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Nächste Generation von Verkehrslotsen soll auch beim Sprit sparen helfen

02.02.2007
  • Aktuelles Studienergebnis: Die kürzeste Route ist nicht immer die billigste
  • Marktforscher rechnen 2007 mit rund 19 Millionen verkauften mobilen Navi-Geräten
  • Neuer Microchip soll komfortable Navi-Dienste auf jedem Handy ermöglichen

In Zeiten ständig steigender Benzinpreise kommt Navigationssystemen eine neue Aufgabe zu: Sie sollen nicht nur die beste Route finden, sondern auch Benzin sparen helfen. Wissenschaftler der Universität Lund/Südschweden haben einen Navi-Prototypen entwickelt, der die Straßen in mehr als 20 zuvor definierte Klassen unterteilt, um die optimale Route aus Kraftstoff- und Zeitersparnis zu errechnen. In den Tests zeigte das System bei etwa der Hälfte der Fahrten ein beträchtliches Sparpotenzial: im Schnitt etwa acht Prozent. Eine vereinfachte Form dieser Technologie zeigen Unternehmen wie Navigon bereits auf der kommenden CeBIT 2007 vom 15. bis 21. März.

Besonders die preiswerten Plug&Play-Navigationssysteme sind derzeit auf dem Markt gefragt. Nach einer Prognose des Marktforschungs­unternehmens Canalys werden in diesem Jahr in Europa 18,8 Millionen dieser Geräte verkauft. Das entspricht einem Zuwachs von mehr als 50 Prozent gegenüber 2006. Zur CeBIT sollen überdies die ersten FM-Transmitter für die drahtlose Übertragung von Navigationsanweisungen auf das Autoradio verfügbar sein. Der wesentliche Vorteil einer solchen Lösung ist die deutlich bessere Sprachverständlichkeit über die Fahrzeuglautsprecher. Darüber hinaus lässt sich das Bordradio in vielen Fällen zum Freisprechen verwenden. TomTom hat bereits ein entsprechendes Zubehörteil angekündigt, das mit den hauseigenen Plug&Play-Produkten zusammenarbeitet.

Eine von Ericsson in Auftrag gegebene Studie bestätigt auch das zunehmende Interesse an Handy-Navigationsdiensten. Fast jeder Zweite der Befragten möchte diese Applikation nutzen. Schon jetzt lassen sich zahllose Mobiltelefone mit Navigationsprogrammen von Firmen wie TomTom oder Falk aufrüsten. Derzeit ist für diese Geräte aber in der Regel noch ein externer GPS-Empfänger notwendig. Anbieter wie Asus oder Research In Motion ('BlackBerry') wollen auf der CeBIT erste Smartphones mit integriertem GPS-Modul vorstellen.

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GPS-Empfänger in Fingernagelgröße
Integrierte Services für Hör- und Sehgeschädigte
Noch in diesem Jahr soll es GPS-Chips geben, die nur noch die Größe eines Fingernagels aufweisen und sich damit problemlos in jedes Handygehäuse integrieren lassen. Ein Extraempfänger für die Satellitensignale ist dann nicht mehr notwendig.

Aber moderne Satelliten-Navigationstechnik kann noch mehr. So werden mittlerweile GPS-Daten für Blinde mit einem speziellen Callcenter-Service verbunden: Die sehbehinderten Kunden erhalten nicht nur Informationen zum gewünschten Ziel, sondern können sich von den Mitarbeitern auch dorthin lotsen lassen - beispielsweise zur nächsten Apotheke. Das Callcenter hat die Möglichkeit, den jeweiligen Standort auf einem Monitor in Echtzeit zu verfolgen. Derzeit wird ein solches System unter dem Namen 'Easy Walk' in Turin im Praxiseinsatz getestet.

Navigation als Nachfrage-Turbo für UMTS
Sightseeing mit dem Handy bald als spannendes 3D-Erlebnis
Seit Jahren sucht die Telekommunikations-Branche nach einer Anwendung, die den Konsumenten das mobile Highspeed-Internet schmackhaft macht. Das amerikanische Marktforschungsinstitut In-Stat kam nach einer Befragung von 1 000 repräsentativ ausgewählten Handynutzern zu dem Schluss, dass hochwertige, GPS-gestützte Navigations- und Kartendienste dem mobilen Highspeed-Internet zum Durchbruch verhelfen. Doch nicht nur die Geschwindigkeit, mit der die Infos aufs Handydisplay kommen, soll Atem beraubend sein, sondern auch die Darstellung: Schon in naher Zukunft wird es Cityführer mit fotorealistischer 3D-Optik geben, die das Sightseeing in fremden Metropolen zum Vergnügen machen. So wird das Handy zum mobilen Scout, der nicht nur das U-Bahn-Netz oder Restaurants kennt, sondern auch Animationen und Infos zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten parat hält.

Gabriele Dörries | Deutsche Messe AG
Weitere Informationen:
http://www.cebit.de

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