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Stromverbrauchs-Adapter für jedes Haushaltsgerät von Studenten im CeBIT-Innovationslabor erfunden

06.03.2009
Im CeBIT-Innovationslabor der beiden Hasso-Plattner-Institute aus Potsdam und Palo Alto (Kalifornien) haben die Studenten die Idee kleiner, handlicher Strom-Messer entwickelt, die als Adapter zwischen die einzelnen Elektrogeräte im Haushalt und das Stromnetz geschaltet werden.

"Die Einzeldaten des Nutzers sollen elektronisch zusammengeführt und in der Summe auf einer Anzeigetafel gezeigt werden, die bei hohem Gesamtverbrauch des Haushalts eine grelle Farbe annimmt. Bei niedrigem Verbrauch leuchtet die Anzeige grün", berichtete Prof. Ulrich Weinberg, Leiter der HPI School of Design Thinking in Potsdam, am Freitagmorgen.

Der Verbrauch könne auch über einen lokalen Internetanschluss an einen zentralen Server übermittelt werden, ergänzte Weinberg. Für den Verbraucher seien somit Energieverbrauchs-Auswertungen und -Vergleiche möglich. Energieversorgungsunternehmen sollten die Kunden vor allem durch Rückzahlungen und Gutschriften für sparsames Verhalten belohnen, meinten die kreativen Querdenker aus Potsdam und Palo Alto.

Zuvor hatte der Ideen-Frischdienst aus Halle 9 der CeBIT (Stand A01) innerhalb von 24 Stunden für den Bereich IT-Sicherheit das Konzept eines "Virtual Identity Reports" entwickelt. Dieser per Post oder E-Mail versandte Bericht soll jedem Internetnutzer einen Überblick darüber verschaffen, welche privaten Daten derzeit von ihm im Internet verfügbar sind. "Die befragten Nutzer in Deutschland und Kalifornien haben uns in diesem Zusammenhang auf die Idee eines elektronischen "Radiergummi"-Service gebracht, der unerwünschte private Daten im Internet leicht löschen kann", erläuterte Prof. Ulrich Weinberg am Donnerstag. Ob und wie ein solches elektronisches Radiergummi für Internetdaten technisch zu realisieren wäre, müsse in einem zweiten Schritt überprüft werden.

Am Mittwoch hatte das HPI-Innovationslabor auf der CeBIT (Halle 9, Stand A01) eine Idee präsentiert, die helfen soll, den Stress bei Berufstätigen der "Webciety" abzubauen, die "always on" sind. Die Software, die auf mobilen Geräten zu installieren ist, würde alle Kommunikationskontakte des Nutzers bildlich anzeigen, also mit den Fotos der Kontaktpersonen. "Auf dem Bildschirm kann dann auf einen Blick das Verhältnis von beruflicher und privater Kommunikation dargestellt werden, so dass man an der Ausgewogenheit von Berufs- und Privatleben gezielt arbeiten kann", sagt Pascal Gemmer (26), Design Thinking-Student an der HPI School of Design Thinking.

Die Studierenden der Potsdamer Innovationsschule am Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik hatten am Dienstagabend ihre auf der CeBIT erarbeiten Lösungsansätze in einer Live-Videokonferenz mit ihren Kommilitonen am Hasso Plattner Institute of Design at Stanford im kalifornischen Palo Alto (Silicon Valley) besprochen. Dort wurden die frischen Ideen über Nacht geprüft, bearbeitet und angereichert. Beflügelt von dem Input aus Kalifornien und nach ein paar Überarbeitungen kamen die kreativen Querdenker aus Potsdam dann am Mittwochmorgen im CeBIT-Innovationslabor innerhalb der selbst gesetzten 24-Stundenfrist zu dem gefundenen neuen Lösungsansatz.

Seit Freitagmorgen tüfteln die jungen kreativen Querdenker aus Potsdam und Palo Alto an innovativen E-Learning-Lösungen für den Einsatz digitaler Kommunikation im Klassenzimmer. Die jungen IT-Innovatoren arbeiten unter Beteiligung des CeBIT-Publikums und von Internetnutzern (http://d-school-blog.hpi-web.de) an der Lösung des Problems "Wie könnten wir für Schüler erreichen, dass ihre Handys und anderen Mobilgeräte in den Unterricht integriert werden? Nachmittags um 15:30 Uhr werden die am Tag erarbeiteten innovativen Ansätze im "Future Parc" der CeBIT (Halle 9, A54) zusammen mit dem CeBIT-Publikum getestet.

Hans-Joachim Allgaier | idw
Weitere Informationen:
http://www.hpi.uni-potsdam.de/presse/download/cebit_2009.html
http://d-school-blog.hpi-web.de
http://www.hpi.uni-potsdam.de/

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