Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Weniger für die Autoversicherung zahlen: Siemens stellt Lösung für verbrauchsabhängige Kfz-Prämien vor

08.03.2006


Mit „Pay As You Drive“ bietet Siemens Versicherungsgesellschaften erstmals die Möglichkeit, Prämien anzubieten, die das individuelle Fahrverhalten ihrer Kunden widerspiegeln. Die Prämien errechnen sich unter anderem aus den gefahrenen Kilometern und den Fahrzeiten. So kann jeder Einzelne durch sein Fahrverhalten direkten Einfluss auf seine Versicherungsprämie nehmen. Die Lösung wird sowohl für das klassische Privatkunden- als auch für das Nutzfahrzeuggeschäft angeboten. Siemens liefert alle Bausteine: Die Hardware für die Fahrzeuge, die Softwareplattform für Versicherungen sowie Service- und Beratungsleistungen bei der Einführung und dem Betrieb des Geschäftsmodells. Neben günstigeren Prämien profitieren Fahrzeughalter von „Pay As You Drive“ auch im Schadensfall.


Ganz egal, ob das Auto nur für den Wochenendausflug mit der Familie benutzt wird oder ob der Nutzer täglich mehrere hundert Kilometer fährt, die Kfz- Versicherungsprämie errechnet sich heute weitgehend aus Regionalklasse und Kfz- Gruppe. Vielfahrer sind gegenüber Haltern, die ihr Fahrzeug nur gelegentlich nutzen, im Vorteil, denn das Risiko wird nach rein statistischen Merkmalen auf alle Versicherungsnehmer verteilt. Siemens schafft hier Transparenz: Eine im Auto installierte Box registriert über Satellitennavigation (GPS) unter anderem die Fahrzeit und die gefahrenen Kilometer. Die Daten werden mit dem eingebauten Siemens- Funkmodul über das Mobilfunknetz an das angeschlossene Servicecenter übertragen. Dort werden sie aufbereitet, in die Tarifmerkmale umgerechnet und anschließend wird die Versicherungsprämie ermittelt. Kundengruppen, wie zum Beispiel Fahranfänger oder Wenigfahrer können nun gezielt adressiert werden, denn die Wahrscheinlichkeit eines Schadens steigt mit der jährlichen Laufleistung.

„Pay As You Drive“ unterstützt die Versicherungskonzerne auch bei der Beurteilung von Schäden. Die Lösung registriert alle relevanten Unfallinformationen, angefangen beim Zeitpunkt, über den Ort bis hin zu Angaben zur Zeitspanne vor dem Aufprall. Im Schadensfall wird auf diese Daten zurückgegriffen und ein Bericht mit beigefügten Straßenkarten der Unfallstelle erstellt, der eine schnelle Bewertung von Schadensforderungen ermöglicht. Die Technologie erleichtert die Rekonstruktion und liefert Sicherheit über den Unfallhergang.


Siemens bietet mit „Pay As You Drive“ eine Gesamtlösung mit kompletter Systemarchitektur und umfassenden Serviceleistungen. Die Lösung beinhaltet neben der Lieferung und dem Einbau der Hardware auch die Mobilfunktechnologie für die Datenübertragung zum Service Center. Dort werden die erfassten Verbrauchsdaten aufbereitet. Die Lösung sieht eine sichere Internetplattform vor, auf der sich Versicherungsnehmer persönlich über die Höhe ihrer Prämie informieren können. Für die Versicherungen leistet Siemens zudem die Weiterverarbeitung der Verbrauchsdaten zur Berechnung und Abrechnung der Kfz-Prämien. „Pay As You Drive“ greift bei der Tarifberechnung auf die Einzelverträge der Kfz-Versicherer zurück. Siemens bietet eine Komplettlösung aus einer Hand bis hin zum Versand der Prämienrechnung an. Das System wurde in Zusammenarbeit von Siemens Communications und Siemens Business Services entwickelt.

Siemens Communications

Der Bereich Siemens Communications ist einer der weltgrößten Anbieter in der Telekommunikations- Industrie. Das Unternehmen bietet ein komplettes Portfolio innovativer Lösungen für die Sprach- und Datenkommunikation. Sein umfassendes Angebot reicht vom Endgerät bis hin zu komplexen Netzinfrastrukturen und Dienstleistungen für Unternehmen, Mobilfunk- und Festnetzbetreiber. Der größte Unternehmensbereich der Siemens AG ist in mehr als 160 Ländern vertreten und erzielte mit rund 54.500 Mitarbeitern im Geschäftsjahr 2005 (30. September) einen Umsatz von über 13 Milliarden Euro.

Siemens Business Services

Siemens Business Services ist ein international führender IT-Service-Anbieter. Der Siemens-Bereich bietet Leistungen entlang der gesamten IT-Dienstleistungskette aus einer Hand - vom Consulting über die Systemintegration bis zum Management von IT-Infrastrukturen. Mit umfassendem Know-how und spezifischem Branchenwissen schafft das Unternehmen messbaren Mehrwert für seine Kunden. Beim Outsourcing und der IT-Wartung zählt Siemens Business Services zu den Top-ten-Anbietern weltweit. Im vergangenen Geschäftsjahr (30. September 2005) betrug der Umsatz rund 5,4 Mrd. EUR - 75 Prozent wurden außerhalb des Siemens-Konzerns erzielt. Derzeit beschäftigt das Unternehmen weltweit ca. 39.000 Mitarbeiter.

Monika Brücklmeier | Siemens AG
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/communications
http://www.siemens.de/sbs

Weitere Berichte zu: Business Vision Drive Kfz-Prämie Prämien Versicherungsprämie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie CeBIT 2006:

nachricht Zum Abschluss der CeBIT 2006 Hannover: Trends und Themen der CeBIT 2006
16.03.2006 | Deutsche Messe AG, Hannover

nachricht Eine elektronische Umarmung
16.03.2006 | Bauhaus-Universität Weimar

Alle Nachrichten aus der Kategorie: CeBIT 2006 >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie