Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Intelligente Software bringt Licht ins Datenchaos

03.03.2004


Trends und Einsatzmöglichkeiten von Business-Intelligence-Systemen auf der CeBIT



80 Prozent der männlichen Käufer von Windeln kaufen abends gleich­zeitig Bier, so eine Warenkorbanalyse der amerikanischen Supermarkt­kette WalMart. Diese beiden Produkte wurden daraufhin in benach­barten Regalen platziert. Das Ergebnis: Der Umsatz stieg signifikant. Ent­deckt wurde der Zusammenhang zwischen Windeln und Bier durch den Einsatz eines modernen Business-Intelligence-Systems (BI). Die CeBIT 2004 zeigt vom 18. bis 24. März in Hannover, was diese Systeme mittler­weile leisten können.

... mehr zu:
»BI-System »Data »Warehouse


Das Sammeln von unternehmensrelevanten Daten, die statistische Aus­wer­tung und das Erkennen von Zusammenhängen gehören zu den Auf­ga­ben von Business-Intelligence-Systemen. Derart optimierte Daten bringen dem Unternehmen erhebliche Vorteile bei der Entschei­dungs­findung. Daher lohnen sich BI-Systeme trotz der hohen Anschaffungs- und Implementierungskosten. 4,5 Millionen US-Dollar investieren Groß­unter­nehmen im Durchschnitt in die Einrichtung eines BI-Systems, so eine Studie des Beratungsunternehmens IDC. Bereits nach zwei Jahren haben sich die Kosten beispielsweise durch verbesserte Produktions­ab­läufe zumeist wieder amortisiert. Die bisher eingesetzten BI-Lösungen brachten nach Expertenschätzung im Durchschnitt einen Return of Invest­ment von 120 Prozent.

BI-Systeme bieten Entscheidungshilfen

BI-Systeme helfen, die unternehmerisch richtigen Maßnahmen zu ergrei­fen und erhöhen somit den Unternehmensgewinn. Mehr als die Hälfte der Führungskräfte hatte 2003 größere Schwierigkeiten als im Vorjahr die richtigen Entscheidungen zu treffen. Das ergab eine IDC-Studie. Schuld daran ist die steigende Datenmenge. Immer ausge­feiltere Erhebungsmethoden liefern immer komplexere Daten über Kunden und ihre Wünsche, Marketing­maßnahmen, Produktionsprozesse und Um­sätze. Schnell geht da der Überblick verloren. Um die Daten nutz­bar zu machen, werden sie von BI-Systemen zunächst gesammelt. Dies ge­schieht im so genannten Data Warehouse. Die Daten stammen aus unter­schiedlichen Bereichen des Unternehmens, die meistens ein eigenes Erhe­bungsverfahren haben. Deshalb müssen sie in einem zweiten Schritt im Data Warehouse vereinheitlicht werden.

Data Mining erkennt selbstständig Zusammenhänge

Die im Data Warehouse gespeicherten Daten werden durch Data-Mining-Software analysiert. Waren früher aufgrund fehlender Rechenleistung nur statistische Auswertungen durch vorgegebene Parameter möglich, können Data-Mining-Systeme mittlerweile selbstständig Zusammen­hänge erkennen. Dazu werden die Daten mittels mathematischer Analy­se auf Ähnlichkeit, wie zum Beispiel gleiche Verkaufszeiträume, über­prüft. Ähnliche Daten werden dann in Segmente gruppiert. Besonders interessant für die Auswertung sind die Daten, die wider Erwarten in gleichen Segmenten gruppiert sind.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten

Die Einsatzmöglichkeiten, wie sie zahlreiche Aussteller auf der CeBIT präsen­tieren, sind vielfältig. Kreditinstitute beispielsweise nutzen BI-Systeme, um errechnen zu können, welcher Typ Kunde am ehesten seinen Kreditverpflichtungen nicht nachkommen wird. Finanzämter ana­ly­sieren Steuerbescheide, um anhand von Unregelmäßigkeiten Steuer­betrug schneller aufdecken zu können. Am häufigsten aber kommen sie bei der Optimierung der Kundenbindung zum Einsatz. Die Bank of Canada zum Beispiel nutzt ein Business-Intelligence-System, um ihre Kunden in tausende von Kategorien einzuordnen und für jede Kategorie eine eigene Strategie auszuarbeiten. So erreichte sie nicht nur eine Steige­rung der Kundenzufriedenheit um über 50 Prozent, sondern konnte auch ihren Umsatz um 21 Millionen kanadische Dollar steigern.

Gabriele Dörries | Deutsche Messe AG
Weitere Informationen:
http://www.cebit.de
http://www.messe.de

Weitere Berichte zu: BI-System Data Warehouse

Weitere Nachrichten aus der Kategorie CeBIT 2004:

nachricht FwD begeisterte CeBIT-Besucher
19.04.2004 | Funkwerk Dabendorf GmbH

nachricht D-Link unter die Top 50 der wichtigsten Cebit Aussteller gewählt
31.03.2004 | D-Link

Alle Nachrichten aus der Kategorie: CeBIT 2004 >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise