Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hybrid-Scanner ordnet Dokumente nach Chaos-Prinzip

09.03.2009
Französisches Start-up verbindet digitale mit physischer Welt

Das französische Start-up Xamance hat auf der CeBIT eine neue Scanner-Lösung präsentiert, mit der Papierdokumente mit einem Knopfdruck auf digitalem und physischem Weg geordnet werden können.

Das hybride System funktioniert denkbar einfach und soll das Problem lösen, dass physische Dokumente zwar einfach eingescannt und digitalisiert werden können, das Ablegen, Ordnen und Auffinden derselben in der physischen Welt aber eine umständliche Sache bleibt.

Beim Ordnen der Dokumente setzt die auf den Namen "Xambox" getaufte Lösung auf das Chaosprinzip. Neu abzulegende Dokumente werden einfach durch das Gerät gelassen und landen nach dem Scan und der elektronischen Speicherung im PDF-Format willkürlich mit anderen Dokumenten in einer mitgelieferten Papierbox. Die dazugehörige Software merkt sich die Position des abgelegten Blattes und teilt dem Anwender bei Bedarf mit, in welcher Box und welchem Register das Originaldokument zu finden ist.

Die Suche nach Dokumenten erfolgt elektronisch, da die Softwarelösung eine Texterkennung für die eingescannten Belege integriert hat. Das Erstellen eines komplizierten Büro-Ordnersystems für Originaldokumente nach Datumseingang oder thematischen Bereichen entfällt.

"Der Traum einer papierlosen Welt, den wir seit dem Beginn des Computerzeitalters hegen, wird sich in absehbarer Zeit leider nicht erfüllen. Während es auf dem Computer oder im Internet eine Leichtigkeit geworden ist, Dokumente wiederzufinden, ohne den genauen Ablageort zu kennen, existierte in der physischen Welt bis dato überhaupt keine vergleichbare Lösung", erklärt Firmengründer Thomas Henry im pressetext-Interview die Hintergründe seiner Erfindung. "Durch die Xambox-Lösung können alle Vorteile der elektronischen Welt, wie Dokumenten-Bearbeitung, Suche, Drucken und E-Mail-Versand genutzt werden. Gleichzeitig unterstützt mich die Software, wenn ich das abgelegte Originaldokument in seiner physischen Form einmal benötigen sollte - etwa für juristische oder steuerrechtliche Belange", so Henry.

Mit der erstmals im Herbst 2007 präsentierten "Xambox" und der nun auf der CeBIT vorgestellten kleineren Lösung "Xambox Professional" hat das französische Start-up bereits zwei Lösungen auf dem Markt, die in über 20 Ländern erhältlich sind. Die kleinere Variante Xambox Professional zielt vor allem auf Einzelpersonen - etwa Führungskräfte oder Selbstständige - ab und kostet 799 Euro (exkl. Steuern). Bei der Scankomponente setzt Xamance auf die Fujitsu-Lösung ScanSnap S300, die vier bis sechs Seiten pro Minute scannt. Optional bietet Xamance eine verlängerte Garantie auf drei Jahre sowie die Möglichkeit eines verschlüsselten Online- und Sicherheitsbackup für die digitalisierten Dokumente an.

Die umfangreichere Xambox-Lösung, die mit einem leistungsstärkeren Scanner ausgestattet ist und einfach in verbreitete Softwarepakete wie KM, CRM oder CMS integriert werden kann, ist ab 1.790 Euro erhältlich. Abnehmer der innovativen Lösung finden sich neben Frankreich, den USA sowie dem restlichen Europa auch in Afrika. "Interessanterweise kommt die Xambox gerade in Afrika in vielen Ministerien und in der öffentlichen Verwaltung zum Einsatz. Da die Verbreitung von Scannern in dieser Region nicht so hoch wie in Europa oder den USA ist, stellt unser All-in-one-Konzept gerade dort eine günstige wie praktische Lösung dar, um die Brücke zwischen der physischen und digitalen Welt zu schlagen", meint Henry im Gespräch mit pressetext.

Martin Stepanek | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.xamance.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie CeBIT 2009:

nachricht Zum Abschluss der CeBIT 2009: Trends und Themen
09.03.2009 | Deutsche Messe

nachricht Schüler sollen Lehrern per Handy sofort Rückmeldung geben können
09.03.2009 | Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik (HPI)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: CeBIT 2009 >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weiterbildung zu statistischen Methoden in der Versuchsplanung und -auswertung

06.12.2016 | Seminare Workshops

Bund fördert Entwicklung sicherer Schnellladetechnik für Hochleistungsbatterien mit 2,5 Millionen

06.12.2016 | Förderungen Preise

Innovationen für eine nachhaltige Forstwirtschaft

06.12.2016 | Agrar- Forstwissenschaften