Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zwischenbericht der Deutschen Messe AG

22.03.2004


Lebhafter Auftakt weckt positive Konjunkturerwartungen - Rund 220 000 Besucher nach drei Messetagen - 30 Prozent der Gäste kommen aus dem Ausland - Mehr als die Hälfte aller Fachbesucher wollen investieren



Die weltgrößte Messe für Informations- und Telekommunikationstechnik ver­sprüht Optimismus. In den 24 Messehallen der CeBIT 2004 ist eine Auf­bruch­stimmung spürbar, die positive Konjunkturerwartungen weckt. Rund 220 000 Besucher haben sich an den ersten drei Tagen der Messe über die Zukunft der digitalen Welt infor­miert. Die ersten drei Messetage waren im Durchschnitt deutlich stärker besucht als im Vorjahr. Dabei ist zu beachten, dass die CeBIT in diesem Jahr sieben statt acht Tage dauert.

... mehr zu:
»ITK-Branche »Messehälfte


Nach Angaben des BITKOM (Bundesverband Informationswirtschaft, Tele­kommunikation und neue Medien), Berlin, sind die Aussteller der CeBIT 2004 mehr als zufrieden mit der ersten Messehälfte. Der Verband spricht von einer gut aufgelegten Branche, die sich selbstbewusst und inno­vativ präsentiert. Die Aussteller loben nicht nur die große fachliche Kompe­tenz der Besucher, sondern vor allem die gestiegene Investi­tions­bereit­schaft: „Die Kauf-Zurückhaltung der vergangenen Jahre scheint vorbei zu sein“, so der BITKOM zum Messeauftakt.

Diese Einschätzung wird durch Besucherbefragungen bestätigt. 50 Prozent aller Fachbesucher sind mit konkreten Investitionsvorhaben nach Hannover gekommen. Im vergangenen Jahr lag dieser Wert noch deutlich niedriger (45 Prozent). Auch die Zahl der Entscheider ist gestiegen: 60 Pro­zent der Fachbesucher sind ausschlaggebend und mitentscheidend an Beschaffungsentscheidungen beteiligt. Zur CeBIT 2003 betrug dieser Wert 56,5 Prozent.

Die CeBIT unterstreicht ihren Ruf als weltweiter Branchentreffpunkt und punktet mit gestiegener Internationalität: Rund 30 Prozent der Besucher kamen an den ersten drei Messetagen aus dem Ausland, im vergangenen Jahr lag dieser Anteil zur Messe-Halbzeit bei 28 Prozent. Erhöht hat sich vor allem die Besucherzahl aus Asien und Osteuropa. Auch beim inter­natio­nalen Medieninteresse hat die CeBIT zugelegt. Bis einschließlich des dritten Messetages hat die Deutsche Messe AG über 9 000 Journalisten aus 64 Ländern akkreditiert. Davon kamen mehr als 2 000 aus dem Aus­land – ein Plus von 20 Prozent im Ver­gleich zum Vorjahreszeitraum. Beson­ders stark ist auch hier das Interesse aus Asien und Osteuropa. Das wird auch bei den Ausstellerzahlen deut­lich: Erstmals haben sich mehr als 1 300 Unternehmen aus Asien ange­meldet. Ost- und Mitteleuropa ist mit über 280 Firmen vertreten.

Die CeBIT erweist sich einmal mehr auch als Treffpunkt der Politik- und Wirt­schafts-Prominenz. Noch nie haben so viele Bundes­minister und Staats­sekretäre die CeBIT besucht beziehungsweise ihren Besuch ange­kün­digt wie in diesem Jahr. Nahezu das gesamte Bundeskabinett infor­miert sich auf der Leitmesse für die ITK-Branche: Bundes­kanzler Gerhard Schröder, Bildungsministerin Edelgard Bulmahn, Wirtschaftsminister Wolfgang Clement, Finanz­minister Hans Eichel, Innenminister Otto Schily, Familienministerin Renate Schmidt, Gesundheitsministerin Ulla Schmidt und Justiz­minis­terin Brigitte Zypries. Aus allen weiteren Ministerien kommen Staats­sekretäre nach Hannover. Fünf Minister­präsi­denten, unter anderem Erwin Teufel aus Baden-Württemberg und Christian Wulff aus Niedersachsen, sowie sieben Landesminister nutzen die Gelegenheit, um sich Einblicke in die aktuelle Entwicklung der ITK-Branche zu verschaffen. Darüber hinaus stehen hoch­rangige Staats­ver­treter und Delega­tio­nen aus 26 Nationen aus allen Konti­nenten auf der Gäste­liste der CeBIT 2004.

Um Networking auf höchster Ebene ging es auch beim zweiten Gipfel­treffen der ITK-Elite, dem ICT World Forum @ CeBIT 2004, das vom 17. bis 19. März veranstaltet wurde. Rund 30 Keynote-Speaker marktführender Unter­nehmen diskutierten die aktuellen Trends der Branche und die kommen­den Herausforderungen der Industrie. Die Liste der Referenten liest sich wie das „Who’s who“ der ITK-Branche und reicht von Nokia-Chef Pekka Ala-Pietilä, Robert Bishop, Chairman und CEO von Silicon Graphics, Patricia Russo, President und CEO von Lucent Tech­no­logies, bis Peter Wagner, Vorstandsvorsitzender der debitel AG, und Mike Zafirovski, COO von Motorola. Das Forum verzeichnete rund 300 Teil­nehmer.

Die Interessenschwerpunkte der Besucher liegen in den Bereichen „Tele­communi­cations, Wireless & Networks“, „IT Equipment & Systems“ sowie „Software & Services“. Zu den Highlights der CeBIT 2004 gehören beispiels­weise der öffentliche Start des UMTS-Netzes in Deutschland mit den dazu gehörenden Geräten, das Zusammenwachsen von Unter­haltungs­elektronik und Informationstechnik, Initiativen zum legalen Musik­download im Internet, das leichteste 15,4“-Notebook der Welt, Mobil­telefone mit neuen Funktionen (hochauflösende Kameras bis zu zwei Megapixel, Touchscreen oder schnelle 3D-Grafikchips) sowie neue Anwen­dungen für die RFID-Technologie (Radio Frequency Identification).

Der positive Verlauf der ersten drei Messetage lässt die mehr als 6 400 Aus­steller aus 64 Ländern optimistisch auf die zweite Messehälfte blicken.

Gabriele Dörries | Deutsche Messe AG
Weitere Informationen:
http://www.cebit.de
http://www.messe.de

Weitere Berichte zu: ITK-Branche Messehälfte

Weitere Nachrichten aus der Kategorie CeBIT 2004:

nachricht FwD begeisterte CeBIT-Besucher
19.04.2004 | Funkwerk Dabendorf GmbH

nachricht D-Link unter die Top 50 der wichtigsten Cebit Aussteller gewählt
31.03.2004 | D-Link

Alle Nachrichten aus der Kategorie: CeBIT 2004 >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Future Security Conference 2017 in Nürnberg - Call for Papers bis 31. Juli

26.06.2017 | Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

„Digital Mobility“– 48 Mio. Euro für die Entwicklung des digitalen Fahrzeuges

26.06.2017 | Förderungen Preise

Fahrerlose Transportfahrzeuge reagieren bald automatisch auf Störungen

26.06.2017 | Verkehr Logistik

Forscher sorgen mit ungewöhnlicher Studie über Edelgase international für Aufmerksamkeit

26.06.2017 | Physik Astronomie