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Informationsforum RFID auf CeBIT / "2007 ist Einführungsjahr für große RFID-Projekte"

15.03.2007
- Informationsforum begrüßt Mitteilung der EU, stärker in RFID zu investieren und Verbraucher umfassender zu informieren - Wichtige Vorreiterrolle des Informationsforums im Dialog mit der Öffentlichkeit - Bestehender Rechtsrahmen für RFID ausreichend - Dialog des Informationsforums mit Bundesverband der Verbraucherzentralen

Auf der Eröffnungsveranstaltung des CeBIT Forum Auto ID/RFID heute in Hannover hat der Vorstandsvorsitzende des Informationsforum RFID, Prof. Dr. Michael ten Hompel, die wirtschaftliche Bedeutung von RFID für Europa und Deutschland herausgestellt: "RFID hat im industriellen Bereich den Durchbruch geschafft. Es geht heute nicht mehr um das Warum, sondern um das Wie beim Einsatz der innovativen Schlüsseltechnologie."

2007 sei das Einführungsjahr großer RFID-Projekte in der Logistik. Michael ten Hompel: "Dazu hat auch die Preisentwicklung der Tags sowie die hohen Leseraten bei der Pulkerfassung von bis zu 99 Prozent beigetragen."

Ten Hompel begrüßte die heutige Ankündigung von EU-Kommissarin Viviane Reding, in Europa stärker als bisher in neue und innovative Technologien zu investieren und dabei gleichzeitig die Verbraucher umfassend zu informieren. Die EU-Kommission will künftig Forschungsprojekte im Bereich Datenschutz und -sicherheit fördern und durch die Einrichtung einer europäischen RFID Stakeholder Group den Dialog über RFID mit den verschiedenen Interessensgruppen intensivieren. Die Task Force soll ebenfalls dabei unterstützen, die Aufmerksamkeit für RFID in den Mitgliedsstaaten zu schärfen und die Chancen und Möglichkeiten von RFID aufzuzeigen.

Prof. Dr. Michael ten Hompel: "Die Ansätze der Kommission sind richtungsweisend." In Deutschland habe sich das Informationsforum RFID als wichtige Plattform für ei-nen offenen und konstruktiven Dialog über RFID etabliert: "Das Informationsforum ist Vorreiter, wenn es um den gezielten Informationsaustausch zu RFID mit Öffentlichkeit, Politik und Wirtschaft geht. Es realisiert bereits heute, was die EU jetzt auf europäsicher Ebene plant." Beispielhaft verwies ten Hompel auf eine in 2006 gestartete Verbraucher-Informationskampagne zu RFID mit der Website "www.rfidabc.de" und Aktionen für Verbraucher. "Informationsangebote wie diese sind enorm wichtig. RFID wird sich nur dann erfolgreich durchsetzen, wenn die Verbraucher die Technik kennen und akzeptieren." Nach Angaben der EU-Kommission wünschen sich europaweit fast zwei Drittel der Teilnehmer eines 2006 von der EU durchgeführten Online-Konsultationsprozesses mehr Informationen, um die RFID-Technologie besser einschätzen zu können.

Im Rahmen der Veranstaltung warnte der Vorstandsvorsitzende des Informationsforums vor den Folgen einer Überregulierung der datenschutzrechtlichen Rahmenbedingungen für RFID: "Wir haben in der EU und in Deutschland sehr klare und ausreichende Bestimmungen, die beispielsweise das unbefugte Auslesen von Daten oder die unberechtigte Weitergabe von Daten verbieten. Alle derzeit existierenden RFID-Anwendungen werden hiervon erfasst, es gibt in diesem Feld keinen gesetzgeberischen Handlungsbedarf." Die EU-Kommissarin Viviane Reding hatte heute auf einer Pressekonferenz während der CeBIT betont, dass die bestehenden Datenschutzreglementierungen in der EU ausreichend seien und es keiner weitergehenden Regulierung bedürfe. Ten Hompel: "Das ist ein wichtige Klarstellung. Eine Überregulierung würde den Stillstand für die weitere Entwicklung von RFID bedeuten. Das ginge zu Lasten der Wirtschaft wie der Verbraucher."

Darüber hinaus verwies ten Hompel auf die Kompetenz der Wirtschaft, gesellschaftspolitische Ansprüche zu erfüllen. Aktuell moderiert das Informationsforum den Dialog zwischen dem Bundesverband der Verbraucherzentralen und Vertretern des Handels um eine Selbstverpflichtung für den RFID-Einsatz im Handel. Bereits jetzt verpflichten sich die Mitglieder von EPCglobal, der weltweiten Standardisierungsinitiative für RFID, zu Transparenz und Aufklärung beim Einsatz von RFID im Endkundenbereich und zu klaren und verständlichen Verbraucherinformationen.

Über das Informationsforum RFID e. V. (Halle 6, Stand C40/D2)

Das Informationsforum RFID e. V. ist eine gemeinsame Initiative von Unternehmen aus den Bereichen Handel, Konsumgüterindustrie, Automobilbranche, IT und Dienstleistung und versteht sich als Dialog- und Informationsplattform für alle Fragen rund um RFID. Auf der CeBIT ist das Informationsforum in Halle 6, Stand C40/D2 vertreten und stellt für Messebesucher ein umfassendes Informations- und Dialogangebot bereit. Zu den Mitgliedern zählen DHL, Henkel, Hewlett-Packard, IBM, Intermec Technologies, METRO Group, NXP Semiconductors, Oracle, Procter & Gamble, SAP, Siemens, T Systems, Volkswagen und als Fördermitglieder GS1 Germany und der BITKOM. Eine enge Kooperation besteht mit dem Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik.

Kontakt Informationsforum RFID
Informationsforum RFID e.V.
Dorotheenstraße 37
10117 Berlin
Tel. +49 30 2065 810
Fax +49 30 2065 8120
E-Mail: info@info-rfid.de

Irmgard Jarosch | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.info-rfid.de

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