Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

IT-Abwehr schützt oft nur unzureichend vor Viren und Würmern

03.03.2004


CeBIT zeigt neue Entwicklungen im Bereich IT-Sicherheit - Rundumschutz durch Firewalls und IDS



Rund 86 Prozent der deutschen Unternehmen setzen Antivirensoftware ein. Diese bietet jedoch nach Meinung von IT-Experten keinen ausrei­chen­den Schutz mehr. Nur Firewalls, verbunden mit einem Intrusion-Detection-System (IDS), einem virtuellen Warnsystem gegen Cyber-Attacken, stellen einen modernen Rundumschutz dar. Die CeBit 2004 gibt vom 18. bis 24. März einen Überblick über das aktuelle Angebot an IT-Sicherheits-Lösun­gen. Hauptanlaufstelle für Messebesucher ist der Schwer­punkt „Security, Card Technology, Automatic Data Capture“ in Halle 17. Ein umfangreiches Angebot an IT-Sicherheitslösungen bieten zwei Gemein­schaftspräsentationen: die „Software Secu­rity Area“ in Halle 6 mit Soft­wareangeboten für die IT-Sicherheit und das „CefIS – Centrum für Infor­ma­tions­Sicher­heit“ in Halle 17, das sowohl Soft­ware­an­ge­bote für die IT-Sicher­heit als auch technisch-physikalische Sicher­heitslösun­gen zeigt.



IT-Sicherheit gewinnt im internationalen Datenverkehr immer mehr an Bedeutung. Viele Betriebe sind jedoch immer noch nicht ausreichend gegen feindliche Cyber-Übergriffe geschützt. Der Grund: die geringen Sicherheitsinvestitionen. Die oft veralteten und nicht ausreichenden Sicher­heitssysteme sind den zunehmenden Netzattacken nicht mehr gewach­sen. Einer aktuellen Studie der InformationWeek zufolge verzich­tet sogar rund ein Zehntel der Firmen bislang ganz auf die Festlegung von Sicherheitsrichtlinien. Immerhin sind grundlegende Abwehr­maß­nah­men mittlerweile Standard.

Wie wichtig es ist, ausreichend gegen Sicherheitsverstöße gerüstet zu sein, zeigt die Bilanz des vergangenen Sommers. Allein von Juli bis Sep­tem­ber 2003 sind weltweit 823 neue Cyber-Schädlinge aufgetaucht – 26 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die rasante Verbreitung neuer Anwen­dungen und elektronischer Telegrammsysteme wie Instant-Messaging öffnet noch raffinierteren Web-Parasiten Tür und Tor und lässt herkömmliche Anti-Viren-Programme alt aussehen.

Hohe Schäden durch Cyber-Attacken

Insbesondere „Würmer“ stellen eine große Bedrohung für die IT-Sicher­heit dar. Anders als Viren vermehren sie sich selbstständig über die Firmen-Netzwerke und richten so immensen Schaden an. Allein der Internet-Wurm „Blaster“ hat weltweit innerhalb von acht Tagen Kosten in Höhe von zwei Millionen US-Dollar verursacht. In der Bundesrepublik ent­stehen nach Angaben des Bundesamtes für Sicherheit in der Infor­ma­tions­technik jährlich Schäden in dreistelliger Millionenhöhe. Nicht in Zahlen ausdrücken lässt sich der Schaden, der durch die Verunsicherung der Anwender eintritt. Verheerend ist oft auch der Verlust wichtiger Daten. In der Bundesrepublik sind bereits fast 60 Prozent aller Unter­nehmen schon einmal Opfer von externen Übergriffen geworden.

Virenscanner reicht nicht aus

Die Reaktion: Zwei von drei Firmen in Deutschland bringen ihre Schutzprogramme regelmäßig durch Updates auf den neuesten Stand und glauben, sie seien damit ausreichend gegen Attacken gerüstet. Dennoch beabsichtigt nur ein Viertel, im kommenden Jahr mehr Geld für IT-Security auszugeben. Eine gefährliche Bilanz: Denn die rasante technologische Entwicklung fördert die Verbreitung immer neuer Cyber-Schädlinge. Nach Einschätzung von IT-Experten sind klassische Viren­scanner, selbst wenn sie ständig auf dem aktuellen Stand gehalten wer­den, angesichts zahlreicher neuer Spielarten von Computerviren immer öfter machtlos.

Rundumschutz durch Firewalls und IDS

Private Anwender können sich zusätzlich durch Firewalls schützen. Ein Großteil der Attacken auf Firmennetzwerke lässt sich durch eine Personal Firewall für jeden einzelnen Rechner in Verbindung mit einem so genann­ten Intrusion Detection System (IDS) abwehren. Hinter IDS ver­birgt sich eine Art virtuelle Alarmanlage für Sicherheitsverstöße. Solche Security-Lösungen werden von CeBIT-Ausstellern wie Cisco Systems, Symantec oder T-Systems angeboten. IDS ist allerdings auch sehr perso­nal­intensiv, da es eine Fülle von Daten produziert. Deshalb ist eine inten­sive Beratung notwendig. In Deutschland wird IDS immerhin schon von 24 Prozent der Unternehmen genutzt, rund 29 Prozent verfügen über persönliche oder Benutzer-Firewalls.

Gabriele Dörries | Deutsche Messe AG
Weitere Informationen:
http://www.cebit.de
http://www.messe.de

Weitere Berichte zu: Firewall IDS IT-Abwehr Sicherheitsverstoß Virus

Weitere Nachrichten aus der Kategorie CeBIT 2004:

nachricht FwD begeisterte CeBIT-Besucher
19.04.2004 | Funkwerk Dabendorf GmbH

nachricht D-Link unter die Top 50 der wichtigsten Cebit Aussteller gewählt
31.03.2004 | D-Link

Alle Nachrichten aus der Kategorie: CeBIT 2004 >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise