Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schnelle Grafikkarten (GPU) sorgen für Performance-Boost bei In-Memory OLAP-Servern

05.02.2009
Open-Source Ansatz ermöglicht erfolgreiche und effiziente Kooperation von Softwarehersteller und Universitäten beim quelloffenen Palo OLAP-Server von Jedox.

Während sich Microsoft mit der Abkündigung des PerformancePoint Servers, nach Aussage von Analysten wohl auch aufgrund technischer Probleme, aus dem OLAP-Planungsmarkt zurückzieht, kann die Jedox AG einen Durchbruch in Punkto Planungsperformance bei OLAP-Servern vermelden.

Der vielversprechende Entwicklungssprung gelang im Rahmen eines von der DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft) geförderten Forschungsprojektes der Jedox AG und der Freiburger Albert-Ludwigs-Universität.

Ziel des Projektes ist die Optimierung von Zugriffsmethoden für multidimensionale Daten in memory-basierten OLAP-Datenbanken. Die Entwicklung wird auf Basis des quelloffenen Palo OLAP Servers von Jedox durchgeführt. Durch den Einsatz von schnellen Grafikkarten (GPUs), die ursprünglich für Computerspiele konzipiert wurden, ist dem Team aus Forschern und Entwicklern jetzt ein entscheidender Durchbruch im Projekt gelungen: Die Performance von OLAP-Analysen in Palo kann damit in bisher unvorstellbarem Maße gesteigert werden; das Team erhofft sich auf Basis dieser Ergebnisse eine Steigerung der Rechengeschwindigkeit um bis zum 40-fachen der bisher möglichen Leistung.

Einen Prototypen dieser GPU-Version von Palo führt Jedox bereits auf der diesjährigen CeBIT am Jedox Stand in Halle 4, D 53 vor. Außerdem präsentiert Jedox auf der CeBIT ihre gerade neu erschienene Multiprozessorversion von Palo 3.0.

Internationale Zusammenarbeit im Forscherteam

Derzeit arbeitet Professor Amitava Datta, University of Western Australia in Perth, als Gastwissenschaftler im Rahmen des DFG-Projektes in Freiburg. Der renommierte Informatikprofessor ist zu Gast bei Jedox und arbeitet mit dem Entwicklerteam der Softwarefirma und Forschern der Albert-Ludwigs-Universität zusammen. Zentrales Thema im Palo-Projekt ist die Entwicklung effizienter Algorithmen für memory-basierte OLAP Anwendungen. Professor Datta ist Experte auf den Gebieten Algorithmik und paralleles Rechnen und erforscht seit längerem weitere Einsatzfelder für die leistungsfähigen GPUs. Er bringt damit im direkten internationalen Austausch die optimalen Kompetenzen in das Freiburger Team aus Wissenschaftlern und Entwicklern ein.

Die Performance von Datenbanken ist heute zentrales Erfolgskriterium von Business-Systemen, die für die geforderten schnellen Geschäftsentscheidungen ad hoc riesige Datenmengen analysieren müssen. Professor Datta und Jedox machen sich hier neue Entwicklungen aus dem Hardware-Bereich zunutze: Im wissenschaftlichen Bereich werden für komplexe Berechnungen statt der üblichen Prozessoren (CPU) zunehmend Grafikkarten (GPU) eingesetzt. Moderne Grafikkarten bestehen aus vielen kleinen Prozessorkernen, die Berechnungen parallelisieren und damit beschleunigen können. Im Jahr 2008 brachten Chiphersteller wie Nvidia und AMD erstmals Grafikprozessoren mit mehr Rechenleistung als herkömmliche CPUs auf den Markt.

Was macht die GPU so schnell?

Um den Unterschied in der Vorgehensweise der Berechnungen und der damit verbundenen Schnelligkeit deutlich zu machen, sei ein Vergleich mit einem anschaulichen Beispiel, passend zu den kommenden Ereignissen des Frühjahrs, angeführt: Im Szenario der klassischen Prozessorarchitektur würde der Osterhase bei der Verteilung von Ostergeschenken zunächst ermitteln, in welchen Häusern Kinder wohnen, dann relativ aufwendig eine optimale Route berechnen und schließlich seine Geschenke entlang dieser optimierten Route von Haus zu Haus tragen. In der "neuen Welt" der GPUs würden stattdessen zigtausende Osterhasen ohne vorherige Routenberechnung zu allen Häusern gleichzeitig losgeschickt. Bei einem Haus angekommen, würde jeder Osterhase prüfen ob dort Kinder wohnen und nur in diesem Falle seine Süßigkeiten dort abgeben. Diese Vorgehensweise ist pro Osterhase zwar ineffizienter, aufgrund der großen Anzahl von verfügbaren Osterhasen (sprich GPU-Prozessoren) aber insgesamt viel schneller erledigt.

