Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Galileo telematisches Multitalent made in Europe

19.09.2006
Interview mit "Mr. Galileo" Rainer Grohe, Executive Director von GALILEO Joint Undertaking

Herr Grohe, was genau ist Galileo?

Galileo ist ein in Europa entwickeltes, satellitengestütztes Navigationssystem für ausschließlich zivile Zwecke. Es besteht aus 30 Satelliten auf drei Umlaufbahnen, die rund 32.200 km von der Erdoberfläche entfernt liegen.

Das besondere an Galileo: Es wird von einem privaten Konzessionär errichtet und betrieben, der zwei Drittel der Errichtungskosten trägt. Die Betriebskosten werden dann über den Verkauf von Signalen und Diensten erwirtschaftet.

... mehr zu:
»GPS »Galileo »Multitalent »Rettungsdienst

Und in welchen Bereichen kann Galileo eingesetzt werden?

"Der potentielle Anwendungsbereich des Systems ist extrem groß. Es kann nicht nur ganz klassisch für KFZ-Navigationssysteme genutzt werden, sondern z.B. auch in der Luftfahrt. Mit Galileo wird sich die Verkehrssicherheit erhöhen, die Fahrzeiten werden gesenkt und damit wird auch Kraftstoff gespart. Und davon profitiert wiederum der Umweltschutz.

Doch Galileo kann noch in ganz anderen Lebensbereichen eingesetzt werden: Z.B. bei der Führung von blinden Menschen, der Unterstützung von Rettungsdiensten oder im Vermessungswesen. Neben all den Anwendungsmöglichkeiten die wir bereits kennen, werden noch viele hinzukommen, die wir uns heute noch gar nicht vorstellen können. Die Entwicklung wird analog zu der beim PC vor 20 Jahren verlaufen."

Was unterscheidet Galileo von GPS:

"Das amerikanische GPS-System wurde primär für militärische Zwecke entwickelt. Sein offenes Signal ist relativ ungenau und kann verfremdet werden. Galileo hingegen ist ausschließlich für private Anwendungen konzipiert und wird weltweit mit gleich hoher Präzision verfügbar sein. Galileo wird fünf unterschiedliche Dienste anbieten: den offenen, den kommerziellen und den sicherheitskritischen Dienst, der z.B. im Luftverkehr genutzt werden kann.

Darüber hinaus wird es auch einen öffentlich regulierten Dienst für staatliche Zwecke der EU-Mitgliedsstaaten und einen Such- und Rettungsdienst geben. Beim offenen Signal werden Galileo und GPS übrigens kooperieren: beide Signale werden über einen Receiver empfangen und stehen kostenfrei zur Verfügung."

| Deutsche Messe AG
Weitere Informationen:
http://www.cebit.de

Weitere Berichte zu: GPS Galileo Multitalent Rettungsdienst

Weitere Nachrichten aus der Kategorie CeBIT 2007:

nachricht Online: future talk CeBIT 2007, Videos, Fotos
04.04.2007 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH

nachricht CeBIT Highlights des Fraunhofer IAO
03.04.2007 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

Alle Nachrichten aus der Kategorie: CeBIT 2007 >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise