Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Sicherheit mit mikrokernbasierter Systemarchitektur und drahtloses Sensornetzwerk SPIDER-NET

09.03.2004


Informatiker der TU Dresden präsentieren ein System der Grenzen



"Do you trust your operating system? ... we do not!" Oder vertrauen Sie ihrem Betriebssystem in jeder Hinsicht? Vertreter des Instituts für Systemarchitektur der Fakultät Informatik an der TU Dresden sind da jedenfalls nicht so sicher. Sie entwickelten mit µSINA (Mikrokernbasierte Sichere Inter-Netzwerk-Architektur) eine Methode, mit der einzelne Komponenten des Betriebssystems getrennt voneinander agieren können. Seit ca. 3 Jahren wird das Projekt in Zusammenarbeit mit der secunet Security Networks AG an der Dresdner Universität durchgeführt.



Wenn ein System nicht ausreichend nach außen abgesichert ist, werden unberechtigte Zugriffe und Datenmissbrauch zu einem leichten Unterfangen. Tagtäglich werden neue Sicherheitslücken in Betriebssystemen, zum Beispiel Windows, bekannt und von Würmern oder Viren ausgenutzt.

Aktuelle Betriebssysteme müssen eine große Funktionalität bieten. Die weite Verbreitung des Internets und die damit verbundene Bedrohung durch Angriffe aus dem globalen Netzwerk macht ein Maximum an Datensicherheit absolut notwendig. Betriebssysteme mit einem Umfang von ca. 500.000 Programmzeilen (Linux) bieten durch ihre hohe Komplexität viele Möglichkeiten für Programmierfehler und Sicherheitslücken. Aber wie kann in einem System mit solch hoher Komplexität, auch der nötige Datenschutz realisiert werden?

In µSINA werden zwischen Systemkomponenten Grenzen gezogen. Programmierfehler können sich somit nur innerhalb eines begrenzten Bereiches auswirken. Die Grenzen werden durch den Mikrokern realisiert, welcher minimale Komplexität aufweist (nur 15.000 Programmzeilen). Das Gesamtsystem ist damit um ein Vielfaches robuster als bisherige Betriebssysteme.

Eine konkrete Anwendung dieser Technologie ist die vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) entwickelte Sichere Inter-Netzwerk-Architektur (SINA), welche derzeit für die vertrauenswürdige Kommunikation zwischen Botschaften und im behördlichen Umfeld eingesetzt wird. Perspektivisch ist µSINA die Basis der nächsten Generation von SINA.

Sensor Platform for Intelligent aD-hoc wirEless Relaying NETwork

Licht aus, Heizung aus, Fenster zu - um diese Dinge werden Sie sich in Zukunft nicht mehr kümmern müssen. SPIDER-NET (Sensor Platform for Intelligent aD-hoc wirEless Relaying NETwork) erledigt das für Sie. Und vieles mehr.

SPIDER-NET ist eine Testplattform für drahtlose Sensornetzwerke. Sie besteht aus vielen kleinen, einfach gebauten, batteriebetriebenen Sensoren und einer Basisstation. Die Sensoren senden ihre Messwerte (Temperatur, Helligkeit usw.) regelmäßig an die Basisstation. Anhand der empfangenen Daten kann die Basisstation wiederum Befehle an die Sensoren senden (z.B. "Licht aus"). Zudem können die Daten zentral über das Internet abgerufen werden.

Um lange Batterielebensdauern zu garantieren, wird mit sehr geringen Sendeleistungen gearbeitet. Daher kann es passieren, dass ein Sensor nicht direkt von der zentralen Basisstation erreicht wird. Die Daten werden dann über andere Sensoren weitergeleitet.
Das Netzwerk zeichnet sich durch einfache Installation aus und bedarf keinerlei Wartung.

Birgit Berg | idw
Weitere Informationen:
http://www.vodafonechair.com
http://www.tu-dresden.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie CeBIT 2004:

nachricht FwD begeisterte CeBIT-Besucher
19.04.2004 | Funkwerk Dabendorf GmbH

nachricht D-Link unter die Top 50 der wichtigsten Cebit Aussteller gewählt
31.03.2004 | D-Link

Alle Nachrichten aus der Kategorie: CeBIT 2004 >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie