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Digitale Systeme auf der CeBIT 2009

25.02.2009
Leibniz Universität Hannover präsentiert auf der CeBIT Innovationen

Neue Entwicklungen im Bereich digitaler Medien präsentiert die Leibniz Universität Hannover während der CeBIT 2009 von Dienstag, 3. März, bis Sonntag, 8. März 2009.

Die Projekte des Instituts für Informationsverarbeitung, des Instituts für Systems Engineering sowie das Gemeinschaftsprojekt des Forschungszentrums L3S und der Technischen Informationsbibliothek sind auf dem niedersächsischen Gemeinschaftsstand in Halle 9, Stand B22 zu sehen.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom Institut für Informationsverarbeitung zeigen den Besuchern und Besucherinnen ein Fehlerverschleierungssystem für ein zuverlässiges skalierbares Videostreamingsystem. Der Einsatz dieses Systems gewährleistet eine schnelle und fehlerfreie Videoübertragung. Server und Empfangsgeräte werden dabei nicht durch aufwändige Rechenoperationen belastet. Mit einem skalierbaren Videostreamingsystem werden Empfänger mit unterschiedlichen Bandbreiten und Displaygrößen bedient. Dabei nutzt das System die skalierbare Erweiterung des H.264 Standards. So wird ein Datenstrom mit unterschiedlichen Bildauflösungen, Bildfrequenzen und Qualitäten erzeugt. Auf dem Server ist eine flexible Adaptierung an die verfügbare Bandbreite und an das Empfangsgerät möglich.

Das gemeinsame Projekt ViFaChem des Forschungszentrums L3S und der Technischen Informationsbibliothek (TIB) dient dem Informationsmanagement im Bereich Chemie. Ziel ist, die Informationsflut in diesem Bereich einzudämmen. Eine umfassende Informationsinfrastruktur soll den wissenschaftlichen Erkenntnisprozess und die Generierung von Wissen unterstützen. Personalisierungsdienste ermöglichen eine kreative Gestaltung des digitalen Arbeitsplatzes. So ist es für die Nutzerinnen und Nutzer einfacher, relevante Informationen zu finden und diese auf individuelle Bedürfnisse zuzuschneiden.

Das Institut für Systems Engineering, Fachgebiet System- und Rechnerarchitektur, stellt eine intelligente Kamera vor: Während Bildmaterial bisher oft visuell ausgewertet werden musste, wie beispielsweise in der Sicherheitstechnik, können moderne Verfahren Bilder automatisch analysieren. Durch den Verzicht auf zentrale Strukturen wie Monitorraum oder Server zur Bilddatenspeicherung sind Smart-Camera-Systeme robust gegenüber Ausfällen und Angriffen. Die Bilddaten verbleiben in der Kamera. Sie werden bei besonderen Vorfällen an das Sicherheitspersonal übertragen. So wird die Privatsphäre der beobachteten Personen deutlich besser geschützt als bisher.

Auf dem Gemeinschaftsstand gibt es außerdem ein Innovationsquiz. Es ist ein gemeinsames Exponat der niedersächsischen Hochschul-Technologietransferstellen. Das Quiz kann während der gesamten Messedauer gespielt werden. Dazu beantworten die Besucherinnen und Besucher Fragen aus den Bereichen Exponate, Technologietransfer, Finanzierung, Wirtschaftsförderung und allgemeine Fragen zu Niedersachsen. Zu gewinnen gibt es Produkte aus der Kampagne "Innovatives Niedersachsen".

Persönliche Kontakte können Forschungseinrichtungen und Firmen bei der Kontaktbörse Future Match auf der CeBIT knüpfen. Im Future Parc, Halle 9, Stand A 56, können Interessierte gezielt Partner aus anderen europäischen Ländern zur technischen Zusammenarbeit suchen oder sich einen Überblick über neue Technologien verschaffen. Die Kontaktbörse wird von unitransfer, der Forschungs- und Technologiekontaktstelle der Leibniz Universität als Partnerin des Enterprise Europe Network in Niedersachsen organisiert.

Dr. Stefanie Beier | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-hannover.de

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