Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Erde in 3-D

17.02.2006


Die Welt von oben sehen - virtuell durch Straßenschluchten gehen und über Plätze schlendern. Wissenschaftler vom Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut HHI stellen auf der CeBIT in Halle 9, Stand B36 einen neuen 3-D-Bildschirm vor, der die virtuelle Reise nicht nur für Touristen zu einem ganz besonderen Erlebnis macht.

... mehr zu:
»Google »HHI »NASA »World

Reisende wissen oft gerne vorher, was sie am Zielort erwartet: Wie groß sind die Distanzen zwischen Flughafen oder Bahnhof und Hotel? Welche Gebäude am Straßenrand sind besonders sehenswert? Lohnt sich der Besuch dieser oder jener Kirche? Vieles lässt sich mit einem virtuellen Stadtrundgang viel besser planen. Programme wie NASA World WIND oder Google Earth bieten eine große Auswahl von Städten, Stadtplänen und Reisezielen. "Die Technik ist sehr ausbaufähig. Ständig wird das Kartenmaterial aktualisiert, Städte werden als texturierte 3-D-Modelle bereitgestellt und mit Stadtplänen überlagert. Für die Reisenden sind das interessante Informationen, die die Urlaubsplanung komplett verändern könnten", sagt Rene de la Barre vom HHI.

Besonders gut wirken die virtuellen Reisen, wenn die Optik stimmt. Wissenschaftler um de la Barre stellen auf der CeBIT ein neues 3-D-Display speziell für die Reiseassistenz vor. "Wir haben dazu die Mixed-Reality-Technik mit einem Tracking-System kombiniert. Unser 30-Zoll-Bildschirm hat eine Auflösung von 1600 mal 1200 Bildpunkten. Das sind pro Auge 1,9 Millionen RGB-Bildpunkte (Rot-Grün-Blau). Eine Kamera ermittelt die Augenposition des Betrachters in drei Koordinaten und passt das Bild genau an den Blickwinkel an. Die Bilder werden hoch auflösend präsentiert", erklärt der HHI-Experte die neue Technik. Auf der CeBIT können die Besucher den Blick in ferne Städte erstmals in der neuen 3-D-Optik testen und genießen.


Als Basis verwenden die Forscher derzeit eine etwas modifizierte Form des Programms NASA World WIND. Der Anwender steuert selbst mit einem berührungsempfindlichen Display durch die Stadt oder Landschaft. In großen Reisebüros, Stadtinformationen, Convention Centern oder Flughäfen könnten Reisende schon bald per 3-D-Display Reiseziele vorab besichtigen. Die Forscher am HHI denken darüber nach, selbst Programme à la NASA World Wind oder Google Earth zu entwickeln.

Marion Horn | idw
Weitere Informationen:
http://www.fraunhofer.de/fhg/press/pi/2006/02/Presseinformation16022006.jsp
http://www.fraunhofer.de/fhg/fair/2006/CeBIT2006.jsp

Weitere Berichte zu: Google HHI NASA World

Weitere Nachrichten aus der Kategorie CeBIT 2006:

nachricht Zum Abschluss der CeBIT 2006 Hannover: Trends und Themen der CeBIT 2006
16.03.2006 | Deutsche Messe AG, Hannover

nachricht Eine elektronische Umarmung
16.03.2006 | Bauhaus-Universität Weimar

Alle Nachrichten aus der Kategorie: CeBIT 2006 >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Im Focus: Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt

Physiker des HZB haben an BESSY II Materialien untersucht, die zu den topologischen Isolatoren gehören. Dabei entdeckten sie einen neuen Phasenübergang zwischen zwei unterschiedlichen topologischen Phasen. Eine dieser Phasen ist ferroelektrisch: das bedeutet, dass sich im Material spontan eine elektrische Polarisation ausbildet, die sich durch ein äußeres elektrisches Feld umschalten lässt. Dieses Ergebnis könnte neue Anwendungen wie das Schalten zwischen unterschiedlichen Leitfähigkeiten ermöglichen.

Topologische Isolatoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie an ihren Oberflächen Strom sehr gut leiten, während sie im Innern Isolatoren sind. Zu dieser neuen...

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

17.10.2017 | Informationstechnologie

Pflanzen gegen Staunässe schützen

17.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Trends der Umweltbranche auf der Spur

17.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz