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Die Realität ist nicht genug - 3D-Landschaften auf der CeBIT 2004

17.03.2004


Das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschafts- und Landnutzungsforschung (ZALF) und drei Forschungspartner aus der Computergrafik und Visualisierung präsentieren das interaktive Lenné3D-System im Future Parc der CeBIT. Lenné3D visualisiert Geodaten in Form komplexer Landschaftsszenen in bisher unerreichter Qualität - fotorealistisch aus Spaziergängersicht und abstrakt als virtuelle 3D-Karten. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert mit 1,5 Millionen Euro die Entwicklung und Erprobung dieser Technologien, um sie für die Bürgerbeteiligung in der Landschaftsplanung verfügbar zu machen


"Ob ein Wald abgeholzt, ein Acker stillgelegt oder eine Hecke gepflanzt werden soll - Bürger, Bauern oder Behörden können jetzt in einer computergrafisch erzeugten 3D-Szene verfolgen, wie sich die jeweilige Entscheidung auswirkt", sagt Projektleiter Armin Werner vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschafts- und Landnutzungsforschung (ZALF). In großen, virtuell begehbaren Landschaften können interaktiv verschiedene Planungen erzeugt und intuitiv vermittelt werden. Das Lenné3D-System berechnet hierzu aus Geodaten realitätsorientierte Pflanzenverteilungen. Anschließend können Landschaften und Gärten mit Millionen von detailreichen 3D-Pflanzen auf heutigen PC’s "flüssig" dargestellt werden. Die geometrische und farbliche Komplexität von Landschaften muss dabei für den Computer reduziert werden - ohne dass dies für den Betrachter sichtbar wird. Dieses gelingt mit modernsten computergrafischen Verfahren und dank programmierbarer Grafikkarten.

Das Lenné3D-System wird von einem interdisziplinären Forscherteam von ZALF, Zuse-Institut Berlin (ZIB), Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik Potsdam (HPI) und der Universität Konstanz entwickelt. Es besteht aus einer Planungskomponente zur Editierung und Analyse von Geodaten, einem 3D-Player für fotorealistische Darstellungen aus Spaziergängersicht und einer Komponente zur Vegetationsmodellierung. Die Planungskomponente basiert auf LandEx, einem Autorensystem für 3D-Karten und 3D-Stadtmodelle, das für Lenné3D erweitert und angepasst wird. Planungskomponente und 3D-Player können gekoppelt werden, um beispielsweise die Blickrichtung zu synchronisieren. Zwei Zustände einer Landschaft können auf zwei PC’s mit gleichen oder alternativen Darstellungsmitteln gegenübergestellt werden.


Während Architekten und Städtebauer schon immer 3D-Modelle gebaut haben, werden Landschaftsplaner womöglich über die Visualisierung zur dreidimensionalen Planung gelangen. Lenné3D bietet vielfältige Anwendungsmöglichkeiten kollaborativer Visualisierung im Rahmen von Planungs- und Entscheidungsprozessen. Der Prototyp wird zurzeit im Rahmen des "Interaktiven Landschaftsplans Königslutter" eingesetzt. Lenné3D wird präsentiert auf der CeBIT vom 18. bis 24. März am Stand des Forschungspartners Zuse-Institut Berlin (ZIB) im Future Market (Halle 11).

Ansprechpartner Lenné3D
Philip Paar, Projektkoordination
ZALF in Müncheberg sowie
Zuse-Institut Berlin (ZIB)
Takustr. 7, 14195 Berlin-Dahlem
Tel.: 030-841 85-338, E-Mail paar@zib.de

Dr. Frank Stäudner | idw
Weitere Informationen:
http://www.lenne3d.de

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