Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

CeBIT 2009: "Wann reicht meine finanzielle Vorsorge aus?"

20.02.2009
Wer dem Risiko aus dem Weg gehen will, bei Krankheit oder im Alter nur mit geringer Rente dazustehen, muss heute zusätzlich privat vorsorgen.

Bei dieser langfristigen Finanzplanung spielen alle möglichen Faktoren wie die Ausbildungskosten der Kinder, Immobilienbesitz oder drohende Arbeitslosigkeit eine Rolle. Damit jeder für sich die richtige Vorsorge treffen kann, haben Wissenschaftler der Universität des Saarlandes eine komplexe Software entwickelt.

Im Mittelpunkt der Beratungssoftware Life Charts zur strategischen Finanzanalyse steht der Traum, über so viel Geld zu verfügen, dass man das restliche Leben ohne Einnahmen aus Arbeit finanzieren kann. Die von Banken und Versicherungen unabhängige Software kann im Internet getestet werden. Mitarbeiter des Lehrstuhls für Informations- und Technologiemanagement werden die Software am saarländischen Forschungsstand auf der CeBIT (Halle 9, Stand B 43) vorstellen.

Beim persönlichen Finanz-Check wird zunächst eine Momentaufnahme der finanziellen Situation einer Privatperson gemacht. Dann wird erarbeitet, wie die Finanzen auf eine stabile Basis gestellt werden können und wie die Vorsorge für die Zukunft aussehen sollte. Dabei geht es zum Beispiel darum, wie Vermögen schrittweise aufgebaut werden kann und wie man das ersparte Geld auf verschiedene Anlagen verteilt. In einem weiteren Schritt wird dann überwacht, wie diese planerischen Ziele umgesetzt werden.

Per Online-Datenerfassung können beispielsweise aktuelle Börsenkurse sowie Daten von Depotbanken und Versicherungen automatisch in die Analyse integriert werden. Gibt der Anwender ein Wunschalter an, wann er den Traum der finanziellen Freiheit erreichen möchte - also ab wann er sein Leben ohne Einnahmen aus Arbeit finanzieren will - berechnet Life Charts die dafür geeigneten Maßnahmen. Zum Beispiel wird bestimmt, wie viel Geld gespart werden muss und ob man in jüngerem Alter noch risikoreichere Anlagen ins Augen fassen kann.

Um an jedem Ort über die aktuelle finanzielle Situation informiert zu sein, wird Life Charts Mobile für Smartphones und Pocket PCs entwickelt. In kritischen Börsenphasen erlaubt die Integration von Mobile Brokerage in Life Charts, den gesamten Depotbestand jederzeit im Blick zu behalten und ad hoc auf Kauf- und Verkaufsignale reagieren zu können. Individuell definierbare Anlagestrategien lassen sich so mit Hilfe des mobilen Wertpapierhandels ortsunabhängig zu aktuellen Kursen realisieren. Mit der ebenfalls von den Wissenschaftlern entwickelten AlgoTrade-Software können solche Anlagestrategien im Voraus simuliert werden. Entwickeln sich die Anlagen in die gewünschte Richtung, können die Börsensignale von einem automatischen "Handelsknecht" in Echtzeit ermittelt und ausgeführt werden.

Das Life Charts-System zur Unterstützung von Entscheidungen ist wie ein Baukasten angeordnet, der individuell auf die Fragestellungen einer Person zugeschnitten werden kann. Der Anwender muss nur eine Frage zur seiner finanziellen Situation eingeben. Daraufhin werden automatisch die fachlichen Bausteine bestimmt, die am besten zu seiner persönlichen Finanzplanung passen. Über individuelle Benutzeroberflächen, die als Webservice ebenfalls automatisch zusammengesetzt werden, kann der Anwender dann sofort die empfohlenen Geschäftsprozesse wie etwa eine Aktienanlage ausführen.

Das Portal zur Persönlichen Finanzplanung (http://pfp.itm.uni-saarland.de) bietet alle Informationen rund um Life Charts im Internet an. Über das Portal ist eine lokale Life Charts-Version beziehbar. Diese erlaubt es, die persönliche Situation strategisch zu analysieren - ohne dass man Finanzberatern von Banken oder Versicherungen die sensiblen finanziellen Daten Preis geben muss. Das Portal stellt außerdem Grundlagenwissen zur finanziellen Bildung zur Verfügung und vermittelt einen Eindruck, wie Life Charts im öffentlichen Sektor als Grundlage einer Schulungssoftware eingesetzt werden kann: Eine wesentlich vereinfachte, webbasierte Life Charts-Version ist frei zugänglich in das Portal integriert. So lässt sich zum Beispiel direkt ausprobieren, welche Auswirkungen die Änderungen von Einnahmen und Ausgaben, Inflation und Zinsen auf die Altersvorsorge haben.

Die von saarländischen Wissenschaftlern in einem Forschungsprojekt entwickelte Life Charts-Software will fachlich und technologisch innovative Konzepte transportieren, die die Grundlage für marktfähige Produkte bilden. Im Zuge des Technologie- und Wissenstransfers engagiert sich der Lehrstuhl für Informations- und Technologiemanagement auch in Beratungsprojekten mit Finanzdienstleistern.

Fragen beantworten Ihnen:

Projektleiter Dr. Benjamin Olschok
Lehrstuhl für Informations- und Technologiemanagement
Universität des Saarlandes
Tel. 0681/302-4558
Email: bjo@itm.uni-sb.de
Friederike Meyer zu Tittingdorf
Kompetenzzentrum Informatik der Universität des Saarlandes
Tel. 0681/302-58099
Tel. 0511/8959-7075 (Standtelefon CeBIT)
Email: presse@cs.uni-sb.de
Presse- und Informationszentrum der Universität des Saarlandes
Referat 7, Gebäude A2 3,
Postfach 151150, 66041 Saarbrücken
Fon: 0681/302-2601
Fax: 0681/302-2609
E-Mail: presse@univw.uni-saarland.de

Saar - Uni - Presseteam | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-saarland.de/de/medien
http://pfp.itm.uni-saarland.de
http://www.itm.uni-saarland.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie CeBIT 2009:

nachricht Hybrid-Scanner ordnet Dokumente nach Chaos-Prinzip
09.03.2009 | Xamance

nachricht Zum Abschluss der CeBIT 2009: Trends und Themen
09.03.2009 | Deutsche Messe

Alle Nachrichten aus der Kategorie: CeBIT 2009 >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Einblicke unter die Oberfläche des Mars

Die Region erstreckt sich über gut 1000 Kilometer entlang des Äquators des Mars. Sie heißt Medusae Fossae Formation und über ihren Ursprung ist bislang wenig bekannt. Der Geologe Prof. Dr. Angelo Pio Rossi von der Jacobs University hat gemeinsam mit Dr. Roberto Orosei vom Nationalen Italienischen Institut für Astrophysik in Bologna und weiteren Wissenschaftlern einen Teilbereich dieses Gebietes, genannt Lucus Planum, näher unter die Lupe genommen – mithilfe von Radarfernerkundung.

Wie bei einem Röntgenbild dringen die Strahlen einige Kilometer tief in die Oberfläche des Planeten ein und liefern Informationen über die Struktur, die...

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Im Focus: Manipulating Electron Spins Without Loss of Information

Physicists have developed a new technique that uses electrical voltages to control the electron spin on a chip. The newly-developed method provides protection from spin decay, meaning that the contained information can be maintained and transmitted over comparatively large distances, as has been demonstrated by a team from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute. The results have been published in Physical Review X.

For several years, researchers have been trying to use the spin of an electron to store and transmit information. The spin of each electron is always coupled...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungen

Den Nachhaltigkeitskreis schließen: Lebensmittelschutz durch biobasierte Materialien

21.07.2017 | Veranstaltungen

Operatortheorie im Fokus

20.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einblicke unter die Oberfläche des Mars

21.07.2017 | Geowissenschaften

Wegbereiter für Vitamin A in Reis

21.07.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten