Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Weniger Hektik, weniger Fehler, weniger Bürokratie

03.03.2005


Fraunhofer IESE mit innovativem Produktportfolio auf der CeBIT 2005



Informationstechnische Systeme haben ihre Tücken - davon können Anwender und IT-Spezialisten gleichermaßen ein Lied singen. Innovatives Software Engineering macht allen Beteiligten das Leben leichter, wie das Fraunhofer IESE auf der diesjährigen CeBIT demonstriert. So nutzen z.B. erfahrungsbasierte Störfall-Managementsysteme gezielt die Kenntnisse der Mitarbeiter zur Problemlösung, statt nur kryptische Fehlermeldungen von sich zu geben. Bewährte Software-Entwicklungsmethoden wie Inspektionen werden durch ausgefeilte Werkzeugunterstützung noch effizienter einsetzbar und leicht benutzbare Geo-Informationssysteme ersparen u.a. Behörden und Anwendern Zeit, Geld und Nerven.



Der auf dem Gemeinschaftsstand der Fraunhofer-Gesellschaft in Halle 9 vorgestellte erfahrungsbasierte IT-Störfall-Leitstand unterstützt den IT-Support-Prozess unter allen inhaltlichen und organisatorischen Gesichtspunkten gleichermaßen:

Erfahrungswissen wird automatisch erfasst und situationsspezifisch zur Verfügung gestellt. Der Leitstand basiert auf zwei wesentlichen Aspekten:

Ein Workflow mit "To-Do-Listen" unterstützt einerseits den organisatorischen Ablauf des Betriebs und der Wartung. Eine Erfahrungsdatenbank, die in diesen Workflow integriert ist, bietet andererseits intelligente Unterstützung bei Störfällen und Ausnahmesituationen. Diese beruht auf praxiserprobten Methoden des Fallbasierten Schließens (Case-Based-Reasoning) sowie auf Information-Retrieval-Verfahren, die unaufdringlich in den Arbeitsprozess integriert sind.

Auch zum Thema Qualitätssicherung während der Software-Entwicklung gibt es vom Fraunhofer IESE interessante Neuigkeiten in Form des Inspektionswerkzeugs ISI. Beim Testen von Software findet man in der Regel nicht alle vorhandenen Fehler. Besonders Laufzeitfehler, die erst im Produktivbetrieb auftreten, wie z.B. fehlende Datei-, Verbindungs- oder Speicherfreigaben, bereiten oft Kopfzerbrechen - zumal das Systemverhalten schwer reproduzierbar und auch für den Experten oft nicht vollständig nachvollziehbar ist. Hierfür sind so genannte Inspektionen während des Software-Entwicklungsprozesses hilfreich, die in allen Phasen der Entwicklung eingesetzt werden können. Auf diese Weise werden eventuelle Fehler früher entdeckt als z.B. durch Tests zum Ende der Entwicklung, wodurch sich deutliche Kostenvorteile ergeben. Das Inspektionswerkzeug ISI unterstützt insbesondere die Fehlererkennung als entscheidende Phase bei Software-Inspektionen und hilft damit einen für die Herstellung hochwertiger Computerprogramme wichtigen Verfahrensschritt zu automatisieren.

Software Engineering kann auch dazu genutzt werden, komplizierte Verwaltungsvorgänge zu straffen und zu vereinfachen. Mit FLOrlp (FLächeninformation Online in Rheinland-Pfalz) wurde zum ersten Mal eine Internetanwendung erstellt, die online auf Geo- und förderrelevante Sachdaten des Landes Rheinland-Pfalz zugreift. Somit kann der Landwirt über Internet-Technologie zu jeder Zeit Informationen über Lage und Ausdehnung seiner "Schläge" abrufen und für die Antragstellung nutzen. Dies erhöht die Korrektheit der in den Anträgen gemachten Angaben. Das Risiko, dass dem Landwirt auf Grund falscher oder unvollständiger Flächenangaben finanzielle Nachteile entstehen, wird somit erheblich reduziert. Zugleich kann davon ausgegangen werden, dass für die Verwaltung weniger Korrektur- und Kontrollaufwand (Verwaltungs- und Vor-Ort-Kontrollen) anfällt. Weiterhin ermöglicht FLOrlp es dem Landwirt, während des gesamten Zeitraums der Antragsbearbeitung seine erfassten und gespeicherten Antragsdaten einzusehen. Das Verwaltungshandeln gewinnt damit an Transparenz.

Darüber hinaus informieren die Wissenschaftler des Fraunhofer IESE über das gesamte Dienstleistungs- und Produktportfolio des Instituts, um Software-Entwicklungsprozesse planbar zu gestalten und auf Software basierende Produkte durch konsequente Anwendung ingenieurwissenschaftlicher Prinzipien effizienter zur Marktreife führen zu können. Das Fraunhofer IESE, unter Leitung von Prof. Rombach und Prof. Liggesmeyer, betreibt angewandte Forschung in verschiedenen Bereichen des Software Engineering wie beispielsweise Anforderungs- und Usability-Engineering, Architekturen, Qualitätssicherung und IT-Sicherheit im Sinne von Security und Safety. Grundpfeiler des Instituts bildet der experimentelle Ansatz. Dieser belegt messbar den Mehrwert innovativer Techniken und Methoden des Instituts durch deren praktischen Einsatz in der Industrie. Dieser Mehrwert drückt sich häufig in Kostenersparnis, höherer Qualität oder schnellerer Markteinführung neuer Produkte aus.

Das Fraunhofer IESE stellt aus am Gemeinschaftsstand der Fraunhofer-Gesellschaft, Halle 9 Stand B36 sowie am Stand des Landes Rheinland-Pfalz, Halle 9 Stand C39

Jörg Dörr | Fraunhofer-IESE
Weitere Informationen:
http://www.iese.fraunhofer.de/cebit2005/.
http://www.iese.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: FLOrlp Inspektionen Mehrwert Software-Entwicklungsprozesse

Weitere Nachrichten aus der Kategorie CeBIT 2005:

nachricht Fraunhofer-Institute legen Lösungsarchitektur zur elektronischen Gesundheitskarte vor
17.03.2005 | Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik - ISST

nachricht CeBIT 2005 hat Erwartungen der Aussteller voll erfüllt
17.03.2005 | BITKOM - Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: CeBIT 2005 >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie