Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

CeBIT 2004: IT-Leitstand ermöglicht intelligentes Störfallmanagement

18.02.2004


Ein Leitstand, der IT-Systemadministratoren bei der Behebung von Störfällen schnell und zuverlässig unterstützt, kann die Ausfallsicherheit von informationstechnischen Systemen entscheidend verbessern und dazu beitragen, dass durch Fehlfunktionen bedingte Kosten minimiert werden. Ein solches Assistenz-System wird auf der CEBIT 2004 auf dem Stand des Fraunhofer eGovernment Zentrums vom Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE vorgeführt. Der Leitstand wurde von Fachleuten des Fraunhofer IESE und des Fraunhofer SIT gemeinsam mit Wissenschaftlern der TU Darmstadt und der TU Kaiserslautern sowie mit industriellen Partnern entwickelt. Er hebt sich von bisherigen Lösungen durch seine ingenieurwissenschaftliche Basis und die Lernfähigkeit im Alltag ab.



Automatische Störfallanalyse und Präsentation von Lösungsvorschlägen sind herausragende Features des IT-Leitstandes. Kommt es zum Beispiel beim Import von Buchungsdatensätzen zu einem Systemabsturz, so stellt sich nach dem Hochfahren des Systems die Frage, wie zu verfahren ist, damit bei der Fortsetzung des Imports keine Buchungssätze verloren gehen, aber auch keine Dubletten erzeugt werden. Die Antwort auf diese und viele andere Fragen liefert eine Erfahrungsdatenbank, die den Leitstand mit störfallbezogenem Wissen versorgt. Wie das Spieglein an der Wand reagiert sie prompt auf Fehlermeldungen, die als Störfall-Protokolle direkt vom Produktivsystem übermittelt werden. Nicht weniger schnell werden Lösungsvorschläge unterbreitet, wenn das Wartungspersonal Anfragen an die Erfahrungsdatenbank richtet. Ein intelligenter Suchmechanismus auf der Basis der Case-Based-Reasoning-Technologie sorgt dafür, dass Störfallbeschreibungen und -protokolle mit dem vorhandenen Wissen abgeglichen werden und jene Lösungsbeschreibungen gefunden werden, die mit höchster Wahrscheinlichkeit zutreffen oder aber erheblich zur Lösung beitragen können.



Lernfähig ist der IT-Leitstand, weil bei jeder Störfallbehebung nicht nur vorhandenes Wissen genutzt, sondern auch neues Wissen erzeugt und abgespeichert wird. Dies geschieht automatisch im Hintergrund ohne Mehraufwand für den Benutzer. Zu einer Störfallbehandlung gehört auch, dass im Anschluss von der verantwortlichen Fachkraft ein Bericht verfasst wird, in dem Auslöser, Ursachen, Aufgabenstellung und Lösungsschritte dargestellt werden. Mit diesem Report wird die Erfahrungsdatenbank gefüttert. Sie ist damit stets auf dem neuesten Stand und beinhaltet das komplette betriebsinterne Wissen, strukturiert nach praxisrelevanten Gesichtspunkten. So kann der Sicherheitsbeauftragte im Ernstfall schnell auf vorhandenes Wissen zurückgreifen.

Der IT-Leitstand wurde bereits am Beispiel des Finanzsystems des Kassen- und Steueramts ("Stadtkasse") der Stadt Köln erfolgreich erprobt. Teile des Systems wurden in Projekten eingesetzt, die mit Partnern aus der Telekommunikationsindustrie (T-Com) oder der Banken- und Versicherungsbranche durchgeführt wurden.

Der IT-Leitstand wird auf der CeBIT 2004 auf dem Stand des Fraunhofer eGovernment Zentrums, Halle 11, Stand B39 vorgeführt.

Ihre Ansprechpartnerin:

Petra Steffens
Fraunhofer IESE
Marketing / PR
Tel.: 06301 / 707-160
Fax: 06301 / 707-200
E-Mail: petra.steffens@iese.fraunhofer.de

Dipl.-Inform. Petra Steffens | idw
Weitere Informationen:
http://www.iese.fraunhofer.de
http://www.erfahrungsmanagement.de/
http://www.ske-projekt.de/

Weitere Berichte zu: Erfahrungsdatenbank IT-Leitstand Import Störfallmanagement

Weitere Nachrichten aus der Kategorie CeBIT 2004:

nachricht FwD begeisterte CeBIT-Besucher
19.04.2004 | Funkwerk Dabendorf GmbH

nachricht D-Link unter die Top 50 der wichtigsten Cebit Aussteller gewählt
31.03.2004 | D-Link

Alle Nachrichten aus der Kategorie: CeBIT 2004 >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise