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Welche Trends, Themen und Highlights beherrschen die CeBIT 2004 in Hannover?

16.03.2004


Der Domino-Effekt – der Megatrend der CeBIT 2004



Vielleicht haben Sie ja im Fernsehen schon einmal die Sendung „Domino-Day“ gesehen. Viele, viele Menschen mühen sich lange Zeit ab, um kleine bunte Dominosteine in einer bestimmten Form aufzustellen. Dann kommt einer und startet mit einem Fingerschnippsen den berühmten Domino-Effekt: über tausende von Metern, durch Räume, über Brücken, Schaukeln und Wippen, teilweise sogar durch die Luft setzt sich der Effekt – wenn alle alles richtig gemacht haben – dann fort. Und es ent­stehen Bilder, die man vorher nicht erkannt hatte, weil die bunten Steine nämlich nicht nur wahllos hingestellt wurden, sondern so, dass sie ganze Kunstwerke und Bilder ergeben, sobald sie vom Domino-Effekt erreicht werden. Am 18. März 2004 ist „Domino-Day“ in Hannover. Und viele Menschen haben sich jahrelang abgemüht, dass sich ein Bild ergibt, sobald die Stände und Produkte der Aussteller vom Domino-Effekt erfasst werden.



Und es passiert doch – warum Totgesagte länger leben

Was haben wir in den letzten Jahren nicht alles zu Grabe getragen; was ist nicht alles als Blase zerplatzt; was ist nicht alles als unsinnige Spielerei, ohne großen Effekt, in der Spielzeugkiste der Hightech-Kids aus den Entwicklungslabors gelandet.

Nur ein Beispiel: Vor einigen Jahren sah man auf der CeBIT auf einigen Ständen Leute, die einen PC mit allen möglichen Kabeln verdrahtet hatten und darauf TV-Bilder aufzeichneten. Sie ruckelten und wackelten und mehr als 10 Minuten passten auf keine der damaligen Festplatten. Ein typischer Dialog jener Messetage: Frage von „A“ (bereits mit einem leichten Lächeln auf den Lippen): „Und wozu soll das gut sein?“ Antwort von „B“ (leicht nervös, weil ja noch nicht allzu viele Leute am Stand stehen geblieben waren und nachgefragt hatten): „Das ist ja nur ein Muster. Wenn man größere Festplatten hätte und die Prozessoren schneller wären, dann könnte man damit Fernsehprogramme aufzeich­nen.“ „Aha – aber kann man das nicht heute schon mit einem Gerät, das man Videorecorder nennt?“. Das Lächeln von „A“ wird breiter. „B“ ist unsicher, versucht aber trotzdem zu antworten: „Schon, aber hier hat man dann alles digital.“ „Ach so, die schlechte PAL-Auflösung wird dann digital aufgezeichnet, damit man die schwache Bildqualität besser sieht. Hmmm – hört sich ein bisschen unlogisch an. Aber vielleicht wird das ja ein Thema, wenn HDTV kommt. Bis dahin gibt es vielleicht auch die Fest­plattengrößen, die Sie brauchen, und die schnellen Prozessoren. HDTV können Sie übrigens in Halle 5 sehen. Großes Thema auf dieser Messe.“ Und beschwingt macht sich „A“ auf den Weg in eben diese Halle. Dort steht ja sein Stand, der mit dem großen Thema dieser Messe …

Einige Jahre später ist „A“ nicht mehr auf der Messe, während „B“ auf einem großen Stand steht. Er ist mittlerweile Produktmanager für digitale Videorecorder und soll auf dieser Messe bereits den nächsten Schritt einführen: den Homeserver. Warum diese Geräte besser sind als die alten VHS-Geräte? Weil man damit alles digital hat und darauf für viele Stunden Programm Speicherplatz vorhanden ist – bei manchen Geräten sogar für hunderte von Stunden. Und das Beste: Man kann bereits anfangen, es sich anzuschauen, während das Gerät noch aufzeichnet. Kurz und gut: Wann immer Sie Lust haben, können Sie sich genau das angucken, was sie möchten. Und außerdem können Sie lang­weilige Werbeblöcke einfach überspringen oder gar komplett heraus­schneiden. Das hätte „A“ nicht gedacht, als er „B“ vor ein paar Jahren belächelte. Dabei ist das nur der logische Effekt davon, dass alles digital ist. Recht hatte „A“ aber in einem Punkt: Die schlechte Bildqualität, die unser TV nun einmal hat, die wird digital auch nur bedingt besser – es ist eben kein HDTV. Das dürfte nun aber in den nächsten Jahren tatsächlich ein Thema werden. Und zwar, weil die Verbraucher das wünschen, und nicht, weil die Industrie es zum wichtigen Thema gemacht hat.

Lass sie uns verklagen – der Domino-Effekt bei digitalen Videorecordern

So schön sich das mit den digitalen Videorecordern anhört – jetzt kommt der Fingerschnipps, der den Stein ins Kippen bringt und dafür sorgt, dass plötzlich ein ganz anderes Bild erscheint. Der Domino-Effekt erreicht plötzlich Leute, die gar nicht auf der CeBIT ausstellen. Und er produziert gar kein amüsantes neues Bild, sondern eines, das Sorge bereitet. Zum Beispiel aus Sicht der Werbetreibenden: Wenn man Werbung einfach dadurch „ausblenden“ kann, dass man in Ruhe seine Kinder zu Bett bringt, ihnen eine Gute-Nacht-Geschichte erzählt und dann 30 Minuten später den Fernsehabend beginnt, ohne etwas zu verpassen, und so – zeitversetzt und entspannt – alle Werbeblöcke auf einer Ebene mit Spam-Mails und anderem digitalen Müll einfach ausblendet. Ja, das wäre ja … Ja, das ist ja … Das ist ja eine Klage wert!

Lachen Sie nicht: In der Süddeutschen Zeitung erschien im September 2003 ein kleiner, fast unscheinbarer Artikel, geschrieben von einem sehr versierten und klugen Kollegen der SZ. Er teilte mit, dass führende Perso­nen des Zentralverbandes der Deutschen Werbewirtschaft und ebenso führende Personen des Verbandes der Privaten Rundfunkanbieter öffentlich die Frage stellen, ob man nicht gegen die digitalen Video­recorder klagen sollte. Zugegeben: 2003 war ein Jahrhundertsommer; es war außerordentlich heiß. Und seitdem die Temperaturen wieder niedri­ger sind, habe ich von der Klage nichts mehr gehört. Zumindest nicht öffentlich.

Aber der Artikel macht deutlich, wie der Domino-Effekt – ein­mal ausgelöst – Menschen, die es besser wissen müssten, überraschen kann. Und dann zu äußerst hilflosen Reaktionen verleitet … Anstatt sich Gedanken über neue Werbe- und Programmformen zu machen, will man das Ganze erst einmal verbieten. Dabei hätte man auf der CeBIT vor einigen Jahren nur die richtigen Fragen stellen müssen. Dem Anderen die Zeit geben müssen, seine Antworten zu formulieren – auch wenn sie noch nicht geschliffen und griffig formuliert gewesen wären. Und man hätte das machen müssen, wozu die größte Technologiemesse der Welt alle Jahre wieder einlädt: anschauen, anfassen, nachdenken, bewerten, Gedanken austauschen und analysieren. Kurz: Sich selbst auf Ideen brin­gen lassen. Noch ein Tipp dazu: Achten Sie in diesem Jahr zum Beispiel einmal auf Begriffe wie „Homeserver“, „Vernetztes Haus“ oder „Foto­handy“.

Ach, wissen Sie was, ich erzähle Ihnen jetzt einfach mal ein paar Dinge, auf die Sie achten können. Wie immer ohne Gewähr und mit dem Risiko, dass ich falsch liege. Aber – das kennen Sie ja schon aus den letzten Jahren ­– lassen Sie uns gemeinsam über die etwas kleiner gewordene Messe schlendern und mal bei dem einen oder anderen Stand vorbei­schauen. Lassen Sie uns Dominosteine anschauen gehen …

Quo vadis CeBIT – warum die Messe nicht bestimmt, wie die Messe aussieht

Die Messe, so argwöhnt der eine oder andere Besucher oder Aussteller, wird immer mehr zur Privatanwendermesse. Lassen Sie uns, während wir uns auf den immer noch ziemlich langen Weg machen, weil die Messe immer noch ziemlich groß ist, kurz darüber nachdenken.

Aber bitte bedenken Sie beim Lesen, dass es sich dabei um meine ganz persönliche Meinung handelt, die vielleicht gar nicht mit der der Messe übereinstimmt. Aber das Schöne an diesem Papier ist, dass ich dafür verantwortlich bin – im Guten wie im Schlechten. Also: Wer bestimmt, was die Industrie auf solch einer Messe bewegt? Die Aussteller. Die Aufgabe der Messe liegt darin, diese Stimmungen aufzufangen und dann in Schwerpunkte, Konzepte und letztendlich „Kommunikation“ umzu­setzen.

Aber woher haben die Aussteller denn ihre Stimmungen und Erkennt­nisse? Von den Konsumenten – freundlich gesagt. Von den Umsatz­zahlen – deutlich gesagt. Insofern ist die oben genannte Frage einfach falsch: Nicht, wohin die Messe geht, ist die Frage, sondern wohin die Industrie geht. Und ob die CeBIT eine Messe ist, die auch sehr stark die Lösungen für „Privatanwender“ zeigt, ist ebenfalls eine Entscheidung der Aussteller. Doch wer ist eigentlich „Privat-Anwender“ und wer ist „professioneller Anwender“? Die Strategie vieler Aussteller geht klar und eindeutig in eine Richtung, wie schon seit einigen Jahren beschrieben. Doch in diesem Jahr wird sie (schnipp, da fallen die Steine) in Hannover auch offensichtlich: durch das Zusammenwachsen der Welten, also der PC-Technik und der Unterhaltungselektronik sowie der Geschäfts- und Privatanwendungen. Es ist passiert, ist keine Vision mehr, sondern Reali­tät. Und dementsprechend knirscht und rumpelt es. Weil „zusammen­wachsen“ sich zwar gut und positiv anhört, aber zwangsweise mit Schwierigkeiten, Streit und Ärger verbunden ist.

So mag sich der eine oder andere Aussteller auf dieser Messe nicht nur aufgrund finanzieller Aspekte vom Messegelände fern gehalten haben, sondern vielleicht auch aus der bitteren Erkenntnis heraus, dass er gegen Wettbewerber derzeit eher schlecht abschneidet. Vielleicht, weil er die Integration noch nicht weit genug bzw. nicht schnell genug vorange­trieben hat. Weil zwar hinter den Kulissen hektisch daran gearbeitet wird, hier wieder Anschluss zu finden, er aber im Moment doch eher mit einem schlechten Messe-Ergebnis rechnen muss – weil eben noch nicht alle Dominosteine aufgestellt wurden: Zwangspause, Opposition. Damit wir uns nicht missverstehen: Das sind keine „schlechten“ Unternehmen. In hektischen Zeiten wurden einfach nur scheinbare Kleinigkeiten über­sehen. Denn viele Dinge, wie schwächelnde Absatzzahlen, fehlende Inno­vationen, stabile Märkte, die plötzlich in die Krise kamen, Analysten, Fusionen etc., haben viele Unternehmen in den letzten Jahren Kraft und Aufmerksamkeit gekostet, da bleibt schon so manches auf der Strecke. Und – um zum „Domino-Day“ zurückzukehren: Wenn in der ganzen Kette ein Stein fehlt, falsch gestellt wurde oder falsch fällt, dann bleibt der gesamte Effekt aus. Dann ergibt sich eben kein neues Bild, das viele Unternehmen jetzt von sich zeichnen wollen und müssen, sondern dann stehen einfach nur ein paar Steine im Weg. Wie gesagt: ein falscher Stein genügt …

Es ist dann eine kluge Entscheidung, erst einmal das eigene Haus auf Vordermann zu bringen und danach wieder auf den Marktplätzen präsent zu sein. Besonders auf dem größten der Welt, der CeBIT in Hannover. Mein Tipp: Sie müssen als Beobachter eigentlich nur genau hinschauen, wer wegbleibt und mit welcher Begründung. Und gleich­zeitig in den nächsten Monaten die Pressemeldungen genau dieser Unternehmen aufmerksam lesen. Da wird es mit hoher Wahrscheinlich­keit um Innovationen und Neuankündigungen gehen, die den großen Trends der CeBIT entsprechen. Aber zur Messe waren diese eben noch nicht da. Unterstellen wir einfach, dass jedes dieser Unternehmen an den neuen Märkten teilhaben will.

Während jahrelang die große Zeit der einen war, ist nun die große Zeit der anderen. Aber nichts ist so stetig wie der Wandel. Und darum dürfte in den nächsten Jahren nichts so stetig sein, wie der Wechsel zwischen Aussteller-Zu- und Absagen. Denn auch die werden davon bestimmt, ob man die Trends bedienen kann oder innovativ genug ist, aufzufallen.

Produkte für die Medien – Handys suchen neue Aufgaben

Wie kann man nun die wichtigen Trends dieser Messe zeigen? Dieses Zusammenwachsen der Welten. Die Bedeutung der vorgestellten Tech­nologien für alle Anwender – ob private oder berufliche. Die Misch­produkte, die für den einen und für den anderen wichtig sind? Zum Bei­spiel mit der aktuellen Entwicklung bei Handys. Ein Handy war ursprüng­lich ganz klar ein Geschäftskundenprodukt. Vor allem auch wegen der Kosten. Das änderte sich durch die Produktionstechniken und Stück­zahlen. Aber bis vor einiger Zeit war ein Handy lediglich ein Gerät zum Telefonieren. Doch nicht erst seit dem Computer wissen wir, dass digitale Geräte alles Mögliche können – alles nur eine Frage der Komponenten und der Software.

Daher fingen die Handy-Hersteller in den letzten zwei, drei Jahren bereits mit großer Begeisterung an, die Funktionen eines Organizers in das Handy zu integrieren. Denn was ist ein Organizer eigentlich anderes als ein Notizbuch mit Telefonnummern und Terminen, das leider nur nicht telefonieren kann. Also haben wir bisher brav die Telefonnummern aus dem Organizer abgelesen und ins Handy getippt. Bis die Handyhersteller erkannten, dass, wenn sie ihre Steine richtig auf­stellen, das Handy genauso gut – schnipp, da ist das neue Bild – ein Organizer sein kann. Und auf dieser CeBIT wird das Handy noch etwas dazu bekommen: die Funktion des Fotoapparates. Ist das Handy dadurch ein Privatgerät geworden? Für meinen Vater ja. Für den Schadens­gutachter einer Versicherung nicht.

Das Handy als Fotoapparat. Vermutlich haben Sie Ihren Zuschauern und Lesern – genauso wie ich – in den letzten zwei Jahren auch des Öfteren gesagt, sich nicht blenden zu lassen. Moderne Handys können zwar foto­grafieren, aber die Bildqualität reicht noch nicht einmal für den Aus­druck von Schnappschüssen. Mindestens ein Hersteller wird aber auf dieser CeBIT ein – wenn auch noch japanisches – Handy zeigen, das zwei Millionen Bildpunkte produziert. Und damit kann man ganz locker Schnappschüsse machen. Die Auflösung reicht sogar für Papierabzüge. Und damit ist sicher noch nicht Schluss.

Übrigens: Eine-Million-Pixel-Auflösung bei Handys wird auf dieser CeBIT sozusagen zum guten Ton gehören. Wenn das die Richtung ist, bedeutet das zukünftig: Anstelle von vier Geräten brauche ich nur noch ein Gerät mit in den Urlaub zu nehmen. Denn das Zukunfts-Handy ist Telefon (war es von Anfang an), Kalender & Adressbuch (seit ca. 2 Jahren), Musik­abspielgerät (seit ca. 2 Jahren) und nun auch noch ernstzunehmender digitaler Fotoapparat (seit dieser CeBIT). Aber warum, so die berechtigte Frage, gibt es immer noch erfolgreiche Walkman; warum boomt der Markt der digitalen Fotografie? Weil zum einen diese Hersteller den für sie gefährlichen Domino-Effekt erkannt haben und dementsprechend auch aufrüsten: mehr Speicher, bessere Optik und – sozusagen als Gegentrend – Einbau von neuen Funktionen. Also Organizer, die auch telefonieren können – und sei es durch Internet-Telefonie, der wir uns nachher auch noch kurz widmen werden, oder durch Organizer, die Fotomodule dazubekommen – eingebaut oder zum Dranstecken.

Andererseits können die All-in-one-Geräte natürlich nur einen Teil des Marktes abdecken. Für Hobby- und Amateurfotografen sind solche Geräte natürlich nicht ausreichend, ebenso wie für echte Musikfans. Insofern werden wir im Bereich Foto, Video oder Musik natürlich eben­falls Innovationen sehen.

Der elektronische Günther Jauch – Produkte, Produkte, Produkte

Da ist beispielsweise ein Hersteller, der eine digitale Videokamera zeigt, die kleiner ist als ein Brillenetui. Statt auf normalen Bändern zeichnet das Gerät die bewegten Bilder auf Speicherkarten auf. Das hat nicht nur den Vorteil, dass alles schön klein ist, sondern auch, dass keine beweg­lichen Teile mehr im System angetrieben werden müssen und dadurch die Akkus kleiner sein können und länger halten.

Kann dieses Gerät aber auch noch als Telefon genutzt werden? Nein, zumindest zurzeit nicht. Aber dafür könnte das Telefon bald Dolmet­scher sein. Und zwar für die Mensch-Tier-Kommunikation. Leider ist nicht sicher vorherzusagen, ob das entsprechende Gerät schon auf der CeBIT zu sehen sein wird. Derzeit befindet es sich nur in Japan. Der Hersteller selbst ist auf jeden Fall in Hannover. Vielleicht entscheidet er sich aber – dem Zeitgeist der „neuen Ernsthaftigkeit“ entsprechend – das Gerät nicht zu zeigen. In Japan, so hört man, sollen bereits mehrere hundert­tausend Exemplare verkauft worden sein …

Interessant ist auch eine Anwendung, die im Bereich der Autonavigation anzusiedeln ist: der elektronische Beifahrer. Nicht nur, dass er komplett per Sprache zu steuern ist – egal, ob Routenplanung, Telefonsystem oder Autoklimaanlage –, nein, das System tut, was auch ein guter Beifahrer tun würde, wenn er merkt, dass der Fahrer müde wird: ihn wach halten. Das System soll selbstständig erkennen, dass der Fahrer ermüdet, und dann anfangen mit ihm zu sprechen, beispielsweise kleine Quizfragen stellen – also eine Art „elektronischer“ Günther Jauch.

Zu sehen sein dürfte auch ein Handy in Form eines Stiftes. Der Clou dabei: Sobald man damit schreibt, wird aus dem Geschriebenen gleich­zeitig eine SMS, d. h., man muss nicht mehr umständlich auf einem klei­nen Ziffernblock tippen. „Penphone“ heißt das Konzept. Wie gut es funk­tioniert, würde ich auf jeden Fall gerne auf der CeBIT ausprobieren.

Und noch etwas: Bei unserem Messerundgang könnten wir ein Handy finden, das auf den ersten Blick völlig unauffällig ist und dem auf den zweiten Blick sogar etwas fehlt: der Lautsprecher. Ein Hersteller arbeitet derzeit nämlich am „klingenden Glas“. Das bedeutet, dass das Display selbst zum Resonanzboden wird und somit noch kleinere Geräte möglich werden. Dieser Hersteller hat in den letzten Monaten vor allem mit TFT-TV-Technik von sich reden gemacht hat. Er hat seine Dominosteine rich­tig aufgestellt. Genauso vermutlich, wie der Hersteller des rollbaren und biegsamen Displays, das sich wie ein Blatt Papier zusammenrollen lässt. Ein idealer Dominostein für den Tag, an dem plötzlich die elektronische Tageszeitung oder das elektronische Magazin aus dem Nichts auftau­chen werden. Das elektronische Papier eben. Auch wenn die Bildqualität noch nicht gut genug ist, die Richtung wird klar: Information und Unter­haltung werden mobil.

Guck mal, was da spricht – mobiles Entertainment

Die Mediaplayer kommen. Sie passen in jede Jackentasche, können zig Stunden Video speichern, tausende von Musikstücken und zehntausende digitaler Fotos. Sie machen das Fernsehen transportabel, wobei das bewegte Bild selbstverständlich – auch das wird man auf dieser CeBIT sehen – durch DVB-T oder entsprechende PC-basierte Systeme sowieso auf jedem Gerät verfügbar sein wird. Auf dem PC, sogar für das Handy werden wir TV-Empfang bekommen. Und das alles ohne UMTS-Technik. Als Designstudie wird es solche Handys sicherlich zu sehen geben.

Die gerade angesprochenen tragbaren Mediaplayer – mittlerweile auch von großen Herstellern angeboten – werden in Hannover gezeigt und dafür sorgen, dass man sich seine Lieblingssendungen überall hin mit­nehmen und dann auf einer langweiligen Bahnfahrt oder beim Arzt im Wartezimmer anschauen kann. In diesem Fall ist man aber unabhängig von dem, was gerade gesendet wird, sondern hat sein persönliches Programm. Man bekommt sozusagen „Langstrecken-Firstclass Service“ – aber halt ohne Flugzeug.

Und weil man TV in Zukunft sowieso digital aufzeichnet, dauert das Überspielen nur noch Sekunden. Ein Domino-Effekt, der Zuschauergewohnheiten verändern und Programm-Macher zur Verzweiflung treiben wird.

Steckdosen sind auch nicht mehr, was sie mal waren – das vernetzte Haus

Alles ändert sich – auch die Steckdose bekommt eine neue Bedeutung. War der Versuch, das Internet via Strom ins Haus zu holen, offensichtlich nicht von Erfolg gekrönt, so hat ein besonders pfiffiger Hersteller mit der grundlegenden Technologie die Lösung für ein anderes Problem gefun­den: das Netzwerk aus der Steckdose. Immer mehr Kabel wollen im Haus durch Kabelschächte gezogen werden. Aber die Schächte sind voll. Wenn es sie überhaupt gibt. Unsere Häuser, das ist klar, sind für die Informa­tionstechnologien des 21. Jahrhundert nicht gebaut worden. Wie auch – es ahnte ja keiner, was alles auf uns zukommt ... Dennoch wird der Netz­werkanschluss in immer mehr Räumen wichtig, wenn alle Daten in Zukunft digital auf einem PC gesammelt und dann verfügbar gemacht werden sollen. Videos, Musik, eigene Urlaubsfilme, Fotos und, und, und …

Die eine Lösung ist Wireless LAN. Die hat aber – gerade in Sachen Bau­substanz – noch so ihre Macken, wenn es um massive Datendienste wie Video oder Musik geht. Darum präsentiert ein Hersteller auf der CeBIT eine Stereoanlage, die ihre Daten (und nichts Anderes ist digitale Musik) einfach per Stromnetz in jedem Raum verfügbar macht. Sie müssen nur noch im gewünschten Raum im Haus die dazugehörigen Lautsprecher anstecken – schon ist die Musik dort verfügbar. Ob Computerdaten, Musik oder Video – das Netz im Haus ist schon gelegt. Das Ganze geht natürlich auch mit dem bereits mehrfach angesprochenen Homeserver. Dessen Konzept ist einfach und bestechend und wurde schon vor ein paar Jahren, noch von der PC-Industrie, als Zielrichtung vorgegeben: Ein PC, der wie eine Zentralheizung funktioniert.

Statt Wärme verteilt er Informationen in alle angeschlossenen Räume. Dummerweise hat die PC-Branche ursprünglich nur über „echte Daten“ wie Word-, Powerpoint- und Exceldateien nachgedacht – klassische Büroanwendungen eben. Und die avisierten Anwender zogen dafür wie selbstverständlich Kabel durch Räume und Büros.

Weil der Business-Markt die Büros entsprechend umbaute, kam die PC-Industrie gar nicht erst auf die Idee, dass das Konzept auch mal zu Hause im Privatleben eine Rolle spielen könnte. Die Dominosteine klauten sich die Kollegen der Unterhaltungselektronik – und schwupps, gibt es auf dieser Messe schon die Nachfolger der digitalen Videorecorder zu sehen: die Homeserver. Informationsmaschinen, die hunderte Stunden an Fern­sehprogramm aufzeichnen und abspielen, wann immer der Benutzer das möchte.

Und das macht die Zuschauer auch unabhängig von Programmplänen. Geguckt wird wirklich nur noch, was gefällt. Was gerade gesendet wird ist sekundär. Und wenn man mal keine Zeit hat, dann nimmt man sich (siehe weiter oben) die aufgezeichneten Sendungen einfach mit in den Urlaub oder auf die Geschäftsreise. Aber das kennen Sie ja nun schon. Ein Schnipp und alles sieht anders aus – wenn die Steinchen richtig standen.

Der geheime PC – Microsoft und Intel im Clinch

„Ich bin ein PC – aber ich verrate es dir nicht“ – das scheinen einige PCs am Stand von Herstellern, an denen wir vorbeikommen, zu sagen. Erst wenn der Vorführer die Tastatur und die Maus dazulegt und das Fern­sehbild vom Monitor verschwindet und durch das vertraute Windows ersetzt wird, kriegen wir mit, dass es wirklich ein PC ist. Dabei geht es aber nicht nur um Design – es geht um neue Märkte. Für die Hardware­hersteller genauso wie für die, die hier Komponenten zuliefern. Darum stellt Intel auf dieser CeBIT seine Konzepte zum Thema Media-PC vor. Darum beeilt sich Microsoft, seine Windows Media Edition zu zeigen und natürlich die Windows-Media-Edition-Version für Mobiles. Es geht um einen riesigen Markt: den Markt der Wohnzimmer.

Auf dem Stand eines großen Online-Providers, der gerne möchte, dass seine Kunden die virtuelle Videothek nutzen, findet sich ein PC, der eher aussieht wie ein VHS-Recorder. Und Intel wird vermutlich PCs zeigen, die neue Formfaktoren haben. Kleiner, weniger Wärmeentwicklung, dem­entsprechend leiser – kurz und gut, eben wohnzimmertauglich. Interes­sant ist festzustellen, dass zwei der großen IT-Player offensichtlich eher auf Konfrontationskurs gehen. Microsoft und Intel – früher berühmt-berüchtigt als Wintel Duett – scheinen nach allen Anzeichen, die man so sehen kann, auf unabhängige Lösungen zu setzen. Und wenn zwei sich streiten, freut sich bekanntlich der Dritte. Mal sehen, was diese CeBIT uns in diesem Zusammenhang an Neuem lehren wird …

Übersehen sollte man in diesem Zusammenhang keinesfalls den High­tech-PC, der bereits in vielen Wohnzimmern zu finden ist: die Spiele­konsole. Auch hier ist Redmond heftig am Werkeln. Und auch hier steht ein mächtiger Gegner aus Tokio bereit. Dass die beiden sich durchaus streiten können, wissen wir seit der CeBIT vor zwei Jahren. Und dass die Entscheidung, solche Systeme auf der weltgrößten IT- und Telekommu­nikationsmesse zuzulassen, nur eine logische Entscheidung auf Basis von Marktentwicklungen war, liegt heute wohl auf der Hand. Auch wenn der Entscheidung ein Streit vorausging. Und ganz nebenbei bemerkt – zum Streiten muss man gar nicht mehr zu zweit sein. Das geht auch, wenn man unter einem Tach – pardon Dach zusammen ist.

Der Feind in meiner Firma – das Metrokonzept auf der CeBIT

„Wer ist der größte Feind eines großen Unternehmens? Na klar, das große Unternehmen selbst“, sagte mir vor ein paar Tagen auf einem gemeinsamen Flug ein wichtiger Branchenmanager. „Und wer das erkannt hat, der kann es nutzen, um selbst einen Riesen das Fürchten zu lehren …“ Und diesen Riesen, der eigentlich vor gar nichts Angst hat, damit zu motivieren, selbst bessere Leistungen zu bringen. Die Metro­gruppe setzt dieses Konzept gerne ein. Konkurrenz belebt das Geschäft.

Am sichersten macht man sich aber die Konkurrenz selbst, sorgt in der eigenen Gruppe für mögliche Alternativkonzepte und findet so heraus, was letztlich das Erfolg versprechende Konzept ist. Das Gute an dieser Strategie: Der Gewinn bleibt auf jeden Fall in den eigenen Reihen. Die Größten der IT-Branche machen jetzt genau das. Der Vorstandschef der Deutschen Telekom spricht grundsätzlich von mobiler Breitband-Kommunikation. Wen er damit meint, kann man sich als Zuhörer aus­suchen. Es könnte natürlich T-Mobile sein. Wäre auch schön. Mit UMTS & Co. ließe sich ja viel machen. Es könnte aber auch T-COM sein. Denn mit dem massiven Ausbau der Hotspots für drahtlose Endgeräte und der gleichzeitigen Vorstellung des Konzepts „Internet-Telefonie“ hätte man heute in Flughäfen-Lounges schon das, was UMTS derzeit gerne verspre­chen würde: eine superschnelle Datenverbindung zum Austausch von Informationen, egal ob Video, Dokument oder Sprache.

Die Kollegen vom Festnetz zeigen auf der CeBIT eine Technik, mit der man seine Telefonnummer einfach auf ein mobiles und internetfähiges Endgerät mitnimmt. Konsequenz – wenn man nicht zu Hause ist, dann klingelt der Organizer oder das Notebook, der drahtlos eingeloggt ist –zum Beispiel in nächster Zukunft auf immer mehr Lufthansa-Flügen. Und die Gespräche würden dann auch nur zum jeweiligen Ortstarif abge­rechnet. Darum legt UMTS – nachdem alles zuerst so zögerlich ging – jetzt sozusagen einen Frühstart hin. Einen wohlgemerkt, der sich zunächst nur auf Notebooks beschränkt. Darum wurde nicht gewartet, bis die entsprechenden Handys da sind, die Technik problemlos auch bei der Übergabe zwischen den Kopfstationen funktioniert. Weil der Aufbau eines massiven Hotspotnetzes nichts weiter ist, als das Aufbauen von Dominosteinen, die richtig gelegt, ein ziemlich spannendes Bild ergeben: breitbandige Datenkommunikation. Und jetzt lesen Sie mal die Presse­mitteilungen der verschiedenen Anbieter ganz genau. Tauchen da nicht immer öfter Handys auf, die auch WLAN können? Ein Träumer, wer sich dabei nichts denkt. Und ein Hans im Glück, wer in allen Bereichen ausrei­chende Infrastrukturen und fähige Manager hat. Und es versteht, diese Manager auch auf Trab zu halten. Denn wenn der „Domino-Day“ kommt, dann reicht ein falscher Stein aus und das schöne Bild ist futsch. Darum ist so ein bisschen Konkurrenzdruck sicher nicht schlecht.

Und es passiert doch – das Internet setzt sich durch

Diese Überschrift dürfte Sie nun nicht mehr verwundern. Nein, man ver­senkt nicht Milliarden von Anlegergeldern, ohne damit tiefe Spuren zu hinterlassen! Spuren, die man einfach als Infrastruktur bezeichnen kann. Ja, das Internet ist ins Straucheln gekommen. Die Traumblase vom schnellen Reichtum ist geplatzt, nicht aber das Konzept der weltweiten Datenkommunikation. Der Wunsch nach Unabhängigkeit von Zeit und Raum – zumindest was Information und Kommunikation betrifft – ist allgegenwärtig. Und der Name, der hinter all diesen Dingen steht, ist ein­fach: das Netz, das Internet. Das einzige Problem ist, dass viele das Inter­net für einen „Sprinter“ gehalten haben. Nur die, die entweder Glück hatten oder es vorher sahen, wussten: Diese Technologie ist ein Lang­streckenläufer. Und manchmal täuscht hier – wie beim Radrennen – der äußere Schein. Ob einer gerade vorne ist oder nicht, ist nur an einer Stelle wichtig: beim Zieleinlauf. Und das Spannende in dieser Branche ist, dass keiner weiß, wann der Zieleinlauf ist. Und die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass dieser auf seine Art jeden Tag, jede Woche stattfindet. Oder jedes Jahr im März in Hannover.

Und wer im ersten Jahr gewinnt, der darf und kann nicht sicher sein, auch im zweiten Jahr zu gewinnen. Oder im dritten. Das Wichtigste ist, sich die Strecke und die Kräfte vernünftig einzuteilen.

Die Dschungel-Show in Hannover – Sicherheit als sicheres Thema

„Ich bin ein Thema – hol mich hier raus …“ – nach diesem Motto werden in den nächsten Tagen wieder viele Pressemitteilungen auf unseren Tischen landen, die sich mit dem Thema Sicherheit beschäftigen. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Das Thema ist sicher wichtig, aber nicht mehr jeder Computerwurm ist es wert, bis hin zum Goldenen Blatt gemeldet werden zu müssen. Die Zeiten von „I love you“ sind vorbei. Zeiten, in denen jeder zumindest einen kannte, der das Problem – also die ominöse Virenmail – auch wirklich hatte. Es macht nicht allzu viel Sinn, jedem Privatanwender das Gefühl zu geben, jeder Virus hätte es höchstpersön­lich auf ihn abgesehen.

Und darum kann man im Bereich der Massen­medien eines klar sagen: Sicherheit ist ein sicheres Thema, aber wer zu oft „Alarm“ ruft, den nimmt man nicht mehr ernst. Und das wäre fatal. Insofern sollte man genau überprüfen, ob ein Virus tatsächlich private Anwender treffen soll oder ob er in der Fachpresse und auf den entspre­chenden Websites nicht besser aufgehoben ist. Was nichts daran ändert, dass man jedem PC-Anwender immer wieder deutlich machen sollte, dass er sein Antivirenprogramm aktuell halten sollte. Aber verschrecken Sie – nur wegen einer Pressemitteilung – nicht gleich alle Handybesitzer mit der Meldung, dass Viren ja auch auf dem Handy … Das wäre momen­tan sicher mehr ein Medienthema, denn ein echtes Gefahrenpotenzial.

Wetten dass – achten Sie auf den diesjährigen Keynote-Speaker

Er ist freundlich, bestimmt und äußerst zielstrebig. Kunitake Ando, der diesjährige Keynote-Sprecher, sollte es wert sein, ihm zuzuhören und mit ihm zu sprechen. Ich weiß, wovon ich rede, denn ich habe gegen ihn schon einmal eine Wette verloren. Vor einiger Zeit, als sein Unternehmen noch äußerst langweilige und auch technisch nicht sehr anspruchsvolle Handys baute, saßen wir zusammen bei einem Abendessen. Er erzählte von kommenden Entwicklungen und ich fragte ihn, mit der gebotenen Höflichkeit, warum bei all diesen Plänen ausgerechnet der wichtige Markt der Handys so stiefmütterlich behandelt würde. Er fragte mich, welches Handy ich benutzen würde, und ich zeigte es ihm. Zeigte ihm, was ich daran gut und nicht so gut fand – er nickte nur bedächtig. Und weil es ein so netter Abend war, schlug ich ihm eine Wette vor: Wenn er mit seiner Mannschaft ein Handy bauen würde, das mich dazu bringt, von meinem bisherigen zu seinem neuen zu wechseln, dann würde ich ihn und seine Frau zu den Salzburger Festspielen einladen. Ein kurzes japanisches „Ja“ machte klar, die Wette sei angenommen. Und dann sagte er beim Dessert ganz nebenbei: „Es wird kein Jahr dauern, höchstens ein halbes. Wir arbeiten bereits daran.“

Drei Mal dürfen Sie raten, mit wem ich demnächst bei den Salzburger Festspielen sitzen werde … Mein Tipp: Reden Sie mit ihm. Sagen Sie ihm, freundlich aber bestimmt, Ihre Meinung. Aber: Wetten Sie nicht mit ihm. Und ganz nebenbei: Dieses Rezept sollten Sie auf der ganzen Messe anwenden. Bei allen Herstellern seien Sie das, was wir Journalisten grundsätzlich sein sollten: das Sprachrohr und der Anwalt unserer Zuschauer und Leser. Denn nach denen werden sich in den nächsten Jahren Messen, Unternehmen und Medien richten müssen. Und das ist auch gut so.

Ulrich Koch | Deutsche Messe AG
Weitere Informationen:
http://www.cebit.de

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