Grafikkarten im OLAP-Bereich: Die Auswirkungen in der Praxis

Im Palo-Projekt werden Grafikkarten von Nvidia verwendet, die sich durch eine sehr gute Programmierschnittstelle auszeichnen. Palo ist der ideale Ausgangspunkt, um im OLAP-Bereich neue Wege durch den Einsatz von Grafikkarten zu beschreiten: Zum einen wegen des offenen Quellcodes der Open-Source-Lösung, die einer breit angelegten internationalen Forschung und Entwicklung entgegenkommt, zum anderen wegen der in-memory Architektur des Palo-Servers, die sich optimal für den Einsatz der neuen GPUs mit immer größerem Grafikspeicher eignet.

"In-Memory OLAP-Server sind ein ideales Anwendungsgebiet für die schnellen Grafikkarten, wir sind froh, damit für GPUs eines der ersten kommerziellen Einsatzfelder im Bereich Business Intelligence gefunden zu haben" erklärt Prof. Datta von der Universität Perth.

Im Geschäftsalltag wird sich das Ergebnis gravierend auswirken: Durch bisher nicht gekannte Schnelligkeit bei einzelnen komplexen Berechnungen oder durch eine verbesserte Performance bei dezentralen Geschäftsprozessen mit vielen Beteiligten, wie z.B. der Unternehmensplanung.

Über Jedox

Die 2002 von Kristian Raue gegründete Jedox AG ist ein weltweit führender Anbieter von Open Source Business Intelligence- und Corporate Performance Management-Lösungen. Das Kernprodukt der Jedox AG, Palo, deckt den gesamten Bereich Business Intelligence einschließlich Planung, Reporting und Analyse ab. Mittlerweile setzten 20% der DAX 30 Unternehmen und viele weitere Firmen im In- und Ausland Jedox-Lösungen erfolgreich ein. Dazu gehören bekannte Namen wie die Quelle GmbH, Clariant Schweiz oder Nycomed Deutschland. Internationalisierung und die Erweiterung der Produktpalette im Bereich Commercial Open Source Software geben die Zielrichtung des weiteren Wachstums vor. Zurzeit arbeiten über 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Jedox. Das Kernprodukt Palo ist kostenlos unter www.palo.net als Download verfügbar.

Ansprechpartner für die Presse:

Jedox AG
Vorstand:
Kristian Raue
Bismarckallee 7a
D-79098 Freiburg im Breisgau
Tel: +49 (761) 15147-0
Fax: +49 (761) 15147-10
info@jedox.com
Marketing-Managerin
Natascha Thoma-Widmann
Bismarckallee 7a
D-79098 Freiburg im Breisgau
Tel: +49 (761) 15147-221
Fax: +49 (761) 15147-10
natascha.thoma-widmann@jedox.com

| Deutsche Messe AG
Weitere Informationen:
http://www.jedox.com
http://www.palo.net

Weitere Nachrichten aus der Kategorie CeBIT 2009:

nachricht Hybrid-Scanner ordnet Dokumente nach Chaos-Prinzip
09.03.2009 | Xamance

nachricht Zum Abschluss der CeBIT 2009: Trends und Themen
09.03.2009 | Deutsche Messe

Alle Nachrichten aus der Kategorie: CeBIT 2009 >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

Jenaer Akustik-Tag: Belastende Geräusche minimieren - für den Schutz des Gehörs

27.04.2017 | Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

VLC 200 GT von EMAG: Neue passgenaue Dreh-Schleif-Lösung für die Bearbeitung von Pkw-Getrieberädern

27.04.2017 | Maschinenbau

Induktive Lötprozesse von eldec: Schneller, präziser und sparsamer verlöten

27.04.2017 | Maschinenbau

Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

27.04.2017 | Informationstechnologie