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Programmieren ohne Programmierer

28.02.2006


Innovative Methoden und Konzepte der Informatik präsentiert die Westsächsische Hochschule Zwickau während der CeBIT in Hannover vom 9. bis 15. März. Auf dem Gemeinschaftsstand "Forschung für die Zukunft" der Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen (Halle 9, Stand D04) stellen die Zwickauer Informatiker der Fachbereiche Physikalische Technik/Informatik und Wirtschaftswissenschaften diese Forschungsprojekte vor:


- Modell-getriebene Software-Entwicklung (Model Driven Software Development - MDSD)
- Integrierte Systemarchitekturen in der Medizin
- Moderne Lernmedien

- Granuliertes Lernen.

Im Rahmen des Forums auf dem Messestand finden auch Vorträge und Gespräche zu den Aktivitäten der Informatik an der Westsächsischen Hochschule Zwickau statt.

Modell-getriebene Software-Entwicklung (Model Driven Software Development - MDSD)

Die Kosten der Software-Entwicklung steigen seit mehreren Jahrzehnten stetig an. In Forschung und Entwicklung wird intensiv an diesem Problem gearbeitet.

Für Georg Beier und Wolfgang Golubski, Professoren der Informatik an der Westsächsischen Hochschule Zwickau, bietet die Vorgehensweise der "Modell-getriebenen Software-Entwicklung (Model Driven Software Development - MDSD)" einen ernstzunehmenden Ausweg aus der Misere. Das Ziel von MDSD ist die Vereinfachung der Entwicklung von komplexer Software. Hier wird aus formalen, fachlichen (UML-)Modellen teilweise oder vollständig ausführbarer Programmcode automatisch generiert.

Viele Unternehmen trennen Modellierung des fachlichen Problems von der Programmierung. Bei der Modellierung wird der Bauplan des Programms entwickelt, bei der Programmierung wird das Programm "gebaut". Die Trennung führt dazu, dass der Bauplan nur als Dokumentation betrachtet wird. Der Programmierer fügt eigenmächtig Änderungen bei der Umsetzung ein oder beachtet die Pläne nicht. Damit wird vom Bauplan abgewichen, das Programm funktioniert oft nicht oder anders als geplant.

Andererseits sind die Baupläne auch oft nicht vollständig und präzise genug, weil die Modelle nicht zeitnah überprüft werden können.

Mit MDSD werden diese Gefahrenquellen vermieden. Der Bauplan wird automatisch in Programmcode überführt. Dadurch erhält der Entwurf einen höheren Stellenwert. Er muss sorgfältiger erstellt und frühzeitig überprüft werden. Die Programme halten sich an den Plan und sind weniger fehlerhaft. Das Modellieren wird somit zu einem Teil des Programmierens.

Integrierte Systemarchitekturen in der Medizin

Das Forschungsgebiet der integrierten Systemarchitekturen in der Medizin beschäftigt sich mit der Planung, Gestaltung und Bewertung von Informationssystemen im Gesundheitswesen. Diese Systeme bestehen in der Regel aus vielen einzelnen Softwareprodukten unterschiedlicher Hersteller mit unterschiedlichem Einsatzschwerpunkt in der medizinischen Versorgung. Sie enthalten alle Daten, die zu Patienten aufgezeichnet werden. Für eine optimale medizinische Versorgung ist es notwendig, diese Daten auch über die Grenzen von Softwareprodukten hinweg verfügbar zu haben und die verschiedenen Produkte zu integrieren.

Moderne Lernmedien

Moderne Lernmedien ermöglichen und unterstützen das Verständnis des Lehrstoffes. Mit Hilfe einer interaktiven Simulation eines einfachen Computers nach von Neumann wird der Aufbau einer prinzipiellen Computerarchitektur erlernt.

Granuliertes Lernen

Beim granulierten Lernen mit praxisnahen Contents wird mittels semantischer Netze der inhaltliche Zusammenhang zwischen granulierten Lerninhalten dargestellt. Hieraus können bedarfsgerechte Content-Kombinationen hergestellt werden.

Kontakt:
Westsächsische Hochschule Zwickau (FH)
Fachbereich Physikalische Technik / Informatik
Fachgruppe Informatik
Prof. Dr. Anke Häber
Tel.: (0375) 536 1528
E-Mail: Anke.Haeber@fh-zwickau.de
gez. Dr. Solondz

Dr. Detlef Solondz | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-zwickau.de/

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