulassung des Fahrzeugs direkt in einem Autohaus über das Anmeldeportal beantragen und sich sicher elektronisch ausweisen. Dazu legt er seinen Personalausweis auf ein spezielles Kartenlesegerät, bestätigt das Auslesen der erforderlichen Daten für den Zweck der Identifikation für die Kfz-Zulassung auf dem Bildschirm und gibt seine 6-stellige PIN ein. Das spart Zeit und Wege: Identitäts- und Fahrzeugdaten werden über das Portal an die Zulassungsstelle übermittelt. Diese empfängt die Daten sicher verschlüsselt auf elektronischem Weg.

Das neue Kennzeichen wird dann von einem Zulassungsdienstleister gepresst. Darüber hinaus übernimmt der Dienstleister gegebenenfalls den Hol- und Bringservice für Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief. Als nächsten Schritt wollen die Experten von Fraunhofer FOKUS gemeinsam mit relevanten Partnern aus dem Geschäftsbereich eine flächendeckende elektronische Kfz-Zulassung im gesamten Bundesgebiet vorantreiben. Als Voraussetzung arbeiten die Forscher derzeit an der Definition eines Standards (xKfz), einem so genannten XML-Datenaustauschformat.

Pressekontakt:
Fraunhofer FOKUS
Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme
Eva Sittig
Tel + 49 (0) 30 3463 7212
eva.sittig@fokus.fraunhofer.de

| Deutsche Messe
Weitere Informationen:
http://www.cebit.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie CeBIT 2010:

nachricht Neue Freiheit für IT-Leiter - Die todo GmbH bringt flexIT 2010 heraus
24.03.2010 | todo GmbH

nachricht Neue Version der SAP-Lösung von Kaba noch anwenderfreundlicher
24.03.2010 | Kaba GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: CeBIT 2010 >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

Zweites Symposium 4SMARTS zeigt Potenziale aktiver, intelligenter und adaptiver Systeme

27.03.2017 | Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fließender Übergang zwischen Design und Simulation

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Industrial Data Space macht neue Geschäftsmodelle möglich

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Neue Sicherheitstechnik ermöglicht Teamarbeit

27.03.2017 | HANNOVER MESSE