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E-Home-Technik - das intelligente Haus erleichtert das tägliche Leben

20.02.2004


Die Heizung regelt sich automatisch herunter, sobald niemand mehr in der Wohnung ist. Der Kühlschrank stellt selbstständig fest, dass die Milch verbraucht ist und bestellt automatisch neue. Möglich wird das im E-Home, dem intelligenten vernetzten Haus. Die Technik dafür hat die Phase der Erprobung verlassen, erste Referenzobjekte stehen bereits. In den nächs­ten Jahren soll der Massenmarkt erschlossen werden. Die Chancen dafür stehen gut: Mehr als 70 Prozent der Deutschen haben laut einer GfK-Studie großes Interesse an intelligenter Gebäudetechnik. Auf 13 Milliar­den US-Dollar soll bis 2005 das weltweite Marktvolumen für diese Tech­nik steigen, so Berechnungen des Beratungsunternehmens Aberdeen Boston Group. Welche Techniken dem Kunden in Zukunft das tägliche Leben in Home und Office erleichtern, zeigt die CeBIT 2004 vom 18. bis 24. März in Hannover.


Im intelligenten Haus sind die verschiedenen elektronischen Systeme wie Strom­kreislauf, Heizung, Beleuchtung oder Alarmanlage miteinander ver­netzt. Um eine Kommunikation dieser unterschiedlichen Geräte zu er­mög­lichen, haben sich Hersteller wie Siemens, Bosch, Grundig und Moto­rola auf einen gemeinsamen Standard geeinigt: das European Installa­tion Bus-System (EIB). Parallel zur Stromleitung im Haus verlaufen Leitungen, die alle E-Home-Geräte miteinander verbinden. Ein sepa­ra­ter Computer, der die Geräte steuert, ist nicht notwendig, da jedes einzelne über einen eigenen Mikroprozessor verfügt. Die Einhaltung des Standards und die Ausbildung von mittlerweile weltweit mehr als 6 000 EIB-spezialisierten Elektrobetrieben garantiert die EIB Association mit Sitz in Brüssel.

Mehr Komfort durch Gerätevernetzung


Ziel der Gerätevernetzung innerhalb der Wohnung ist es, das Wohnen kom­fortabler zu machen. Im vernetzten Haus kann der Anwender zum Bei­spiel per Telefon oder Internetverbindung vom Büro aus überprüfen, ob die Herdplatte abgeschaltet ist. Alternativ kann er den Herd auch so einstellen, dass er sich selbstständig abschaltet, sobald der letzte Be­woh­ner das Haus verlässt. Eine andere mögliche Anwendung: Sen­so­ren, die mit den Jalousien verbunden sind, sorgen während des Urlaubs dafür, dass die Blumen genau die Menge Licht erhalten, die vorher ein­ge­stellt wurde. Weitere vielfältige Einsatzmöglichkeiten zeigt die CeBIT 2004.

Reduktion des Energieverbrauchs

Die E-Home-Technik erhöht den Komfort spürbar, aber ebenso wichtig ist es, den Energieverbrauch zu reduzieren. 57 Prozent der Energie eines Privat­haushaltes werden durch die Heizung aufgebraucht, so eine Unter­su­chung des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft. Immerhin acht Prozent ent­fallen auf die elektrischen Geräte sowie die Warmwasserversorgung. Durch Vernetzung kann der Energie­ver­brauch deutlich gesenkt werden. Die Heizung heizt zum Beispiel nur die Räume mit voller Leistung, die auch wirklich benutzt werden. Kontrolliert wird dies durch Bewe­gungs­melder im Haus. Wird ein Raum gelüftet, schaltet sich die Heizung in dieser Zeit ab. Die Heizanlage passt sich dabei jeweils dem aktuellen Ver­brauch an. Eine andere Einsatzmöglichkeit: Die Solar­an­lage auf dem Dach startet die Waschmaschine erst dann, wenn ein un­ge­nutzter Warm­wasser­vorrat vorhanden ist. Elektrische Geräte schalten bei Verlassen der Wohnung in den Stand-by-Modus. Mehr als 30 Prozent der Energiekosten eines Haushaltes lassen sich mit solchen Maßnahmen ein­sparen, so eine Schätzung des Gebäudetechnik-Anbieters Honeywell.

Gabriele Dörries | Deutsche Messe AG
Weitere Informationen:
http://www.cebit.de

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