Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hochsichere Datenschleuse schützt gegen Internet-Spionage

04.03.2008
Das Hasso-Plattner-Institut stellt auf der CeBIT (Halle 9 C08) ein Hochsicherheitssystem vor, das Netzwerke von Unternehmen oder Behörden vor Angriffen sowie sensible Daten vor Internet-Spionage schützt.

Es handelt sich um die Datenschleuse "Lock-Keeper", ein im Fachgebiet Internet-Technologien und -Systeme entwickeltes, Hardware-basiertes Rechnersystem, das sicheren Nachrichtenaustausch zwischen physikalisch völlig getrennten Netzen ermöglicht.

"Der Lock-Keeper beruht auf dem einfachen Prinzip, dass man ein Netzwerk am besten schützt, wenn man es von anderen getrennt hält", erläutert Instituts- und Fachgebiets-Leiter Prof. Christoph Meinel. Durch die patentierte Technologie, entwickelt von Meinel und seinem deutschen Wissenschaftlerteam und lizenziert von Siemens Schweiz, kann vollständiger Schutz vor Online-Angriffen erreicht werden.

"Daten, die vom einen Netz ins andere wollen, werden zunächst in den Lock-Keeper übertragen und können dort auf bösartigen Code und Schadsoftware geprüft werden, bevor sie dann sicher in das geschützte Netz übermittelt werden", erläutert der Wissenschaftler das Funktionsprinzip. Es ermöglicht ein bislang kaum erreichtes Sicherheitsniveau bei Datenaustausch zwischen Netzwerken.

"Erreicht wird dies durch die vollkommene physikalische Trennung. Der Lock-Keeper sorgt dafür, dass zu keinem Zeitpunkt eine Verbindung zwischen den beteiligten Netzwerken besteht", betont Meinel. Zuverlässig unterbunden würden somit alle online-basierten Angriffe durch Spyware, Backdoors, Angriffe auf der Protokollebene wie etwa TCP Sequence Number Attack, Tunneling, Message Encapsulating, Tiny Fragment Attack oder Overlapping Fragment Attack.

Denial of Service Angriffe werden so abgeblockt, dass sie das zu schützende Netz nicht beeinträchtigen können. "Anders als bekannte Schutzmechanismen, wehrt der Lock-Keeper proaktiv auch bislang unbekannte Angriffsarten ab, die auf eine bestehende Verbindung der Netze angewiesen sind", hebt der Wissenschaftler einen besonderen Vorteil hervor. Dargestellt wird auf der CeBIT auch, wie der Lock-Keeper durch die Implementierung bestimmter Trusted Computing-Konzepte die Anforderungen von Institutionen mit höchstem Bedarf an Sicherheit vollständig erfüllt. Dazu gehören Militär, Polizei und andere Sicherheitsbehörden genauso wie etwa Finanzdienstleister.

Bildangebote zu unseren CeBIT-Themen finden Sie auf der Website des HPI unter
http://www.hpi.uni-potsdam.de/hpi/veranstaltungen/cebit_2008.html oder unter
http://www.hpi.uni-potsdam.de/presse/download.html.
Pressekontakt:
Hans-Joachim Allgaier
AllgaierCommunication
Tel.: 0331 55 09-119
06081 57 76 30
Mobil: 0179 267 54 66
Fax: 06081 96 25 17
hansjoachim.allgaier@hpi.uni-potsdam.de
info@allgaiercommunication.de
Kontakt für Fotos, Illustrationen und Logos:
Katrin Augustin
Hasso-Plattner-Institut
Tel.: 0331 55 09-150
Fax: 0331 55 09-169
katrin.augustin@hpi.uni-potsdam.de

| Deutsche Messe AG
Weitere Informationen:
http://www.cebit.de

Weitere Berichte zu: Internet-Spionage Lock-Keeper

Weitere Nachrichten aus der Kategorie CeBIT 2008:

nachricht Verbesserte Diagnostik von Herzrhythmusstörungen
10.03.2008 | Vitaphone GmbH

nachricht Professionelles Drucken für Windows Server 2008
10.03.2008 | ThinPrint GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: CeBIT 2008 >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Im Focus: Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt

Physiker des HZB haben an BESSY II Materialien untersucht, die zu den topologischen Isolatoren gehören. Dabei entdeckten sie einen neuen Phasenübergang zwischen zwei unterschiedlichen topologischen Phasen. Eine dieser Phasen ist ferroelektrisch: das bedeutet, dass sich im Material spontan eine elektrische Polarisation ausbildet, die sich durch ein äußeres elektrisches Feld umschalten lässt. Dieses Ergebnis könnte neue Anwendungen wie das Schalten zwischen unterschiedlichen Leitfähigkeiten ermöglichen.

Topologische Isolatoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie an ihren Oberflächen Strom sehr gut leiten, während sie im Innern Isolatoren sind. Zu dieser neuen...

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

17.10.2017 | Informationstechnologie

Pflanzen gegen Staunässe schützen

17.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Trends der Umweltbranche auf der Spur

17.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz